Vorbericht des HBW-Pressedienstes
MIT SELBSTBEWUSSTSEIN IN DIE "WERNER-ASSMANN-HÖLLE" NACH EISENACH

Foto: Thomas Schips
Den Auftakt in die neue Saison in der OPEL Handball-Bundesliga kann man beim HBW Balingen-Weilstetten nicht anders als absolut gelungen bezeichnen. Bereits am Donnerstagabend geht es mit der nächsten, sehr anspruchsvollen Aufgabe aber schon wieder weiter. Um 20 Uhr werden die Schwaben in der berühmt-berüchtigten Werner-Aßmann-Halle vom ThSV Eisenach erwartet. Die Leitung der Partie haben die beiden Unparteiischen Robert Schulze und Tobias Tönnies (Biederitz/Magdeburg) aus dem internationalen Schiedsrichterkader des DHB.
Gelungener Start in die neue Saison
Die Spannung und Zuversicht waren groß vor dem ersten Spiel in der Beletage des deutschen Handballs nach zwei Jahren Zweitliga. Alle haben auf zwei Punkte gegen den Handball Club Hamburg gehofft, waren sich aber auch im Klaren darüber, dass die Hanseaten als Favorit in die Partie gehen würden. Dieser Rolle schien der HCH zu Beginn der Partie auch gerecht zu werden. Die Hamburger Führung hielt allerdings nicht lange. Die Gallier stellten eine bärenstarke Abwehr auf und spielten aus dieser heraus ihre Angriffe mit großer Zielstrebigkeit. Nach nur sieben Minuten übernahmen die Hausherren das Kommando auf der Platte, und nach einem 4:1-Lauf des Underdogs sah sich Gästetrainer Torsten „Toto“ Jansen erstmals gezwungen, den Auszeitbuzzer zu drücken. Viel geholfen hat es nicht.
Es ging zwar mit einem Gleichstand von 17:17 in die Kabinen zur Halbzeitpause, aber direkt mit Wiederbeginn der zweiten 30 Minuten machte die Flohr-Sieben da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatte: mit viel Tempo aus einer stabilen Abwehr heraus. Unterstützt wurden sie dabei von einem überragenden Torhüter, Daniel Rebmann, der vor allem immer dann zur Stelle war, wenn die Hamburger entweder in Überzahl oder aufgrund technischer Fehler auf Seiten der Hausherren die Möglichkeit hatten, ins Spiel zurückzukommen. Sukzessive bauten die Schwaben ihren Vorsprung aus, und daran änderten auch die emotionalen Auszeiten der Hanseaten und die Zornausbrüche von HCH-Coach Jansen überhaupt nichts. Am Ende stand ein deutlicher und hochverdienter 30:26-Erfolg.
Zwei Punkte für das große Ziel
Kleines Guddi obendrauf: Der Aufsteiger grüßt nach Abschluss des ersten Spieltages von Platz zwei der Tabelle in der stärksten Liga der Welt. Dass das alles nur eine Momentaufnahme ist, ist selbstverständlich allen bewusst, aber der Blick auf die Tabelle wird dem Selbstbewusstsein der Mannschaft sicher nicht schaden.
Für Chefcoach Matthias „Matti“ Flohr und alle Verantwortlichen im Hintergrund sind es zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bis der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist – ein anderes Saisonziel kann es für den Aufsteiger nicht geben –, braucht es noch einige Punkte dazu. Die nächste Möglichkeit dafür gibt es bereits am Donnerstagabend in Eisenach.
In Eisenach hängen die Trauben hoch
In der Werner-Aßmann-Hölle, wie die Heimspielstätte des ThSV auch genannt wird, hängen die Trauben allerdings ziemlich hoch. In kaum einer anderen Halle der Liga ist es für einen Gegner schwieriger zu spielen. Die Lautstärke ist von Anfang an ohrenbetäubend, die Anfeuerung von den Rängen an die eigene Mannschaft kennt keine Pause, und jede Entscheidung der Unparteiischen gegen die Hausherren wird mit Pfiffen und lautstarken Kommentaren quittiert.
Eisenach kratzt in Flensburg an der Sensation
Die Thüringer mussten am ersten Spieltag zwar eine Niederlage hinnehmen, aber was Urgestein Peter Walz und Co in Flensburg abgeliefert haben, war schon aller Ehren wert. Mit einem unglaublichen Kampfgeist haben sich die Wartburgstädter dem Starensemble der SG Flensburg/Handewitt entgegengestellt. Bis kurz vor Schluss schnupperte der Außenseiter beim Titelanwärter an einer Sensation und musste sich am Ende nur knapp mit 31:33 geschlagen geben. Trotz der Niederlage werden die Eisenacher also mit viel Selbstbewusstsein in die Partie gegen den schwäbischen Aufsteiger gehen.
Ein Bruder-Duell unter der Wartburg
Unter der Wartburg wird es übrigens mal wieder ein Bruder-Duell geben. Während Magnus „Mauni“ Grupe bekanntlich seit dem Frühjahr 2025 im Trikot der Gallier aufläuft, hat sein Bruder Mats zu Beginn dieser Saison bei den Thüringern angeheuert und steht dort zwischen den Pfosten.













