Spielbericht des HBW-Pressedienstes

HBW ohne Punkte im letzten Saisonspiel

Der HBW Balingen-Weilstetten verliert sein letztes Saisonspiel 2014/15 in der heimischen SparkassenArena gegen die Füchse Berlin mit 26:35 (11:19). Gegen den frisch gebackenen EHF-Pokalsieger starteten die Gallier von der Alb zwar gut in die Partie, fanden in der ersten Hälfte aber ihren Meister im gegnerischen Torhüter Petr Stochl. Er allein stellte das Spiel nicht nur auf den Kopf, sondern entschied es nahezu bereits nach 30 Minuten. Elf torlose Minuten bescherten einen Acht-Tore-Rückstand bereits zum Seitenwechsel. Danach folgte eine weitestgehend ausgeglichene Partie, in der keine der beiden Mannschaften herausragte. Die Berliner brachten die komfortable Führung bis zum Ende über die Zeit. Trotz der Niederlage gegen die Füchse beendet der HBW Balingen-Weilstetten seine bis dahin erfolgreichste Saison in der DKB Handball-Bundesliga mit der besten Punkteausbeute und der besten Platzierung überhaupt.    

Die Gäste eröffneten die Partie und schlossen die ersten beiden Angriffe erfolgreich ab. Aber auch die Gallier waren im Angriff voll auf der Höhe: Fabian Böhm und Alexandros Vasilakis markierten aus dem Rückraum jeweils den Ausgleich. Nachdem Radivoje Ristanovic einen Siebenmeter entschärfte gelang in der vierten Minute gar der Führungswechsel. Jan Remmlinger vom Perspektivkader, der bereits gegen Melsungen letzten Mittwoch eine starke Partie zeigte, trug sich auch gegen den aktuellen EHF-Pokalgewinner in die Torschützenliste zum 3:2 ein. Die Hausherren bauten ihre Angriffe in Ruhe auf, was bis zur 9. Minute gelang. Vasilakis konnte gar auf 7:5 erhöhen, ehe Berlin per Strafwurf zum Anschluss kam. Ristanovic verhinderte daraufhin mit zwei starken Paraden den Ausgleichstreffer. Aber auch sein Gegenüber Petr Stochl, Silvio Heinevetter wurde nach wenigen Minuten ohne eine einzige Tat früh ausgewechselt, zeigte sein Können und ermöglichte seinen Vorderleuten den Führungswechsel in der 14. Minute.

Nach dem 7:8 der Hauptstädter hatte Denni Djozic von der Siebenmeterlinie die Chance wieder auszugleichen. Stochl parierte in dieser Phase aber, was es zu halten gab. So war der HBW plötzlich mit zwei Treffern im Rückstand und hatte in der Folgezeit Probleme, sich klare Chancen zu erspielen. Markus Gaugisch nutzte die Gelegenheit zur ersten Auszeit der Partie. Jannik Hausmann erlöste seine Mannschaftskollegen darauf, der Youngster traf aus dem rechten Rückraum zum 8:9 in der 18. Minute. Trotzdem war es nicht der Befreiuungswurf – die Gallier taten sich fortan schwer gegen die Füchse-Deckung. Hinzu kam das Pech, als Hausmann beim Stand von 9:12 nur den Pfosten traf. Selbst in Unterzahl spielend fanden die Berliner riesige Lücken und waren nach 22 Minuten bereits mit fünf Toren in Führung. Bei den Galliern lief überhaupt nichts mehr zusammen. Der letzte Treffer lag bereits über fünf Minuten zurück und einzig Ristanovic ist es zu verdanken, dass der Abstand nicht noch mehr als sechs Tore betrug. Egal wer sich gegen Stochl versuchte, er zog den Kürzeren. Es wurde bis zur Halbzeitpause nicht besser, auch wenn Remmlinger nach inzwischen elf torlosen Minuten zum 10:18 und Böhm mit der Sirene zum 11:19 traf.

Nach dem Seitenwechsel lief es bei den Galliern wieder besser im Angriff. Unter anderem durfte sich auch Wolfgang Strobel, noch Mannschaftskapitän und zukünftig Geschäftsführer, durfte sich zwei Mal innerhalb kürzester Zeit als Torschütze zeigen. In der Defensive wurde aber weiterhin kein Zugriff auf die Füchse gefunden, was nach 35 Minuten beim Stand von 15:23 weiterhin acht Tore Rückstand bedeutete. Nach 40 Minuten durfte sich Matej Asanin zwischen den Pfosten versuchen, was aber vorerst keine Impulse geben sollte. Erst nachdem es die Gallier verstanden, in der Defensive nochmal beherzt anzupacken, schrumpfte der Rückstand bis zur 44. Minute auf 20:26. Dagur Sigurdsson bestellte sein Team daraufhin aber zur Seitenlinie und der Spielzug saß: Evgeni Pevnov setzte sich am Kreis gegen Christoph Foth durch.

Die Partie schien 15 Minuten vor Ende bereits zugunsten der Gäste entschieden. Zur Freude der Zuschauer machten die Gallier von der Alb aber das, was sie immer auszeichnete: Sie kämpften bis zum Schluss um jeden Treffer. Auf fünf Tore Rückstand verkürzten die Hausherren so zwischenzeitlich. Aber auch die Füchse schalteten keinen Gang zurück und erspielten sich bis zur 50. Minute wieder eine Sieben-Tore-Führung. Nachdem sich Stochl in der Folgezeit wieder häufiger zeigte und die Balinger Angreifer erneut zur Verzweiflung brachte, war der alte Abstand beim Stand von 22:30 nach 51 Minuten wieder hergestellt. Die Begegnung wurde daraufhin ruhiger, was am keine Änderungen im Spiel Spielverlauf mehr bedeutete. Letztendlich gewannen die Füchse vor allem dank der starken Leistung von Stochl in der ersten Hälfte das Spiel völlig verdient mit 26:35.

Die Mannschaften
HBW:
Radivoje Ristanovic, Matej Asanin; Fabian Böhm (7), Christoph Foth (1), Dennis Wilke, Jannik Hausmann (2), Alexandros Vasilakis (4), Wolfgang Strobel (3), Faruk Vrazalic, Patrick Weber (1), Denni Djozic (1/1), Manuel Frietsch, Niklas Ruß (1), Jan Remmlinger (6)

Füchse Berlin: Silvio Heinevetter, Petr Stochl; Fabian Wiede (4), Kevin Struck (2), Petar Nenadic (6), Evgeni Pevnov (5), Iker Romero Fernandez (2), Willy Weyhrauch, Mattias Zachrisson (3), Konstantin Igropulo (8/5), Jesper Nielsen (1), Fredrik Raahauge Petersen (1/1), Paul Drux (3)

Zeitstrafen: HBW 4 – Füchse 3

Siebenmeter: HBW 1/2 – Füchse 6/7

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