Spielbericht des HBW-Pressedienstes

HBW kann nicht über die ganze Distanz mithalten

Im Spiel des HBW Balingen-Weilstetten gegen den HSV Handball gehen die Gäste nach einer packenden ersten Halbzeit (13:16) letztendlich als verdienter Sieger vom Platz. 29:34 hieß es nach 60 Spielminuten. Vor allem in der zweiten Hälfte leisteten sich die Gallier von der Alb zu viele einfache Fehler, die der HSV gnadenlos ausnutzte. In den ersten 30 Minuten war es eine ausgeglichene und hart umkämpfte Partie, in der die Gallier über weite Strecken führten. Erst kurz vor dem Seitenwechsel schlichen sich die Gäste davon. Spielentscheiden waren dann die ersten Minuten in Halbzeit Zwei: Der HBW war inkonsequent im Abschluss und die Hamburger kamen hellwach aus der Kabine. Der bestehende Rückstand wuchs an. Der HSV bewies seine Klasse und verwaltete den Vorsprung bis zum Ende.

Anfangsphase gehört den Hausherren

Auf Seiten des HBW erwischte Roland Schlinger einen optimalen Start. Gleich die ersten zwei Versuche des Ösi-Bombers landeten im Tor des HSV. Als dann Nikolas Katsigiannis den zweiten Angriff verhinderte, traf Christoph Theuerkauf nach schönem Anspiel vom Kreis zum 3:1. Die Katze schnappte sich auch den dritten Wurfversuch der Gäste. Im Gegenzug entdeckte Felix König eine große Lücke in der gegnerischen Abwehr und nutzte die Chance zum 4:1, obwohl zu dieser Zeit nur drei Balinger auf der Platte standen, weil Trainer Brack eigentlich wechseln wollte. Für den HBW lief es in der Offensive optimal, aus sechs Angriffen resultierten sechs Tore. Erst Manuel Liniger vergab in der 9. Minute einen Tempogegenstoß und im Anschluss einen Siebenmeter. Dennoch führte der HBW nach zehn Minuten mit 7:4.

Nachdem Wolfgang Strobel für zwei Minuten von der Platte musste, fanden die Gäste besser ins Spiel. Die Gallier von der Alb hatten drei Angriffe in Folge ohne Erfolg. Das nutzte der Champions League Sieger eiskalt zum 7:7-Ausgleich aus. Kurz darauf verlor der HBW in der Offensive den Ball. Weil Brack mit dem siebten Feldspieler agieren ließ, stand das Tor für den HSV zum 8:7-Führungstreffer leer. Zunächst entwickelte sich dann eine ausgeglichene Partie. Kurz darauf musste Mannschaftskapitän Strobel aber bereits zum zweiten Mal wegen einer Zweiminutenstrafe von der Platte. Als diese abgelaufen war erwischte es Dragan Tubic, der nach langer Verletzungszeit wieder für den HBW auflaufen konnte. Die vier Minuten Unterzahl unterstanden die Hausherren gut. Neun Minuten vor der Halbzeitpause stand es 10:10.

Zur Halbzeit bleibt der HBW dran

Die Abwehr des HBW ging beherzt zu Werk und machte es dem HSV zu keinem Zeitpunkt in der ersten Hälfte einfach. Die Gäste waren gezwungen die Angriffe lange auszuspielen und kamen öfters ins Zeitspiel. Die Katze im Tor des HBW parierte in diesen Momenten zwar die eine oder andere Chance, allerdings versäumten es die Gallier im eigenen Angriff regelmäßig nachzuziehen. So gelang den Gästen vier Minuten vor dem Seitenwechsel die erste Drei-Tore-Führung der Partie. In Überzahl spielend traf Schlinger in der 29. Minute nur den Pfosten. Im Gegenzug erzielte der HSV das 12:16. Es blieben noch 14 Sekunden für den HBW den Rückstand noch einmal zu verkürzen. Brack nahm die Auszeit. Kai Häfner versuchte einen Kempa-Pass auf Florian Billek. Dieser wurde schon beim Absprung behindert, sodass die Schiedsrichter mit der Halbzeitsirene dem HBW einen Siebenmeter zusprachen. Martin Strobel nutzte die Chance zum 13:16.

Anders als zu Beginn der ersten Hälfte kamen die Hamburger nach dem Seitenwechsel hellwach aus der Kabine. Gleich die ersten zwei Angriffe nutzte der HSV zur 13:18-Führung. Erst daraufhin traf Martin Strobel und verkürzte den Rückstand auf vier Tore. Daraufhin parierte Matthias Puhle – inzwischen für Katsigiannis im Kasten des HBW – seinen ersten Ball. Im Gegenzug hatte Liniger per Siebenmeter die Chance weiter zu verkürzen, Johannes Bitter im Tor der Gäste hielt aber. Nach sieben Minuten in der zweiten Spielhälfte hatte die Mannschaft von Dr. Rolf Brack den Faden verloren. In der Offensive gingen die Bälle zu einfach verloren und in der Abwehr fanden die Schwaben keinen Zugriff mehr gegen stark aufspielende Hamburger. So verteidigten die Gäste ihren komfortablen Vorsprung. 15 Minuten vor dem Ende stand es 20:26.

HSV zu stark in Halbzeit Zwei

Der HBW wollte sich bis zuletzt nicht aufgeben. Die Gäste aus der Hansestadt spielten aber clever und verwalteten den Vorsprung. Als die Katze im Tor des HBW, Matthias Puhle fand nicht zu seiner Leistung und wurde wieder ausgewechselt, zwei Paraden in Folge zeigte, keimte bei den Zuschauern nochmal Hoffnung auf. Der HSV war an diesem Abend zu abgeklärt und behielt in den entscheidenden Momenten die Oberhand. Der Vorsprung wollte aus Sicht der Gastgeber einfach nicht schmolzen. Zwar wollte Brack knapp sechs Minuten vor der Schlusssirene nach einer Auszeit noch einmal alles in die Waagschale werfen, der HSV spielte die Partie aber abgeklärt zu Ende und ging letztendlich beim Stand von 29:34 als verdienter Sieger vom Platz.

Die Mannschaften
HBW:
Matthias Puhle, Nikolas Katsigiannis; Fabian Böhm (2), Felix König(2), Dragan Tubic, Frank Ettwein (2), Roland Schlinger (4), Wolfgang Strobel (3), Christoph Theuerkauf (5/1), Daniel Wessig, Martin Strobel (4/2), Kai Häfner (2), Florian Billek (4), Manuel Liniger (1/1)

HSV: Johannes Bitter (1), Marcus Cleverly; Stefan Schröder, Domagoj Duvnjak (2), Torsten Jansen, Blazenko Lackovic (1), Matthias Flohr (2), Joan Canellas Reixach (4), Henrik Toft Hansen (2), Petar Djordjic, Hans Lindberg (10/3), Kentin Mahé (2), Pascal Hens (3), Adrian Pfahl (2), Zarko Markovic (5)

Zeitstrafen: HBW 3 – HSV 4

Siebenmeter: HBW 4/7 – HSV 3/4

Nächste Spiel:
Bergischer HC gegen HBW Balingen-Weilstetten am Samstag, 05. Oktober, um 19.00 Uhr in der SG.Klingenhalle in Solingen.

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