Vorbericht des HBW-Pressedienstes

PFLICHTAUFGABE MIT STOLPERPOTENZIAL BEI DEN SEIDENSTÄDTERN

Im vorletzten Auswärtsspiel der Saison wartet auf die Gallier eine vermeintliche Pflichtaufgabe mit hohem Stolperpotenzial. Am kommenden Sonntag gastiert der HBW beim Aufsteiger HSG Krefeld Niederrhein. Während die Balinger den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga weiterhin fest im Blick haben, kämpfen die Hausherren mit dem Rücken zur Wand um den Klassenerhalt – und ließen erst kürzlich als „Favoritenschreck“ aufhorchen. Spielbeginn in der Glockenspitzhalle ist um 17 Uhr unter der Leitung von Thomas Hörath und Timo Hofmann (Zirndorf / Kürnach).

Ende der Siegesserie gegen kampfstarke Dormagener

Nach elf Siegen in Folge ist am vergangenen Sonntag die Serie der Gallier gerissen. Ausgerechnet gegen den TSV Bayer Dormagen, den Ex-Klub von HBW-Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr, reichte es nur zur Punkteteilung. Dabei hatte Flohr noch vor der Partie eindringlich vor den Rheinländern gewarnt: Wenn der Werksklub sein Potenzial auf die Platte bringt, ist er in der Lage, jede Mannschaft der Zweiten Liga zu ärgern – und genau das ist dem TSV in Balingen gelungen. Über 60 Minuten nahezu fehlerfrei agierend, hatten die Gäste den Favoriten am Rande einer Niederlage. Die Balinger selbst konnten dem Spiel nur ganz selten ihren Stempel aufdrücken. Lediglich zu Beginn der zweiten Hälfte hatte es den Anschein, als könnten die Gallier das Spiel unter Kontrolle bringen. Beim 20:16 in der 35. Spielminute schien alles für den HBW zu laufen, aber Dormagen kämpfte sich zurück, glich das Ergebnis wieder aus und lag kurz vor dem Schlusspfiff sogar mit 32:31 in Führung. „Am Ende ist es ein leistungsgerechtes Unentschieden“, konstatierte HBW-Coach Flohr in der abschließenden Pressekonferenz. Seine Mannschaft habe an diesem Tag erstmals seit Wochen nicht nachweisen können, klar besser zu sein: „Wir konnten heute zum ersten Mal seit zwölf Spielen nicht zeigen, dass wir besser sind als der Gegner.“

Krefelder Achtungserfolg als deutliches Warnsignal

Dennoch konnten die Gallier ihren Vorsprung auf den Drittplatzierten Elbflorenz Dresden weiter ausbauen. Die Sachsen hatten nämlich ihre „Pflichtaufgabe“ zwei Tage zuvor in den Sand gesetzt. Ausgerechnet gegen den Abstiegskandidaten Krefeld Niederrhein verlor Elbflorenz zu Hause mit 27:28. Das sollte den Galliern im Vorfeld der Partie Warnung genug sein. Wer auswärts gegen eine Spitzenmannschaft wie Dresden gewinnen kann, der kann auch zu Hause gegen den Tabellenzweiten punkten. Mit ihrem fast sensationellen Sieg in Sachsen hat Krefeld die Abstiegsränge vorerst verlassen, weist aber nur einen Zähler Vorsprung auf den Altmeister TUSEM Essen auf. Die Rheinländer werden gegen die Gallier also alles in die Waagschale werfen, um diesen Vorsprung zu wahren – oder bestenfalls auszubauen.  

Der HBW selbst könnte auf der anderen Seite mit einem Erfolg einen weiteren, ganz großen Schritt in Richtung Beletage des deutschen Handballs machen.

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