Spielbericht von Joachim Hausmann

WENDE NACH DER PAUSE: JUNG-GALLIER BEENDEN NEGATIVSERIE

Es war ein Spiel der gegensätzlichen Halbzeiten. Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II musste sich im Spiel gegen das Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck größerer Gegenwehr entgegenstellen, als auf dem Papier zu erwarten war. Nach einer uninspirierten ersten Hälfte zeigten die Jung-Gallier nach der Pause mehr Biss und Leidenschaft. Für die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann endet damit auch die bittere Niederlagenserie der letzten Wochen.

GÄSTE ÜBERRASCHEN IN DER ERSTEN HÄLFTE

Zunächst war nicht zu erkennen, welches Team den Klassenerhalt bereits in trockenen Tüchern hat. Die Rückraumachse der Münchner Vorstädter stellte die HBW-Deckung vor große Probleme; auch beide Keeper bekamen kaum eine Hand an den Ball. Weigl, Hlawatsch und Elschner zeigten ihr Können, und so legten die Brucker „Panther“ regelmäßig vor. Die jungen Balinger hielten dagegen, und so schaffte Felix Eisele nach 18 Minuten den Ausgleich zum 10:10. Danach jedoch häuften sich die Fehler, und die Gäste konnten sich absetzen. Die Panther-Führung pendelte sich bei drei Toren ein, mit 15:18 ging es in die Kabinen.

STEIGERUNG NACH DEM SEITENWECHSEL

Die Halbzeitansprache von HBW-Trainer Thiemann war offensichtlich aufrüttelnd, sein Team kam wie verwandelt zurück. Die Deckung stand deutlich stabiler und giftiger; folgerichtig konnte sich Magnus Bierfreund mit einigen Paraden auszeichnen. Nach rund neun Minuten gelang Sem Banzhaf der Ausgleich zum 21:21, Lars Bänsch brachte sein Team in Führung. Die Abwehr war jetzt der Schlüssel, Youngster Fritz Henselek traf zweimal in Folge zum 24:22.

Auch die Disqualifikation von Louis Mann änderte nichts am Spielverlauf. Den Gästen ging nun die Luft aus, schnelle Ballgewinne halfen den Jung-Galliern in dieser Phase. Ein 4:0-Lauf zum 31:25, abgeschlossen von Fritz Henselek, sorgte für die Entscheidung. Da fiel es auch nicht mehr ins Gewicht, dass der HBW II in kürzester Zeit viermal das leere Tor verfehlte. Am Ende durfte ein 31:27 bejubelt werden.

Micha Thiemann war zufrieden mit dem Auftritt seines Teams nach der Pause: „Wir sind in der zweiten Halbzeit so richtig aufgewacht. Da haben wir uns in das Spiel reingebissen. Wir decken gut, bekommen nur noch neun Tore. Ich hätte mir erhofft, dass meine Jungs von Anfang an präsenter sind, haben uns dann aber nach der Pause mit Leidenschaft ins Spiel reingearbeitet. Dann geht der Sieg in Ordnung.“

Spielfilm: 3:3, 6:6 11:14, 15:18 – 18:21, 24:22, 28:25, 31:27

HBW Balingen-Weilstetten II: Bierfreund, Hajdu; Nyesö (2), Gaugisch (1), Flad (3), van Vliet (6), Henselek (5), Eisele (3/1), Milosavljevic (4), Bänsch (2), Banzhaf (1), Mann (1), Selinka (2), Soos (1).

 

 

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