Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Zum Liganeustart geht es für die Gallier nach Berlin

Am kommenden Wochenende ist die rund fünfwöchige Spielpause in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga wieder vorbei. Die Europameisterschaft ist Geschichte und ganz Handball-Deutschland freut sich auf die Rest-Rückrunde der Saison 2019/20. Für die Gallier geht die erste Reise im neuen Jahr nach Berlin. In der Bundeshauptstadt treffen sie am Sonntagnachmittag, um 16 Uhr, in der Max-Schmeling-Halle auf die Füchse Berlin. Das Spiel steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Julian Köppel und Denis Regner (Darmstadt / Nieder-Olm). 

Die Vorbereitung der Gallier auf die Rest-Rückrunde war kurz, aber dafür umso intensiver. Nach dem erfolgreichen Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig, kurz vor dem Jahreswechsel, hat Chef-Coach Jens Bürkle seine Mannschaft in einen knapp zweiwöchigen Urlaub verabschiedet. In der anschließend dreiwöchigen Vorbereitungsphase haben die Gallier ein offizielles Testspiel gegen den Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen bestritten und im Rahmen eines gemeinsamen Trainings haben sie die Gelegenheit genutzt und noch ein Spiel gegen den RTV Basel gemacht. Beide Vergleiche gingen an die Schwaben, wobei Chef-Coach Bürkle vor allem mit der ersten Halbzeit in Schaffhausen nicht einverstanden war. Auch gegen Basel gab es einige Dinge, die dem Sportwissenschaftler nicht so gefallen haben.

„Wir haben in der Liga bisher die meisten Gegentreffer kassiert und das, obwohl unsere beiden Torhüter eine ganz passable Quote haben“, erklärte Bürkle, warum in den Testspielen und im Training das Hauptaugenmerk auf der Abwehr lag. Nicht zum ersten Mal bemängelte er das Rückzugsverhalten seiner Mannschaft und auch „im Eins-gegen-Eins sind wir oft viel zu passiv und stehen falsch“, sah der HBW-Coach in den bisherigen Spielen seiner Mannschaft viel zu viele einfache Tore für die gegnerischen Angriffsreihen. Obwohl die Gallier im ein oder anderen Spiel recht fahrlässig mit der Chancenverwertung umgegangen sind, kann sich die eigene Torausbeute durchaus sehen lassen. Ein Blick auf die Tabelle verrät, dass die Schwaben von den Mannschaften zwischen Platz 10 und 18 die meisten Tore erzielt haben und selbst der amtierende Meister Flensburg hat insgesamt über 20 Mal weniger ins Schwarze getroffen, als der Aufsteiger aus Balingen. 

Bereits am Samstag machen sich Bürkle und sein Team mit dem Bus auf den Weg nach Berlin. Beim Zwischenstopp in Erlangen lässt der HBW-Coach nochmals trainieren, ehe es dann weiter in die Bundeshauptstadt geht. Direkt nach dem Spiel geht es mit dem Bus auf dem schnellsten Weg wieder ins Schwäbische. Obwohl die Busfahrt lang und beschwerlich ist, verlieren Bürkle und seine Mannschaft so am wenigsten Zeit mit Blick auf das Heimspiel am kommenden Donnerstag gegen den TVB Lemgo Lippe.

In Berlin werden die Gallier ziemlich sicher von zähnefletschenden Füchsen erwartet. Die 31:30-Hinspielniederlage Ende Oktober hat von den Hauptstädtern sicher noch keiner vergessen, schon gar nicht Trainerfuchs Velimir Petkovic. Er musste damals die berechtigte und verdiente Niederlage seiner Mannschaft einräumen, aber mit der Art und Weise, wie sie zustande gekommen ist, war er ganz und gar nicht einverstanden. Wer ihn kennt, der weiß zu hundert Prozent, dass es einen solchen Auftritt seiner Mannschaft gegen die Gallier nicht mehr geben wird. Die Füchse haben zwar erhebliche Verletzungsprobleme, aber die wird Petkovic gegen die Balinger nicht als Ausrede gelten lassen. Immerhin hat er trotz langer Dementis noch rechtzeitig vor der Revanche gegen die Gallier Verstärkung für sein Team bekommen. Nach der erneuten Verletzung von Rechtsaußen Mattias Zachrisson, den Petkovic für die Rest-Rückrunde eigentlich fest eingeplant hatte, haben die Berliner den Spanier Javier Munoz Cabezon bis zum Saisonende unter Vertrag genommen.

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