Spielbericht des HBW-Pressedienstes
Nach einem Arbeitssieg feiern die Gallier gegen Die Eulen den siebten Sieg in Folge

HBW-Keeper Benedek Nagy vernagelte im zweiten Durchgang seinen Kasten.
Foto: ©Thomas Schips
Nach dem Schlusspfiff am Sonntagabend in der Balinger MEY GENERALBAU ARENA war beim HBW Balingen-Weilstetten erst einmal kollektives Durchatmen angesagt. Der 31:24 (16:14)-Erfolg gegen Die Eulen Ludwigshafen liest sich deutlich souveräner, als er tatsächlich war. Bis die Punkte unter Dach und Fach waren, musste der Tabellenzweite Schwerstarbeit leisten, hat damit aber den zweiten Aufstiegsplatz hinter der SG BBM Bietigheim erfolgreich verteidigt.
Bereits die ersten Minuten der Begegnung zeigten, dass Die Eulen Ludwigshafen nicht nach Balingen gekommen waren, um die Punkte freiwillig abzugeben. Beide Mannschaften begannen sehr nervös, und es entwickelte sich eine zerfahrene Partie. Es dauerte bis in die vierte Spielminute, ehe auf der Anzeigentafel der erste Treffer abzulesen war – im Handball eine halbe Ewigkeit. Es war das 1:0 für Die Eulen, und nach einem technischen Fehler der Hausherren legten die Gäste zum 2:0 vor. Trotz weiterer Fehler und Ballverluste konnten die Gallier das Ergebnis mit einem 3:0-Lauf drehen.
Geduldsprobe in der Hölle Süd
Eulen-Coach Michael Haaß hatte das Auswärtsspiel der Gallier gegen Nordhorn ganz offensichtlich genau analysiert. Auch er griff immer wieder zu dem taktischen Mittel des siebten Feldspielers. In der Defensive versuchten es auch Die Eulen mehrmals mit einer ganz offensiven 3:3-Abwehr. Die Hausherren hatten darauf zwar meist die passenden Antworten, versäumten es aber immer wieder, einen größeren Vorsprung herauszuwerfen. So blieb es bis zur Halbzeitpause eine ganz enge Kiste. Die Gallier lagen zwar in Führung, aber die Gäste zogen nach, und so stand beim Pausenpfiff der beiden Unparteiischen ein knappes 16:14 für den HBW zu Buche.
Georg Pöhle bricht den Bann in einer nervösen Partie
Auch in der zweiten Halbzeit unterliefen beiden Mannschaften unfassbar viele Fehler. Nach dem 18:15 durch Elias Huber in der 35. Spielminute hatte die Mannschaft von Trainer Matthias „Matti“ Flohr mehrmals die Möglichkeit, auf vier Tore Differenz zu erhöhen. Scheiterten aber mehrfach an einfachen Fehlern und Ballverlusten. Da Die Eulen den Galliern in Sachen Fehlern und Ballverlusten in nichts nachstanden, brauchte es mehrere Angriffe, bis Georg Pöhle das Leder zum 19:15 in die Ludwigshafener Maschen einschweißen konnte. Man schrieb die 37. Minute. Nach diesem Treffer hatte man das Gefühl, dass die Hausherren die Partie unter Kontrolle haben. Als Pöhle nur zwei Minuten später sogar auf 21:16 erhöhte, waren die meisten der 2.234 Zuschauer davon überzeugt, dass es einen deutlichen Heimsieg für die Gallier geben wird.
Abwehrbollwerk und Benedek Nagy sichern den Heimerfolg
Trotz des Vorsprungs bekamen die Hausherren aber keine Ruhe in ihr Spiel. Die Gäste aus der Rheinpfalz kämpften sich wieder zurück in die Partie, und beim Stand von 22:20 war das Spiel nach nur sechs Minuten wieder völlig offen. Die Hoffnung auf der Eulen-Bank war jedoch ziemlich schnell wieder verflogen. Mex Raguse und Georg Pöhle legten wieder auf 24:20 vor, und Gäste-Coach Haaß sah sich zu seiner zweiten Auszeit gezwungen. Diese verpuffte jedoch völlig. Während vorne Merlin Fuß und Csaba Leimeter für die Gallier auf 26:20 erhöhten, rührte hinten die Balinger Abwehr immer mehr Beton an. Was dennoch durchkam, wurde meist eine Beute des immer stärker werdenden HBW-Keepers Benedek Nagy. Spätestens nach dem 4:0-Lauf der Balinger zum Stande von 30:22 waren die zwei Punkte in der 57. Spielminute in trockenen Tüchern.
Die Mannschaften
HBW Balingen-Weilstetten: Daniel Rebmann, Benedek Nagy (TW); Tim Ruggiero-Matthes 1, Mex Raguse 1, Elias Huber 6, Magnus Grupe 2, Bennet Strobel, Merlin Fuß 2, Tim Grüner 1, Elias Fügel 1, Tobias Heinzelmann 4, Sascha Pfattheicher 2, Yonatan Dayan 4, Csaba Leimeter 3, Georg Pöhle 3, Stefan Bauer 1;
Eulen Ludwigshafen: Ziga Urbic, Philipp Sebastian Wenning (TW); Frederic Stüber 3, Matteo Menges 2, Tim Schaller 4, Marc-Robin Eisel 4, Vincent Bülow 2, Rene Zobel 2, Leon Hein, Alexander Falk 3, Kian Schwarzer 2, Lars Röller, Theo Straub, Marcel Reis, Lennart De Hooge, Finn-Lukas Leun 2, Lars-Matthias Hannes;













