Vorbericht des HBW-Pressedienstes
Gallier reisen selbstbewusst zum TV Großwallstadt

Die Lage im Kader bleibt angespannt. Deshalb wird Yonatan Dayan auch in Großwallstadt erneut die Hauptlast in der Rückraummitte schultern müssen.
Foto: © Thomas Schips
Seit fünf Spieltagen ist der HBW Balingen-Weilstetten in der 2. Handball-Bundesliga ungeschlagen und hat sich damit bis auf den zweiten Tabellenplatz hochgearbeitet. Diesen gilt es am kommenden Samstag in der Untermainhalle gegen den TV Großwallstadt zu verteidigen. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. Die Partie beim Tabellenachten steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Konrad Gimmler und Jannik Rips (Magdeburg / Stendal) aus dem Eliteanschlusskader des DHB.
Gallier mit Rückenwind nach intensiver Woche
Rückblickend war es eine englische Woche, die es in sich hatte. Erst mussten die Gallier beim Liga-Neuling HC Oppenweiler/Backnang auf die Platte. Das württembergische Derby war am Ende zwar eine deutliche Angelegenheit für die Gallier, aber Oppenweiler hielt über weite Strecken stark dagegen – ein Spaziergang war es nicht. Am Mittwoch folgte dann das Highlight gegen den deutschen Rekordmeister THW Kiel. Die Mannschaft von HBW-Trainer Matthias „Matti“ Flohr verlor das Achtelfinale im DHB-Pokal zwar mit 36:41 und schied damit aus dem Pokalwettbewerb aus, lieferte dem Starensemble aus dem hohen Norden aber einen großen Kampf. Der Pokalverteidiger musste sich mächtig strecken, lag nach 40 gespielten Minuten sogar mit zwei Toren im Hintertreffen und bekam in der ausverkauften „Hölle Süd“ in Balingen nichts geschenkt. Die Gallier wurden mit Standing Ovations von den Fans verabschiedet und hatten anschließend nur drei Tage Zeit, sich zu regenerieren und auf das nächste Heimspiel vorzubereiten.
Kräftezehrende Tage – und ein neuer Rekord gegen Essen
In dieser knapp bemessenen Zeit fand der HBW-Coach nicht nur das richtige Timing, sondern auch die passenden Worte und die richtige Taktik. Ohne sechs Stammkräfte – es fehlten Elias Huber, Magnus Grupe, Merlin Fuß, Bennet Strobel, Elias Fügel und Tim Ruggiero-Matthes – hatten die Balinger gegen den Altmeister TUSEM Essen nur in der Anfangsphase einige Probleme. Einmal im Spiel angekommen, legten Mannschaftskapitän Tobias Heinzelmann und seine Mitspieler ein Tempo auf die Platte, dem Essen nichts mehr entgegensetzen konnte. Mit 43:26 wurden die Westdeutschen regelrecht von der Platte gefegt.
Großwallstadt mit stabilem Lauf und Heimstärke
Auf den Erfolgen der englischen Woche können sich die Gallier allerdings nicht ausruhen. Bereits am Samstagabend wartet in Unterfranken eine ungleich schwierigere Aufgabe als zuletzt in Oppenweiler oder zu Hause gegen Essen. Der TV Großwallstadt spielt im Vergleich zur Vorsaison eine sehr solide Runde. Mit 11:9 Punkten halten sich die Mainfranken im gesicherten Mittelfeld und sind gar nicht so weit von den Topteams entfernt. Letzte Saison sah das noch ganz anders aus. Damals kämpfte die Mannschaft lange gegen den Abstieg. Kurz vor der Winterpause nahmen die Verantwortlichen einen Trainerwechsel vor: André Lohrbach übernahm die Verantwortung und schaffte mit dem TVG gerade noch den Klassenerhalt. In dieser Saison zeigt der ehemalige Europapokalsieger der Landesmeister ein ganz anderes Gesicht. Beim Tabellenführer Eintracht Hagen unterlag Großwallstadt erst in den Schlusssekunden mit 39:40. Bei etwas mehr Glück und Cleverness wäre durchaus mehr möglich gewesen. Bei eigenem Ballbesitz hatten die Unterfranken noch zehn Sekunden Zeit, um den möglichen Ausgleich zu erzielen, verloren jedoch im Hexenkessel der Hagener Halle den Überblick und scheiterten schließlich mit einem Freiwurf. „Mit etwas Glück nehmen wir einen Punkt mit, wenn wir die letzte Situation etwas schlauer ausspielen“, analysierte TVG-Trainer Lohrbach nach dem Schlusspfiff, zeigte sich aber dennoch mit der Mentalität, Einstellung und der Angriffsleistung seiner Jungs sehr zufrieden.
Ein harter Fight in der Untermainhalle erwartet
Vor heimischem Publikum will sich der TVG gegen die Gallier nun cleverer verhalten, und mit den Fans im Rücken sollen die Punkte in der Untermainhalle bleiben. Man darf also gespannt sein, ob es dem HBW gelingt, seinen zweiten Tabellenplatz zu verteidigen, oder ob der TVG die Oberhand behält. Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall auf einen heißen und intensiven Fight einstellen. Dass die Wallstädter in der Abwehr keine Kinder von Traurigkeit sind, zeigt übrigens ein Blick auf die Statistik: Die Zeitstrafen-Tabelle führt der TVG souverän an.













