Spielbericht des HBW-Pressedienstes
ERSTES ENDSPIEL ERFOLGREICH ABSOLVIERT: DIE GALLIER BLEIBEN AUF KURS

Yonatan Dayan war von der Hagener Defensive kaum zu bremsen und glänzte im Angriffsspiel als achtfacher Torschütze und Vorbereiter.
Foto: ©Thomas Schips
Das erste seiner drei Endspiele, die der bereits als Aufsteiger feststehende HBW Balingen-Weilstetten bis zum Griff nach der Meisterschale am Ende der Saison noch vor sich hat, haben die Schwaben erfolgreich absolviert. Der Tabellenfünfte, der sich Chancen ausgerechnet hatte und aus der MEY GENERALBAU ARENA etwas Zählbares mitnehmen wollte, musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. Der 40:29 (18:13)-Erfolg der Gallier war auch in der Höhe verdient.
Blitzstart trotz Personalsorgen
Der VfL Eintracht Hagen wollte in Balingen keine Geschenke verteilen. VfL-Trainer Pavel Prokopec hatte sich einiges ausgerechnet. „Ich traue uns dort etwas zu“, meinte der Eintracht-Coach im Vorfeld der Partie, musste aber schon kurz nach Beginn des Spiels feststellen, dass in der Balinger MEY GENERALBAU ARENA die Trauben für seine Mannschaft ziemlich hoch hängen. Bevor seine Jungs so richtig im Spiel angekommen waren, lagen sie bereits mit 4:1 zurück. Und das, obwohl die Hausherren im vorletzten Heimspiel auf Mannschaftskapitän Tobias Heinzelmann, Mex Raguse und Bennet Strobel verzichten mussten.
Gästecoach Prokopec justierte frühzeitig nach. Er griff zum taktischen Mittel des siebten Feldspielers anstelle des Torhüters und sorgte damit in der Gallier-Abwehr immer wieder für Verwirrung. „Wir hatten immer wieder Probleme mit dem Sieben-gegen-Sechs“, meinte HBW-Coach Matthias „Matti“ Flohr in der abschließenden Pressekonferenz, lobte aber gleichzeitig seine Jungs dafür, dass sie immer wieder Lösungen gefunden haben.
Vier Rückraumspieler wirbeln die Eintracht-Abwehr durcheinander
Das Problem der fehlenden Kreisläufer – nach dem Ausfall von Heinzelmann und Strobel stand nur noch Stefan Bauer zur Verfügung – lösten die Gallier im Angriff mit vier Rückraumspielern. Das funktionierte überragend. Die Gäste konnten nach der deutlichen HBW-Führung zwar kurzfristig zum 6:6 ausgleichen, aber die Hausherren hielten an ihrem Konzept fest. Sie ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und konnten sich nach dem 11:11-Ausgleich in der 21. Spielminute wieder Tor um Tor absetzen. Mit einer deutlichen 18:13-Führung ging es schließlich in die Kabinen zur Halbzeitpause.
Mit dem Daumen fest auf der Partie zur Zehn-Tore-Führung
Nach dem Seitenwechsel machten die Gallier da weiter, wo sie vor dem Pausenpfiff aufgehört hatten. Als beim Stande von 26:17 in der 39. Spielminute der erste Zehn-Tore-Rückstand drohte, drückte der Eintracht-Coach den Auszeitbuzzer. Mit neuen taktischen Anweisungen schickte er seine Jungs zurück auf die Platte, aber viel geändert hat sich danach nichts. Der HBW hatte den Daumen fest auf der Partie. Auch in Unterzahl ließen sich die Schwaben nicht aus dem Tritt bringen. Nach einer Parade des starken Balinger Keepers Daniel Rebmann machte Kreisläufer Stefan Bauer, nach einem überragenden Anspiel von Yonatan Dayan, den HBW-Vorsprung zweistellig. Spätestens als die 30:20-Führung in der 45. Spielminute auf der Anzeigentafel aufleuchtete, war die Vorentscheidung gefallen.
Yonatan Dayan macht den Deckel auf eine überragende Partie
Dem ganz stark aufspielenden Yonatan Dayan, der es am Ende auf insgesamt acht Treffer sowie acht weitere Anspiele brachte, die seine Mitspieler erfolgreich verwerteten, war es vorbehalten, mit seinem Treffer zum 34:23 in der 50. Spielminute den Deckel auf die Partie zu schrauben. Der Tabellenfünfte versuchte bis zum Schlusspfiff, das Ergebnis halbwegs im Rahmen zu halten, musste am Ende aber eine deutliche 40:29-Niederlage zur Kenntnis nehmen.
Trainerstimmen
„Das war eine unserer schlechtesten Leistungen, zumindest was die Abwehr anbelangt, in dieser Saison. Wir müssen ehrlich sein, heute waren wir viel schlechter und haben deshalb auch verdient verloren“, meinte ein sichtlich enttäuschter VfL-Trainer nach dem Schlusspfiff. Sein Gegenüber, HBW-Coach Matti Flohr, war mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als zufrieden: „Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft. Die Jungs haben eine überragende Leistung gezeigt und einfach da weitergemacht, was uns so stark macht.“
Die Mannschaften
HBW Balingen-Weilstetten: Daniel Rebmann, Magnus Bierfreund, Benedek Nagy (TW); Tim Ruggiero-Matthes 2, Elias Huber 3, Magnus Grupe 4, Merlin Fuß 4, Tim Grüner 3, Till Wente 3, Elias Fügel 2, Sascha Pfattheicher 1/1, Yonatan Dayan 8, Csaba Leimeter 4, Georg Pöhle 3, Stefan Bauer 3;
VfL Eintracht Hagen: Pascal Bochmann, Dennis Wipf (TW); Tim Düren 1, Pouya Norouzinezhad 2, Tilman Pröhl 2, André Alves1, Niclas Pieczkowski 1, Jannik Mielke 2, Benedikt Israel 1, Philip Jungemann 3, Moritz Bökenkam, Linus Kutz 5, Josip Jukic 1, Luca Richter 2, Pierre Busch 6/4, Jan von Boenigk 2;













