Vorbericht von Joachim Hausmann
Jung-Gallier vor schwieriger Auswärtsaufgabe in Erlangen

Beim Aufsteiger Erlangen-Bruck möchten die Jung-Gallier punkten - kein einfaches Unterfangen
Foto: © Thomas Schips
Nach der bitteren Niederlage bei der SG Pforzheim-Eutingen möchte Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II nun wieder punkten. Da kommt der Aufsteiger TV Erlangen-Bruck vermeintlich gerade recht. Doch die Schützlinge von Micha Thiemann tun gut daran, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Der Neuling ist beachtlich in die 3. Liga gestartet. (Samstag, 20 Uhr, Karl-Heinz-Hiersemann-Halle, Erlangen)
Souveräner Aufsteiger auf Augenhöhe
Die Mittelfranken hatten sich in der vergangenen Saison in souveräner Weise die bayerische Landesmeisterschaft und damit den Aufstieg in die 3. Liga gesichert. Inzwischen hat sich der Aufsteiger in der Liga etabliert: Mit 15:23 Punkten ist „Brooklyn United“ punktgleich mit dem HBW II. Ins neue Jahr startete Bruck erfolgreich gegen die Rhein-Neckar Löwen II sowie mit einem deutlichen Sieg beim Mitaufsteiger TV Bittenfeld II. Gegen Pforzheim und Pfullingen musste sich die Truppe von Trainer Roland Nixdorf anschließend geschlagen geben.
Thiemann warnt vor Tempo und Wurfkraft
Dass das zweite Auswärtsspiel in Folge keine leichte Aufgabe wird, weiß HBW-Trainer Micha Thiemann: „Das Spiel wird eine richtig schwierige Aufgabe. Erlangen-Bruck wird mit viel Selbstvertrauen auftreten und wirkt als Team sehr geschlossen“, so der HBW-Coach. Viele Akteure haben ihre Ausbildung beim HC Erlangen genossen – das erkennt man an der individuellen Qualität. Thiemann warnt davor, den Aufsteiger zu unterschätzen: „Erlangen-Bruck ist eine körperlich sehr robuste Mannschaft. Sie gehen ein extrem hohes Tempo, insbesondere über Rechtsaußen Jonas Poser, der ein sehr starker Abschlussspieler ist und viel Betrieb im Tempospiel macht. Da müssen wir einen guten Rückzug auf die Beine stellen.“ Insgesamt sieht der Balinger Coach beim Aufsteiger „im Angriff sehr viel Wurfpower, besonders bei Lasse Schmid auf Rückraum links sowie Mittelmann Philipp von Alvensleben; die beiden gilt es, offen anzunehmen und sie in schwierige Wurfpositionen zu zwingen.“
Personalsituation bleibt angespannt
Wenn da nicht das fast schon traditionelle Personalproblem der Jung-Gallier wäre: Zuletzt war der Kader extrem ausgedünnt, nun hat Thiemann die Hoffnung, dass Daniel Flad und Lars Bänsch wieder spielen können. Auch bei Kreisläufer Denis Milosavljevic zeigt sich der Coach optimistisch. Andererseits hat auch die erste Mannschaft einige Angeschlagene, sodass der eine oder andere Akteur aufrücken könnte.












