Vorbericht von Joachim Hausmann
Schwere Bewährungsprobe in der Goldstadt

Gegen Bittenfeld konnten die Jung-Gallier mit einem couragierten Auftritt ein Zeichen setzen. Jetzt folgt eine echte Bewährungsprobe in Pforzheim
Foto: © Thomas Schips
Im letzten Spiel konnte Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II mit einem couragierten Auftritt gegen Bittenfeld ein Zeichen setzen. Nun sollen im nächsten Auswärtsspiel bei der SG Pforzheim/Eutingen erneut zwei Punkte eingefahren werden.
Schwere Aufgabe beim Tabellenfünften
Für die Schützlinge von Micha Thiemann steht allerdings eine ganz schwere Herausforderung auf dem Programm (Samstag, 19 Uhr, Bertha-Benz-Halle, Pforzheim). Es wird eine echte Bewährungsprobe in der Goldstadt – nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre. „Es waren in der Vergangenheit sehr oft enge Spiele.“ Und auch im Hinspiel gab es für den HBW II zuhause ein bitteres 22:30.
Breit aufgestellter Gegner mit viel Erfahrung
Die SG musste sich zwar zu Jahresbeginn gegen Tabellenführer Kornwestheim geschlagen geben, zuletzt gelangen jedoch zwei Siege gegen Leutershausen und Erlangen-Bruck. HBW-Coach Thiemann sieht den Gegner „vom Kader her sehr breit aufgestellt, sie haben eine gute Mischung“. Die Pforzheimer Mannschaft ist sehr erfahren, ergänzt mit einigen jungen Talenten.
Mit Julian Broschwitz zieht ein sehr erfahrener Kapitän in der Rückraummitte die Fäden. „Er verfügt über viel Übersicht und Kreativität, ist sehr stark im Eins-gegen-eins.“ Dazu haben sie sich clever verstärkt mit Oskar Emanuel, einem sehr abwehrstarken und zugleich spielstarken Rückraumrechten, der schon jahrelang in der zweiten Liga unterwegs war. Finn Meißner ist ein junger, aufstrebender Spieler, der zuletzt in Bruck wichtige Tore erzielt hat. Und Adam Studentkowski im Tor sorgt für den nötigen Rückhalt.
Variabel in der Abwehr, mutig im Auftritt
Trainer Alexander Lipps reagiert im Spiel schnell und stellt konsequent um. „Sie haben seit Jahren zwei Abwehrsysteme, die sie während des Spiels, an den Gegner angepasst, umstellen können. Man muss gegen sie mehrere Lösungen parat haben – sowohl gegen die 6:0- als auch die 3:2:1-Deckung.“ Beim Gegner läuft es, sie sind noch im Titelrennen dabei und werden mit breiter Brust auflaufen.
Doch Thiemann ist nicht bange. „Wenn wir unsere Abwehr wie gegen Bittenfeld hinstellen, dann können wir absolut mithalten, auch wenn sie sicherlich als Favorit antreten.“ Er sieht bei Pforzheim den größeren Druck – allein aufgrund der Tabellenkonstellation –, sodass sein Team etwas befreiter aufspielen kann. „Wir fahren hin, um etwas zu reißen. Es wäre natürlich ein dickes Ausrufezeichen, wenn wir dort nachlegen.“
Personelle Situation bleibt offen
Wer gegen den Tabellenfünften dabei sein kann, wird sich wieder einmal erst kurzfristig entscheiden. Nach Blessuren vom Wochenende sind nicht alle im Training, doch der Coach ist zuversichtlich, dass die meisten rechtzeitig fit werden. Ob diesmal noch ein paar Jungs aus dem Bundesligakader im Kader stehen, ist noch nicht final entschieden. „Wenn sie dabei sind, bekommen sie ihre Minuten, wenn nicht, übernimmt der eigentliche Kern vom HBW II die Verantwortung. Das haben die Jungs absolut drin, ich habe da keinerlei Bedenken.“












