Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Gallier zu Gast beim Tabellensechsten in Franken

Eine Woche nach dem ersten Saisonerfolg beim TBV Lemgo geht die Saison für den HBW Balingen-Weilstetten beim HC Erlangen weiter. Beim aktuellen Tabellensechsten sind die Gallier erneut in der Außenseiterrolle, aber, wie das Spiel in Lemgo gezeigt hat, deshalb nicht völlig chancenlos. Spielbeginn in der Arena Nürnberger Versicherung ist am Donnerstagabend, um 19 Uhr. Die Partie steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Fabian Baumgart und Sascha Wild (Neuried / Offenburg) aus dem Elitekader des Deutschen Handballbund.

„Wir sind Außenseiter, aber nicht chancenlos“, hatte HBW-Trainer Jens Bürkle vor dem Spiel in Lemgo prophezeit und er sollte Recht behalten. Es gab sicher nur Wenige, die den Worten des Sportwissenschaftlers viel Glauben geschenkt haben, aber zu den Wenigen gehörte auf jeden Fall seine Mannschaft. Die hat an ihren Coach, an ihr Können und an ihren Kampfgeist geglaubt und hat sechzig Minuten lang um jeden Zentimeter Boden in der Phoenix Contact Arena gekämpft. Dieser Willensstärke hatte der ehemalige Deutsche Meister nicht viel entgegenzusetzen und am Ende stand ein absolut verdienter 26:32-Auswärtserfolg für den HBW zu Buche.

Mindestens die gleiche Willensstärke, die gleiche Präsenz, Kampfgeist und Moral werden am Donnerstagabend erforderlich sein, wenn die Schwaben in Nürnberg gegen den HC Erlangen ihre Außenseiterchance wahren möchten. Die Franken haben in dieser Saison, nach einem Start mit zwei Niederlagen, gegen die MT Melsungen das erste Ausrufezeichen gesetzt. Mit 31:21 haben sie die Nordhessen, die viele Handball-Experten in dieser Saison ganz vorne in der Tabelle sehen, mal so richtig geerdet und vor einer Woche wurden dem TVB Stuttgart die Grenzen aufgezeigt. Mit 34:25 bekamen die „WILD BOYS“ anstatt der erhofften zwei Punkte, eine richtige Klatsche mit auf die Heimfahrt.

Großen Anteil daran, dass es beim HC Erlangen im Moment grad so gut läuft, hat mit Sicherheit der neue Chef-Trainer Michael Haaß. Der Ex-Nationalspieler hat in der vergangenen Saison Dr. Rolf Brack beerbt. Der „Handball-Professor“ saß übrigens nur bei vier Spielen auf der Erlanger Bank. Nach drei Niederlagen und einem Sieg, ausgerechnet gegen die Gallier, haben die HCE-Verantwortlichen im Frühjahr ganz schnell wieder die Notbremse gezogen. In Absprache mit dem neuen Chef-Coach Michael Haaß hat der HC dann für diese Saison einen offensichtlich hervorragend funktionierenden Kader zusammengestellt. Aus Flensburg kam zum Beispiel Top-Shooter Simon Jeppsson und von den Rhein-Neckar-Löwen wechselte der deutsche Nationalspieler Steffen Fäth zu den Franken. Mit dem slowenischen Nationaltorhüter Klemen Ferlin und dem Ex-Balinger Martin Ziemer haben sie zudem ein überragendes Torhüter-Gespann unter Vertrag genommen.

„Das ist schon eine gut zusammengestellte Mannschaft, mit einer guten Mischung aus jugendlichem Elan und mit viel Erfahrung“, zollt HBW-Coach Jens Bürkle den Franken großen Respekt. Er geht davon aus, dass beide Mannschaften mit großem Selbstvertrauen in die Partie gehen und beide versuchen werden, sich die Punkte zu erkämpfen. „Wir wissen, dass wir in der Lage sind, gegen jeden Gegner viele Tore zu erzielen. Wenn es uns gelingt, eine gute „Abwehr – Torwart – Performance“ hinzulegen, können wir vielen Mannschaften gefährlich werden“, hofft er darauf, dass diese Kombination am Donnerstagabend in Erlangen ähnlich gut funktioniert wie zuletzt in Lemgo.

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