Spielbericht von Joachim Hausmann
DERBY-NIEDERLAGE AUF DEN FILDERN: JUNG-GALLIER UNTERLIEGEN DEN MADDOGS

Foto: © Thomas Schips
Das hatten sie sich deutlich anders vorgestellt! Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II musste sich im Derby beim TSV Neuhausen/Filder mit 35:32 (18:15) geschlagen geben. Für die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann endet damit vorübergehend der Sprung ins Mittelfeld des Tableaus.
Vielversprechender Beginn trotz schmalem Kader
Der Beginn war absolut vielversprechend. Trotz des erneut schmalen Kaders legten die Jung-Gallier vor: Nach Sem Banzhafs Treffer hieß es 3:5 nach neun Minuten. Durch die Verletzung von Mischa Locher musste Banzhaf durchspielen und kam am Ende auf insgesamt vier Tore. Die Gastgeber ließen sich jedoch nicht abschütteln; Routinier Lukas Fischer führte glänzend Regie. Mit der Einwechslung der Juniorennationalspieler Max Heydecke und Linus Schmid stand auch die Deckung viel besser. So konnte Fischer nach 18 Minuten zum 11:11 ausgleichen, und nach zwei weiteren Treffern hatte er seine „MadDogs“ mit 13:11 in Führung gebracht. Für den HBW II konnten David Selinka und Felix Eisele noch einmal ausgleichen, doch ein 3:0-Lauf zum 16:13 brachte die Gastgeber erstmals mit drei Toren in Front. Diesen Vorsprung hielt Neuhausen bis zur Pause.
Hajdu-Paraden halten die Hoffnung am Leben
Nach Wiederanpfiff drehte Neuhausens Tobias Haag auf; mit drei Toren in Folge brachte er sein Team auf 23:17. Die Jung-Gallier gaben sich nicht auf und kamen wieder heran, nicht zuletzt dank starker Paraden des eingewechselten Keepers Nikolas Hajdu. Nach einem Doppelschlag von Felix Eisele waren die Gäste beim 25:23 wieder in Schlagdistanz, doch weiter verkürzen konnten sie den Rückstand nicht mehr. Auf Neuhausener Seite glänzte Fischer weiterhin, entweder als Torschütze oder Vorlagengeber, und beim 28:24 (50.) waren die MadDogs erneut mit vier Treffern vorne. In der Schlussphase gaben die Jung-Gallier weiterhin alles und konnten den Rückstand noch einmal eindampfen. Doch die MadDogs hatten immer eine passende Antwort, so hieß es am Ende verdient 35:32.
Micha Thiemann war dennoch nicht unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Der Ball lief vor allem in der Startphase richtig gut, wir waren auf allen Positionen torgefährlich, die Jungs haben sich reingehängt. Die Mentalität meiner Truppe stimmt, die Leistung hätte heute schon sehr außergewöhnlich sein müssen, dass wir hier etwas holen. Der Knackpunkt war, dass Neuhausen viele Dinge im Angriff richtig gut macht, ich glaube, ich habe in der Saison noch nie so viele Tore bekommen, wo ich danach sagen muss, wenn sie das so machen, dann muss man das in irgendeiner Form so akzeptieren.“
Spielfilm: 3:3, 7:9, 13:13, 18:15 – 23:17, 27:24, 32:30, 35:32
HBW Balingen-Weilstetten II: Bierfreund, Hajdu; Flad (4), van Vliet, Römer, Eisele (9/2), Milosavljevic (1), Bänsch (3), Banzhaf (4), Mann (6), Selinka (4), Soos (1).












