Vorbericht des HBW-Pressedienstes
HISTORISCHES GIPFELTREFFEN UM DIE MEISTERSCHAFT IN BALINGEN

Neben dem Kampf um die Zweitligameisterschaft steht für die Gallier auch noch die Revanche für die Hinspielniederlage im Fokus.
Foto: ©Thomas Schips
Am kommenden Samstag, den 6. Juni 2026, kommt es in der Balinger MEY GENERALBAU ARENA zu einem in dieser Form noch nie dagewesenen Saisonfinale der 2. Handball-Bundesliga. Um 18:00 Uhr empfängt der Tabellenzweite HBW Balingen-Weilstetten den aktuellen Spitzenreiter SG BBM Bietigheim zum direkten Duell um die Zweitligameisterschaft. Geleitet wird die hochkarätige Partie von den Unparteiischen Lukas und Robert Müller (Neubrandenburg / Potsdam). Das erfahrene Brüderpaar aus dem DHB-Bundesligakader soll für die nötige Souveränität in diesem emotionalen Spitzenspiel sorgen.
Seit der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga zur Saison 2011/12 gab es eine solche Konstellation am letzten Spieltag noch nie: Erstmals machen die beiden Top-Teams der Liga den Meistertitel in einem direkten Aufeinandertreffen im sechzigminütigen Showdown unter sich aus. Während den Gästen aus Bietigheim aufgrund der Tabellenführung bereits ein Unentschieden zum Titelgewinn reicht, können die Gastgeber aus Balingen mit einem Heimsieg an den Gästen vorbeiziehen und sich die Meisterschale sichern. Beide Mannschaften stehen bereits als Aufsteiger in die 1. Bundesliga fest.
DER GEGNER: SOUVERÄNER WIEDERAUFSTIEG UND REICHLICH BALINGER VERGANGENHEIT
Die SG BBM Bietigheim reist mit der Empfehlung einer beeindruckenden Dominanz nach Balingen. Nur ein Jahr nach dem bitteren Abstieg machten die Schützlinge von Cheftrainer Iker Romero die Rückkehr ins Oberhaus – ab dem 1. Juli offiziell die OPEL Handball-Bundesliga – bereits vorzeitig perfekt. Ein Hauptgrund für diesen Erfolg war die personelle Kontinuität: Der Kader blieb nach dem Abstieg fast vollständig identisch. Obwohl Bietigheim die Tabelle über die gesamte Saison hinweg am längsten anführte, blieb ihnen der inoffizielle Titel des „Herbstmeisters“ verwehrt. Ihre Vormachtstellung unterstrich die Spielgemeinschaft dennoch durch Highlights wie das jüngste 29:29-Unentschieden im Topspiel gegen den 1. VfL Potsdam, bei dem Nachverpflichtung Maxim Orlov mit sieben Toren einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte.
Besondere Brisanz erhält das Finale durch die personellen Verknüpfungen: Mit Rechtsaußen Moritz Strosack, Juan de la Peña und Kreisläufer Fabian Wiederstein stehen gleich drei Akteure mit tief verwurzelter HBW-Vergangenheit im Bietigheimer Aufgebot. Wiederstein, der von 2013 bis 2018 zunächst für die Jung-Gallier und nach einer zweijährigen Station bei der HSG Konstanz von 2020 bis 2022 für die Balinger Bundesligamannschaft auflief, führt die SG mittlerweile als Kapitän aufs Feld. Er kehrt nun als Anführer zum Titel-Showdown in sein ehemaliges Wohnzimmer zurück. Bitter für die Gäste: Spielmacher Juan de la Peña ist an seiner alten Wirkungsstätte aufgrund einer Verletzung zum Zuschauen verdammt.
DER HBW: MIT REKORDSERIE UND TEAMGEIST ZUM REVANCHE-SHOWDOWN
Während die Gäste die Liga über weite Strecken anführten, haben sich die Gallier dieses Endspiel nach einer fulminanten Rückrunde verdient. Nach einem größeren Umbruch im Sommer fand sich die Mannschaft unter Cheftrainer Matthias „Matti“ Flohr bemerkenswert schnell – auch, weil das Gefüge menschlich perfekt harmoniert. Für das Finale bringt das Duell eine ganz besondere sportliche Pointe mit sich: Zum Ende der Hinrunde stand der HBW ein einziges Mal an der Tabellenspitze, ehe man den Platz an der Sonne ausgerechnet durch eine 32:27-Niederlage im Hinspiel an Bietigheim verlor.
Seit der Heimniederlage gegen Potsdam zum Rückrundenauftakt folgten jedoch beeindruckende 15 Spiele in Folge ohne Niederlage (darunter nur ein Remis gegen Dormagen). Nach dem in Krefeld perfekt gemachten Aufstieg erzwangen die Schwaben über die Stationen Hagen und den jüngsten, souveränen 32:24-Erfolg beim Dessau-Roßlauer HV diesen finalen Showdown vor heimischer Kulisse. „Ich bin einfach froh, dass wir jetzt noch dieses Endspiel zu Hause gegen Bietigheim haben. Ich glaube, darauf freuen wir uns alle“, blickt Matti Flohr voller Vorfreude auf den Samstag.
Meisterehrung und Saisonabschluss in der Balinger Eishalle
Direkt im Anschluss an die Partie folgt die offizielle Meisterehrung durch HBL-Präsident Uwe Schwenker und HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann, bei der entweder die Gallier oder die Gäste die Meisterschale überreicht bekommen. Im Anschluss folgt der traditionelle Saisonabschluss in der Balinger Eishalle, zu dem alle HBW-Fans, Freunde und Gönner der Gallier recht herzlich eingeladen sind.













