Spielbericht des HBW-Pressedienst

Kieler Zebras lassen den Gallier keine Chance

Gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel gab es für den HBW Balingen-Weilstetten am Donnerstagabend in der Balinger SparkassenArena erwartungsgemäß nichts zu erben. Vom Anpfiff weg nahm der haushohe Favorit das Spiel in die Hand und sorgte schnell für klare Verhältnisse. Am Ende stand ein hochverdienter 20:32 (11:18)-Erfolg für den aktuellen Tabellenführer zu Buche und die Balinger bleiben damit im neuen Jahr weiterhin ohne Erfolgserlebnis.

„Es gibt Spiele, die können wir beeinflussen, aber heute bestimmen die Männer in schwarz-weiß den Verlauf“, gab es für HBW-Trainer Jens Bürkle im Vorfeld des Balinger Heimspiels keinen Zweifel daran, dass es für seine Mannschaft gegen den THW Kiel nur dann eine Chance gibt, wenn die Kieler eine zulassen und genau das haben die Balinger Gäste nicht getan. Mit hohem Tempo, einer konsequenten Chancenverwertung und einer kompromisslosen, sehr offensiv agierenden Abwehr setzte der Tabellenführer den HBW gnadenlos unter Druck. Die Gallier versuchten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten dagegen zu halten. Das funktionierte gar nicht schlecht, aber es gab halt einen gravierenden Unterschied. Im Gegensatz zu Kiel unterliefen den Gallier bei dem hohen Tempo immer wieder die entscheidenden kleinen Fehler und die wurden von den Zebras gnadenlos genutzt.

Nach nur zwölf Minuten stand es bereits 4:9 für den THW und HBW-Trainer Jens Bürkle nahm seine erste Auszeit. Es gefiel ihm ganz und gar nicht, wie leichtfertig seine Jungs im Angriff die Bälle wegschenkten und, dass auf der anderen Seite die Kieler Rückraumschützen ohne Kontakt zum Wurf kamen. Viel änderte sich danach allerdings nicht. Kiel blieb weiterhin die Spiel bestimmende Mannschaft und die Balinger mussten für jeden Treffer unheimlich viel investieren.

Nach der Auszeit hatte Bürkle auch seinen Torhüter gewechselt. Für Vladimir Božić kam Nachwuchskeeper Mario Ruminsky aus dem Perspektivkader zum Einsatz, weil der Däne Mike Jensen, wie schon gegen Erlangen nicht zur Verfügung stand. In der 20. Minute war es der 22-Jährige Keeper, der für das erste Highlight aus Sicht der Balinger sorgte. In Unterzahl, Oddur Grétarsson wurde für eine absolut harmlose Aktion von den beiden Unparteiischen für zwei Minuten auf die Bank geschickt, zeigte er eine Glanzparade gegen den Kieler Rückraumshooter Lukas Nilsson. Im Gegenzug bekamen die Gallier einen Strafwurf zugesprochen und den verwandelte Gregor Thomann sicher gegen Weltklasse-Torhüter Niklas Landin. Dank einer weiteren Parade von Ruminsky konnten die Gallier die Unterzahl mit 1:0 für sich entscheiden.

Mit 11:18 ging es schließlich in die Kabinen. Im zweiten Abschnitt stand die Balinger Abwehr etwas besser und hinter der besser stehenden Defensive, legte Mario Ruminsky, der weiterhin das Vertrauen seines Trainers genoss, die letzte, falls überhaupt noch vorhanden Nervosität ab und avancierte von Null auf 100 zum absoluten Publikumsliebling. Vor allem bei freien Würfen stellte er immer wieder sein großes Talent unter Beweis und bekam nach dem Spiel in der abschließenden Pressekonferenz von seinem Trainer ein Sonderlob.

Dass das Spiel am Ende klar an den Favoriten ging konnte Ruminsky allerdings nicht verhindern. Das lag vor allem auch daran, dass auf der anderen Seite ein überragender Niklas Landin zur Höchstform auflief. Man hatte fast so ein wenig das Gefühl, dass er sich von den Paraden des Balinger Youngsters etwas herausgefordert fühlte und das Torhüterduell auf keinen Fall verlieren wollte. Was der Däne in der Balinger SparkassenArena bis zum 20:32-Endstand ablieferte, war absolute Weltklasse. Fast 50 Prozent aller Würfe hat er gehalten und da waren nicht nur harmlose Würfe der Gallier dabei.

Die Mannschaften

HBW Balingen-Weilstetten: Mario Ruminsky, Vladimir Božić (TW); René Zobel 3, Marcel Niemeyer, Vladan Lipovina 2, Romas Kirveliavičius 1, Filip Taleski 1, Gregor Thomann 3/2, Tim Nothdurft 2, Benjamin Meschke, Oddur Grétarsson 2, Martin Strobel 3, Jona Schoch, Lukas Saueressig 3, Lars Röller, Moritz Strosack;

THW Kiel: Niklas Landin 1, Dario Quenstedt (TW); Domagoj Duvnjak 3, Harald Reinkind 6, Magnus Landin 4, Steffen Weinhold 4, Patrick Wiencek, Niclas Ekberg 5/4, Ole Rahmel, Rune Dahmke 1, Miha Zarabec 3, Pavel Horak, Hendrik Pekeler 3, Lukas Nilsson 2;

Strafwürfe

HBW 3/2, THW 4/4;

Zeitstrafen

HBW 4, THW 0;

Nächstes Spiel

HBW Balingen-Weilstetten – SC Magdeburg, Donnerstag, 27. Februar, 19 Uhr, SparkassenArena.

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