Vorbericht des HBW-Pressedienstes
DIE HEISSE PHASE BEGINNT - GALLIER ZU GAST BEIM ALTMEISTER TUSEM ESSEN

Im Hinspiel feierten die Gallier gegen Essen mit 43:26 ein Torefestival. So einfach wird es der Altmeister dem HBW am Freitagabend sicher nicht machen.
Foto: © Thomas Schips
Am 27. Spieltag vom Saisonendspurt zu sprechen, ist vielleicht noch ein bisschen verfrüht, aber wenn nur noch acht Spieltage auf dem Programm stehen, ist zumindest die heiße Phase der Saison eingeläutet! Mannschaften, die sich jetzt einen Ausrutscher erlauben, haben nur noch wenige Chancen, diesen wieder wettzumachen. Dessen sind sich auch die Gallier bei ihrer Auswärtsreise zum TUSEM Essen sehr wohl bewusst, wenn am Freitagabend bereits um 19:00 Uhr der Anpfiff in der Sporthalle „Am Hallo“ ertönt. Geleitet wird die Partie von den beiden Unparteiischen Moritz Hartmann und Nils Hennekes (Dortmund / Gütersloh) aus dem DHB-Bundesligakader.
ARBEITSSIEG GEGEN OPPENWEILER/BACKNANG
Mit dem achten Sieg in Folge hat der HBW Balingen-Weilstetten am vergangenen Osterwochenende gegen den HC Oppenweiler/Backnang seinen Vier-Punkte-Vorsprung in der Tabelle auf Elbflorenz erfolgreich verteidigt. So souverän, wie sich das Endergebnis von 34:26 allerdings liest, war der Verlauf des Spiels jedoch nicht. Während die Jungs von Chef-Trainer Matthias „Matti“ Flohr im ersten Durchgang über weite Strecken alles im Griff hatten, kamen sie im zweiten Abschnitt heftig ins Straucheln. Unkonzentrierte Abschlüsse, leichtfertige Ballverluste und drei, vier strittige Entscheidungen gegen die Gallier sorgten dafür, dass der Tabellenletzte plötzlich eine Chance witterte. Der deutliche Vorsprung des HBW schrumpfte auf nur noch drei Treffer zusammen. „Da haben wir einfach zu viel liegen gelassen. Ich muss meiner Mannschaft aber zugutehalten, dass sie nach dem Anschlusstreffer nochmals richtig am Kabel gezogen hat“, meinte Matti Flohr in der abschließenden Pressekonferenz. Vor allem sein Top-Torschütze Sascha Pfattheicher zeigte sich abgeklärt und treffsicher. Von Rechtsaußen netzte er erfolgreich zum 24:21 ein, stibitzte den Gästen nur Sekunden später bei einem Querpass den Ball und erhöhte auf 25:21. Spätestens nach seinem 200. Saisontreffer zum 29:23 war der Tabellenzweite wieder auf Kurs.
ESSEN MIT RÜCKENWIND AUS DEM BIETIGHEIM-COUP
Fehler wie gegen den Tabellenletzten sollten die Gallier am kommenden Freitagabend gegen den TUSEM Essen möglichst vermeiden. Der Altmeister steht in der Tabelle mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze zwar scheinbar mit dem Rücken zur Wand, zeigte aber in den letzten Begegnungen eine deutliche Formsteigerung. Als Beispiel dafür sollten sich die Balinger das letzte Heimspiel der Essener gegen den aktuellen Tabellenführer Bietigheim ganz genau anschauen. Möglicherweise haben die Bietigheimer den Altmeister etwas unterschätzt und mussten am Ende froh sein, dass sie mit einem blauen Auge und einem glücklichen 33:33-Remis die Heimreise antreten konnten. „Wir sind in das Spiel hineingegangen und wollten es gewinnen. Wir wussten natürlich, dass der Tabellenführer schwer zu schlagen sein wird. Aber es war sofort die Hitze da, das ganze Team war da und dann war es einfach nur ein Rausch. Wir nehmen auf jeden Fall Rückenwind für die nächsten Spiele mit“, meinte Essens Torhüter Finn Knaack, der mit 15 Paraden maßgeblichen Anteil am Remis hatte.
Tabellensituation hat keine Aussagekraft
Die Gallier sind also gewarnt. Die Tabelle hat wieder einmal überhaupt keine Aussagekraft für eine Prognose zum Spielausgang. Aufgrund der Tabellensituation werden die Schwaben als Favorit in den Ruhrpott fahren. Um aber dieser Favoritenrolle gerecht zu werden, müssen sie alles, was sie haben, in die Waagschale werfen. Nur an die Schmerzgrenze zu gehen, wird nicht reichen. Sie müssen über die Schmerzgrenze hinaus und im Angriff dahin, wo es wehtut. Essen braucht die Punkte im Kampf um den Klassenerhalt genauso dringend wie der HBW zur Verteidigung des Aufstiegsplatzes. Für Spannung ist auf jeden Fall gesorgt.













