Vorbericht des HBW-Pressedienstes

Heimspiel-Kracher am Sonntag gegen erstarkte Eulen aus Ludwigshafen

Nach dem hart umkämpften Sieg am vergangenen Spieltag im Euregium in Nordhorn geht es für den HBW Balingen-Weilstetten am kommenden Wochenende wieder mit einem Heimspiel weiter. Am Sonntagnachmittag um 17 Uhr werden Die Eulen Ludwigshafen ihre Visitenkarte in der MEY GENERALBAU ARENA abgeben. Die Partie steht unter der Leitung der beiden Unparteiischen Julian Köppl und Dennis Regner (Frankfurt / Nieder-Olm) aus dem DHB-Elitekader.

Charaktertest im Euregium bestanden 

Das Auswärtsspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen war nichts für schwache Nerven. Die Gallier mussten um jeden Zentimeter Boden und jedes Tor unheimlich hart fighten. Sie mussten alles, was sie hatten, in die Waagschale werfen, um die zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen zu können. Der ehemalige Europapokalgewinner hatte sich vor heimischem Publikum viel vorgenommen. Die Niedersachsen wollten den Anschluss an die Aufstiegsplätze nicht noch weiter verlieren, und das bekamen die Gallier von der ersten Minute an zu spüren. Nordhorns Trainer Mark Bult hatte sich einiges einfallen lassen, um die Mannschaft von Chef-Trainer Matthias „Matti“ Flohr aus dem Tritt zu bringen. Lange Zeit hatten sie damit auch Erfolg. „Die HSG hat uns über weite Strecken des Spiels Aufgaben gestellt, die von uns gar nicht oder nur schwer zu lösen waren“, bilanzierte ein sichtlich erleichterter HBW-Geschäftsführer Axel Kromer nach dem Schlusspfiff.

Die Gallier beweisen langen Atem 

Bis Mitte der zweiten Hälfte lagen die Nordhorner in Front und hatten zwischenzeitlich sogar einen Sechs-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Die Gallier ließen aber nie nach und hielten mit allem dagegen, was sie hatten. Nach einer Auszeit von Matti Flohr begann sich das Pendel nach und nach in Richtung der Schwaben zu neigen. Nach einem 23:17-Rückstand in der 37. Minute war der Tabellenzweite beim Stande von 24:22 nach einem Treffer von Mannschaftskapitän Tobias Heinzelmann in der 43. Spielminute wieder im Spiel. Als die spannungsgeladene und hochemotionale Partie beim Stande von 30:30 in die letzten fünf Spielminuten ging, spielten die Gallier ihre ganze Erfahrung aus, ließen nicht mehr viel zu und konnten am Ende einen hart erkämpften 37:33-Erfolg feiern.

Tabellenplatz trügt – Die Handschrift von Michael Haaß greift 

Der Auswärtserfolg in Nordhorn war der fünfte Sieg in Folge für die Mannschaft von Trainer Matti Flohr. Dem soll am Sonntagnachmittag der sechste folgen. Blickt man nur auf die Tabelle, scheinen die Rollen klar verteilt zu sein – und gerade deshalb ist Vorsicht geboten. Die Handschrift von Trainer Michael Haaß ist beim Tabellenzwölften mehr und mehr erkennbar. Der ehemalige Weltmeister wurde im Oktober des vergangenen Jahres als neuer Trainer verpflichtet, nachdem sein Vorgänger Johannes Wohlrab wegen „fehlender Ergebnisse“ von den Verantwortlichen beurlaubt worden war. Seit Beginn der Rückrunde ist bei den Eulen ein klarer Aufwärtstrend erkennbar. Haaß hat in der Winterpause ganz offensichtlich an ein paar richtigen Stellschrauben gedreht. Von den letzten fünf Begegnungen konnte Ludwigshafen drei für sich entscheiden. 

Die Partie gegen den Tabellenführer am vergangenen Wochenende ging zwar mit 31:24 verloren, trotzdem war Haaß nicht unzufrieden und hat einige positive Ansätze gesehen. Hoffnung macht zudem die Rückkehr von Vincent Bülow. Der Spielmacher hatte sich im Hinspiel gegen die Gallier im Oktober des vergangenen Jahres eine Schultereckgelenksprengung zugezogen und stand gegen Bietigheim zum ersten Mal wieder auf der Platte. „Man hat ansatzweise gesehen, dass er uns nochmal neue Elemente geben kann. Es freut mich sehr, bald mehr auf ihn zurückgreifen zu können“, sagte Trainer Haaß nach dem Spiel. Die Gallier können also davon ausgehen, dass Bülow in Balingen bereits deutlich mehr Spielanteile bekommen wird. Sie können auch davon ausgehen, dass Ludwigshafen die Zehn-Tore-Niederlage aus dem Hinspiel sicher noch im Hinterkopf haben wird

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