Vorbericht des HBW-Pressedienstes

NÄCHSTE HERKULESAUFGABE BEI DEN RHEIN-NECKAR-LÖWEN

Vor wenigen Tagen haben die Gallier am eigenen Leib verspürt, wie brutal und ungerecht Sport sein kann. Lange konnten sie allerdings den verlorenen Punkten nicht nachtrauern, denn schon am Freitagabend steht die nächste Herkulesaufgabe auf dem Spielplan. In der SAP-Arena in Mannheim treffen die Jungs von Trainer Matthias „Matti“ Flohr um 20 Uhr auf die Rhein-Neckar-Löwen. Die Partie steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Leonard Bona und Malte Frank (Remscheid / Radevormwald).

DIE LEISTUNG GEGEN MAGDEBURG MACHT MUT

Wenn man für ein verlorenes Spiel mit so viel Lob, Respekt und Hochachtung geradezu überschüttet wird, wie zuletzt der HBW Balingen-Weilstetten nach der bitteren Niederlage gegen den SC Magdeburg, dann hat man mit Sicherheit nicht viel falsch gemacht. Und so sah es auch Chef-Coach Matti Flohr direkt nach dem Schlusspfiff. „Wir haben in Abwehr, Angriff und Tempospiel ein wirklich überragendes Spiel gemacht und eine der besten Mannschaften der Welt immer wieder zur Verzweiflung gebracht“, fand Flohr großes Lob für seine Mannschaft.

DIE SENSATION LAG IN DER LUFT

Den 5:6-Rückstand zu Beginn der Partie haben die Balinger mit einem 3:0-Lauf gedreht und den haushohen Favoriten in die erste Auszeit gezwungen. Weder diese noch das zweite Timeout Sekunden vor dem Halbzeitpfiff haben dem SC Magdeburg geholfen, die Partie zu drehen. Bis weit in den zweiten Durchgang hinein lag der Underdog ständig in Front. Mitte der zweiten Hälfte gelang es dem SCM, das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen, aber nicht zu kontrollieren. Der Underdog schlug zurück und machte aus dem Zwei-Tore-Rückstand wieder eine 30:29-Führung. Bis in die vorletzte Spielminute lag die Sensation in der Luft, ehe die Crunchtime-Spezialisten zuschlugen. Zwei unglückliche Abschlüsse unter Zeitdruck, ein abgepfiffener Vorteil und schon war es passiert. Mit all seiner Routine, seiner internationalen Erfahrung und all seiner Kaltschnäuzigkeit packte der Meister die Gelegenheit beim Schopfe und entführte die zwei Punkte nach Sachsen-Anhalt. So brutal kann Sport sein.

VIEL LOB, ABER KEINE PUNKTE

Es gab am Montag wohl kaum eine Sportzeitung, eine Sportplattform oder eine Sportsendung, in der die Leistung und die unglückliche Niederlage der Gallier nicht erwähnt wurden. Selbst im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wurde am Montag über den HBW berichtet. Das ging und geht zwar alles runter wie Öl, am Ende aber zählen die Punkte und die gingen an den SCM. Das sind die Fakten und nur die entscheiden am Ende der Saison, ob der HBW den Klassenerhalt schafft oder nicht. Mit der Leistung und Moral wie gegen den SC Magdeburg können die Balinger aber noch für manche Überraschung sorgen und am kommenden Freitagabend bietet sich in der SAP-Arena bereits die nächste Gelegenheit.

DIE LÖWEN SIND DER KLARE FAVORIT

Auch in diesem Spiel muss man über die Rollenverteilung nicht lange diskutieren. Die Rhein-Neckar-Löwen sind ähnlich wie die Magdeburger der haushohe Favorit. Vielleicht ist die Rollenverteilung sogar noch deutlicher, weil die Löwen zusätzlich vor heimischem Publikum spielen. Da ändert auch der Blick auf die Tabelle nichts daran. Dort stehen die Gallier momentan auf Platz fünf und die Mannheimer mit 2:4 Punkten auf Platz elf. Aber mit Blick auf das Mannheimer Starensemble wird schnell klar, wer der Favorit sein wird. „Von den Ergebnissen sind wir nicht da, wo wir sein wollen. Da hätten wir schon gerne zwei Punkte mehr gehabt“, meinte der Löwen-Coach Maik Machulla im Rückblick auf die ersten drei Saisonspiele. „Und jetzt wollen wir immer besser in die Saison finden“, ergänzte er, was nichts anderes zu bedeuten hat, als dass er von seiner Mannschaft gegen den HBW Balingen-Weilstetten einen Sieg erwartet.

MIT BREITER BRUST NACH MANNHEIM

Einfach werden es die Schwaben den badischen Löwen allerdings nicht machen. Gegen den SCM gab es zwar keine Punkte, aber viel Selbstvertrauen und eine breite Brust. Und mit der werden Tobias Heinzelmann und Co. in der SAP-Arena auf die Platte gehen.