Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier haben gegen den THW Kiel nichts zu verlieren

Wenn es für den HBW Balingen-Weilstetten in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga einfache Spiele gibt, dann gehört das nächste sicher dazu. Gegen den deutschen Rekordmeister und aktuellen Tabellenführer, THW Kiel, haben die Gallier nichts zu verlieren und können völlig befreit aufspielen. Spielbeginn in der Balinger SparkassenArena ist am kommenden Donnerstag, 19 Uhr. Schiedsrichter der Partie sind Martin Thöne und Marijo Zupanovic (Lilienthal / Berlin).

Zusammen mit dem Tabellenletzten, der HSG Nordhorn-Lingen, sind die Balinger tatsächlich bisher die einzige Mannschaft, die im neuen Jahr bislang noch nicht gepunktet hat. Daran wird sich aller Voraussicht nach auch am Donnerstagabend nicht viel ändern. Dafür spielt das Starensemble des THW Kiel derzeit zu souverän. Zu Beginn der Saison sah das noch nicht so aus. Die Zebras taten sich unter ihrem neuen Chef-Coach Filip Jicha etwas schwer und sie haben einige Spiele nur über die individuelle Klasse der Einzelspieler entschieden. Oft waren die Ergebnisse knapp und man hatte manchmal so den Eindruck, dass ein gutes Pferd bzw. in dem Fall wohl besser ein gutes Zebra nicht höher springt, als es muss. Zwischenzeitlich sieht das aber alles ganz anders aus. Die Abläufe funktionieren und aus einer unheimlich starken Abwehr heraus, die in verschiedenen Formationen den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben stellen kann, läuft die Tormaschinerie auf Hochtouren. Halb Gas oder angezogene Handbremse scheint in Kiel ein Fremdwort geworden zu sein.

In der Bundesliga, aber auch in der Champions League feiert der THW einen Sieg nach dem anderen. Zuletzt konnten sich die Nordlichter nach einem Sieg über KC Veszprém als Tabellenführer der Gruppe B direkt für das Viertelfinale qualifizieren. Das ist bisher, seit dieser Modus eingeführt wurde, noch keiner anderen deutschen Mannschaft gelungen. Vor dem Erfolg in der Champions League hatten die Zebras in der Handball-Bundesliga bereits die TSV Hannover-Burgdorf in die Schranken verwiesen und den „Recken“ deutlich gemacht, dass der Traum von der Meisterschaft, zumindest in dieser Saison, wohl ein Traum bleiben wird. Einen Spieltag später walzte die Zebraherde den HC Erlangen mit ihrem neuen Chef-Coach Dr. Rolf Brack regelrecht nieder (35:23) und zuletzt konnte der TVB Stuttgart dem Tabellenführer nur zehn Minuten lang Paroli bieten. Dann brach es auch über die Schwaben herein, die zeitweise sogar mit 16 (!) Toren im Hintertreffen waren. Trotz Ergebniskosmetik in der Schlussphase war die Niederlage mit 35:23 dann aber doch noch so deutlich, dass der TVB dank des schlechteren Torverhältnisses in der Tabelle hinter den HBW abgerutscht ist.

Das zumindest gilt es für die Gallier zu verteidigen. Von einem Punktgewinn träumt in Balingen eh keiner, aber die Mannschaft von Jens Bürkle will sich so teuer wie möglich verkaufen. Wenn schon Niederlage, dann soll sie sich wenigstens in einem ertragbaren Rahmen gestalten. Ob Chef-Coach Jens Bürkle dabei der komplette Kader zur Verfügung stehen wird, bleibt abzuwarten. Zwei Tage vor dem Spiel sieht es eher nicht danach aus. Insgesamt fünf Spieler konnten nach Erlangen nur eingeschränkt bzw. überhaupt nicht trainieren und erst die letzte Trainingseinheit wird Aufschluss darüber geben, wer auf dem Spielberichtsbogen steht und wer passen muss.

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