Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Die Recken kommen mit Revanchegelüsten in die MEY GENERALBAU ARENA

Nach einer mehr als zweiwöchigen Pause steht für den HBW Balingen-Weilstetten der neunte Spieltag der OPEL Handball-Bundesliga auf dem Plan. Am Montagabend, für die Gallier zu einer völlig ungewohnten Zeit, erwartet die Mannschaft von Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr die TSV Hannover-Burgdorf. Spielbeginn in der MEY GENERALBAU ARENA ist um 19 Uhr. Geleitet wird die Partie von den beiden Unparteiischen Leonard Bona und Malte Frank (Remscheid/Radevormwald) aus dem Schiedsrichter-Elitekader des Deutschen Handballbundes.

Trotz vier Niederlagen: Die Gallier haben sich Respekt erspielt

Nach einem euphorischen Bilderbuchstart in die Saison 2026/27 mit 4:0 Punkten sind die Gallier nach vier Niederlagen in Folge zwischenzeitlich auf dem harten Boden der Tatsachen gelandet und befinden sich tabellarisch in den Regionen, in denen man sie nach dem Aufstieg allgemein verortet hat. Dennoch kann man in Balingen bis dato mit dem Saisonstart mehr als zufrieden sein. Der amtierende Zweitligameister hat nicht nur in den beiden siegreichen Partien gegen den Handball Club Hamburg und beim ThSV Eisenach seine Erstligatauglichkeit nachhaltig unter Beweis gestellt, sondern vor allem auch in den knappen Niederlagen. Vor allem gegen den amtierenden Deutschen Meister, den SC Magdeburg, und bei den Rhein-Neckar Löwen haben sich die Jungs von HBW-Coach Matti Flohr den Respekt der Liga erspielt. Bis in die Crunchtime hatten die Balinger beide Topteams am Rande einer Niederlage. Kleinigkeiten haben in der Schlusssequenz jeweils den Ausschlag zugunsten des Gegners gegeben. Auch die beiden Spiele gegen den TVB Stuttgart und den Bergischen HC gingen erst in der Schlussphase ganz knapp verloren. „Es sind viele kleine Faktoren, die sich da zusammensetzen, dass wir am Ende leider immer wieder mit einem Tor verlieren“, meinte HBW-Coach Flohr im Rückblick auf die vier Niederlagen.

Konstruktive Trainingswoche trotz ungewohnter Spielpause

Die relativ lange spielfreie Zeit haben die Gallier daher genutzt, um ein paar Dinge zu analysieren und im Training anschließend intensiv umzusetzen. In dieser Hinsicht sei es eine konstruktive Zeit gewesen, meinte Flohr rückblickend. Mit der mehr als zweiwöchigen Zwangspause und der ungewöhnlichen Häufung von Heimspielen ist er ansonsten aber nicht so glücklich. Auf die aktuelle Serie von Heimspielen wird irgendwann eine Serie von Auswärtsspielen folgen. Die jetzige Konstellation empfindet Flohr als maximal unangenehm. Es sei eine große Herausforderung.

Nach dem Pokalaus ist Hannover auf Revanche aus

Eine große Herausforderung wird auch das Spiel am Montagabend gegen „Die Recken“. Nach der Pokalpleite vor drei Wochen gegen die Gallier kann man sich an zwei Fingern abzählen, mit welcher Einstellung die Niedersachsen am Montagabend in die MEY GENERALBAU ARENA einlaufen werden. Auf ihren Fahnen wird ganz groß Wiedergutmachung beziehungsweise Revanche stehen, wobei Wiedergutmachung relativ sein wird. Egal, wie das Spiel ausgeht – eine Rückkehr in den Pokalwettbewerb wird es für „Die Recken“ nicht mehr geben. Das haben ihnen die Gallier gründlich verdorben. Denen muss also niemand erklären, was auf sie zukommt. Es erwartet sie nicht nur eine hochkarätig mit Nationalspielern gespickte Mannschaft, sondern auch ein Team, das Recken-Trainer Juan Carlos Pastor nicht extra heiß machen muss. Da wird jeder Einzelne mit dem sprichwörtlichen Messer zwischen den Zähnen auf die Platte kommen und um jeden Ball, jedes Tor und jeden Zentimeter Boden fighten. Wer am Montagabend davon ausgeht, dass es einen ähnlichen Spielverlauf geben wird wie im Pokalspiel im vergangenen September, dürfte ziemlich sicher auf dem Holzweg sein.