Spielbericht des HBW-Pressedienstes

GALLIER ERKÄMPFEN AUSWÄRTSSIEG IN EINER HITZIGEN PARTIE IN GROSSWALLSTADT

Auch in Großwallstadt konnten die Gallier die verletzungsbedingten Ausfälle erneut kompensieren und am Ende mit den zahlreich mitgereisten Fans einen verdienten 34:30(16:14)-Auswärtserfolg feiern. Bis die zwei Punkte allerdings unter Dach und Fach waren, war es gegen einen unangenehmen und schwer auszurechnenden Gegner ein hartes Stück Arbeit. 

„Wir freuen uns über die zwei Punkte nach einer unfassbar hitzigen Partie mit sehr vielen Entscheidungen, die auf beiden Seiten für Schwierigkeiten gesorgt haben, sich auf das Spiel einzustellen“, atmete HBW-Geschäftsführer Axel Kromer nach dem Schlusspfiff erst einmal durch. Er war froh, dass die Mannschaft der Gallier einige sehr gute Phasen in der Partie hatte. „In denen konnten wir uns immer etwas absetzen und in den schlechteren Phasen davon profitieren.“ Gleichzeitig betonte Kromer, dass sein Team im Abschluss nicht die Konsequenz der letzten Wochen gezeigt habe. Deshalb sei es bis zum Schluss ein Kampf und eine echte Zitterpartie gewesen.

Starkem Beginn folgt der Bruch 

Dabei sah es zu Beginn für die Jungs von Trainer Matthias „Matti“ Flohr richtig gut aus. Torhüter Mateusz Kornecki parierte den ersten Wurf des Altmeisters, und im Gegenzug traf Tim Grüner nach einem sehenswerten Rückhandanspiel von Mex Raguse zum 1:0. Der Linksaußen war es auch, der nach einem verwandelten Strafwurf von Sascha Pfattheicher auf 3:1 erhöhte. Georg Pöhle legte zum 4:1 nach, und nach dem 5:1 – erneut durch Pfattheicher – schien der HBW alles im Griff zu haben. Genau das schien sich jedoch auch in den Köpfen der Spieler festzusetzen, denn plötzlich ließen sie die von Axel Kromer angesprochene Konsequenz vermissen. Stefan Bauer setzte einen Ball vom Kreis so hart auf, dass er vom Boden über die Latte sprang, Pfattheicher scheiterte mit Dreher am TVG-Keeper, und Raguse knallte den Ball nach einem Tempogegenstoß ebenfalls nur an die Latte. Dass der HBW trotz dieser Fehlversuche immer noch mit vier Toren führte, lag einerseits an den Paraden von Kornecki und andererseits daran, dass den Hausherren immer wieder technische Fehler unterliefen.

Fehlwürfe holen TVG ins Spiel zurück 

Nach einer frühen Auszeit von TVG-Trainer André Lohrbach bekam seine Mannschaft in der Abwehr zunehmend Zugriff auf den Balinger Angriff. Weil der Rückzug nun konsequenter und schneller war, gelang es dem TVG, das Tempo der Gallier zu auszubremsen. Als HBW-Kapitän Tobias Heinzelmann für zwei Minuten auf die Bank musste, nutzten die Gastgeber die Gelegenheit zu einem 3:0-Lauf. Beim 11:9 waren nicht nur die TVG-Fans auf Betriebstemperatur – auch HBW-Trainer Flohr hatte genug gesehen. Er zeigte sich mit der Angriffsleistung alles andere als zufrieden und fand dafür in der Auszeit dann auch deutliche Worte. Verbesserungen blieben jedoch aus, und am Ende musste man froh sein, die 16:14-Führung in die Pause gerettet zu haben.

Ausgleich nach der Pause – Kornecki verhindert Rückstand 

Zurück auf der Platte machten die Gallier zunächst da weiter, wo sie aufgehört hatten. Pfattheicher traf aus schwierigem Winkel nur die Latte, und im Rückzug kassierte Mex Raguse eine der fragwürdigen Zeitstrafen. Gut, dass Kornecki weiterhin stark hielt. Trotzdem konnte er nicht verhindern, dass der TVG in der 37. Minute zum 18:18 ausgleichen konnte. Was er allerdings erfolgreich verhindern konnte, war eine Führung der Unterfranken. So blieb es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis in die Crunchtime. Dort hatten die Gallier schließlich den längeren Atem und die Cleverness, um die Partie erfolgreich über die Bühne zu bringen.

Crunchtime-Qualitäten entscheiden das Spiel 

Nach einer Auszeit von Matti Flohr traf Raguse in der 54. Minute zum 28:25 und legte wenig später das 29:25 nach. Kurz darauf sah er nach seiner dritten – erneut sehr fragwürdigen – Zeitstrafe die Rote Karte. Seine Teamkollegen ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und brachten den von ihm herausgeworfenen Vorsprung souverän über die Zeit. Am Ende durften die Gallier einen hart erkämpften, aber verdienten 34:30-Auswärtssieg feiern. 

Die Mannschaften

TV Großwallstadt: Jan Steffen Minerva, Stefan Hanemann (TW); Moritz Klenk 1, Patrick Gempp 5, Florian Eisenträger 3, Sebastian Trost 2, Finn Wullenweber 3, Ben Connar Battermann 2, Mario Stark 2, Axel Skaarnäs 7, Maxim Schalles 5/5;
HBW Balingen-Weilstetten: Mateusz Kornecki, Benedek Nagy (TW); Tim Ruggiero-Matthes, Mex Raguse 4, Tim Grüner 5, Till Wente, Lars Bänsch, Mischa Locher, Felix Eisele 1, Tobias Heinzelmann 7, Sascha Pfattheicher 11/7, Yonatan Dayan 1, Csaba Leimeter 1, Georg Pöhle 2, Stefan Bauer 2;

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