Spielbericht des HBW-Pressdienstes

Gallier erkämpfen sich zwei Zähler gegen die Eulen

Der HBW Balingen-Weilstetten sichert sich mit dem 33:30-Sieg (16:17) über die TSG Lu-Friesenheim zwei ganz wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt. Nach einer überaus torreichen ersten Halbzeit, in der die Gäste lange Zeit die Überhand hatten und teilweise mit vier Toren führte, kämpften sich die Gallier von der Alb zurück in die Partie. Bereits zum Seitenwechsel gelang der Anschlusstreffer und nach Wiederanpfiff der schnelle Ausgleich. In der zweiten Halbzeit erarbeiteten sich die Hausherren dank starker Abwehrarbeit und einigen tollen Paraden von Radivoje Ristanovic einen Fünf-Tore-Vorsprung, der am Ende für einen verdienten Sieg reichten. Besonders hervorzuheben war die Leistung von Routinier Alexandros Vasilakis, der mit seinen acht Treffern aus dem Spiel heraus auftrumpfte. Mit den Punkten 26 und 27 gelingt den Schwaben der Sprung auf den elften Tabellenplatz.

Die Gallier legten in dem so wichtigen Heimspiel los wie die Feuerwehr. Zwar gelang den Gästen der erste Treffer der Partie, mit unbändigen Willen und der unglaublich lautstarken Unterstützung der Zuschauer von der ersten Sekunde an, stand schnell ein 4:2 auf der Anzeigetafel. Die Eulen aber blieben vorerst unbeeindruckt und glichen bis zur 9. Minute zum 5:5 aus. Nachdem der HBW nochmals vorlegte, musste im darauffolgenden Gegenangriff Alexandros Vasilakis für zwei Minuten von der Platte. Die Gäste verwandelten den fälligen Strafwurf und glichen erneut aus. Die Unterzahl überstanden die Gallier gut, wieder vollzählig scheiterte Fabian Böhm aber an Kevin Klier und so gelang Friesenheim die 7:8-Führung in der 13. Minute.

Der HBW war in dieser Phase gefragt und vor allem der Grieche Vasilakis hielt seine Mannschaft mit starken Aktionen in der Partie. Nach 17 Minuten wurden bereits fünf Treffer seinem Konto gutgeschrieben. Drehen konnten die Gallier das Spiel vorerst aber nicht. Die Eulen legten immer wieder vor und den Gastgebern blieb nichts anderes übrig als nachzulegen. Als Olivier Nyokas zwei Angriffe in Folge scheiterte kippte die Partie zu Gunsten der TSG. Nico Büdel erzielte in der 21. Minute das 10:13. Das Spiel der Gallier hatte einen klaren Bruch. Das spürte auch HBW-Trainer Markus Gaugisch, der nach 24 Minuten die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legte. Es sollte aber weiterhin nicht laufen. Anstatt zu verkürzen legten die Gäste auf 12:16 vor. Die Gallier bissen sich zurück in die Partie und kamen dank starkem Einsatz von Martin Strobel zum 15:17. In den letzten zwei Minuten der ersten Hälfte wurde es hektisch. Beide Teams agierten in Unterzahl, am Ende behielten die Gallier aber die Oberhand und kämpften sich zum 16:17-Pausenstand.

Vasilakis sorgte nach dem Seitenwechsel für den schnellen Ausgleich. Dennoch gelang es den Gästen auch in den Folgeminuten immer wieder ein Tor vorzulegen. Nach 36 Minuten zeigte HBW-Keeper Radivoje Ristanovic, der inzwischen für Nandor Fazekas zwischen den Pfosten stand, eine starke Parade, die Fabian Böhm im Gegenzug zur 20:19-Führung nutzte. Die Partie blieb hektisch und die beiden Unparteiischen hatten alle Mühe die die Gemüter zu beruhigen – zu viel stand für beide Mannschaften auf dem Spiel. Friesenheim gab alles und traf gar in doppelter Unterzahl, ging aber in der Defensive weiterhin so hart zur Sache, dass in der 40. Minute nur noch drei Feldspieler auf der Platte standen. Dennoch überstanden die starken Gäste auch diese Phase weitestgehend unbeschadet. Mehr als die Zwei-Tore-Führung beim Stand von 23:21 in der 42. Minute gelang dem HBW nicht, bis die Eulen wieder vollzählig waren.

Die Führung beflügelte die Gallier und die Zuschauer. Vor allem die wiedererstarkte Defensivarbeit war in dieser Phase mit staken Paraden von Ristanovic der Erfolgsgarant. Der HBW erarbeitete sich so ein 27:23 nach 47 Minuten. Mit viel Einsatz hielten die Gallier den Vier-Tore-Vorsprung trotz Unterzahl, denn Vasilakis netzte bereits zum achten Mal ein. Niklas Ruß stellte in der 52. Minute aus schwierigem Winkel eindrucksvoll auf 29:25, aber auch die Eulen blieben durch den Treffer von Andrej Kogut weiter im Spiel. Als dann Djozic seinen siebten Siebenmeter sicher verwandelte, die Gäste zudem mit einer Zeitstrafe belegt wurden und Nico Büdel im Gegenangriff das Tor verfehlte, schien der Bann zugunsten der Gallier gebrochen. Böhm gelang mit seinem Treffer zum 31:26 fünf Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung. Die Eulen kamen zwar nochmals auf drei Tore heran, mehr gelang den Gästen aber nicht mehr und die Gallier von der Alb verließen beim Stand von 33:30 die Platte als verdiente Sieger.

Die Mannschaften
HBW:
Radivoje Ristanovic, Nandor Fazekas; Fabian Böhm (6), Christoph Foth, Olivier Nyokas (5), Jannik Hausmann (2), Alexandros Vasilakis (8), Faruk Vrazalic, Martin Strobel (2), Sascha Ilitsch, Niklas Ruß (2), Denni Djozic (8/7)

TSG Lu-Friesenheim: Kevin Klier, Maximilian Bender; Philipp Grimm (5/2), Andrej Kogut (2), Philipp Ulrich, Stefan Lex, Oliver Tesch, Marco Hauk (2), Philipp Bauer, Robin Unger (1), Nico Büdel (8), Erik Schmidt (4), Felix Kossler (2), Bogdan Criciotoiu (6)

Zeitstrafen: HBW 9 – TSG 6

Rote Karte: Philipp Grimm (Friesenheim) in der 39. Minute, Fabian Böhm (HBW) in der 60. Minute aufgrund von drei Zeitstrafen

Siebenmeter: HBW 7/7 – TSG 2/3

Nächste Spiel:
TuS N-Lübbecke gegen HBW Balingen-Weilstetten am Mittwoch, 22. April in der Merkur Arena in Lübbecke.

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