Spielbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier zeigen Moral beim Tabellenführer in Kornwestheim

Eine bittere Niederlage musste der HBW II beim Tabellenführer hinnehmen. Das einmal mehr allerletzte Aufgebot lieferte dem haushohen Favoriten über 60 Minuten einen aufopferungsvollen Kampf. Doch nach einem holprigen Start zog der Favorit davon; erst in der Schlussphase konnten die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann das Ergebnis freundlicher gestalten und unterlagen letztlich verdient mit 35:30 (21:15).

Frühe Fehler bringen HBW II ins Hintertreffen

Die Anfangsphase gehörte klar den Gastgebern, auch weil sich die Jung-Gallier zu viele Fehler leisteten. So hieß es schnell 3:0, das erste Gästetor erzielte David Selinka an alter Wirkungsstätte nach knapp fünf Minuten. Nach dem 5:1 der „Lurchis“ traf erneut Selinka, und nach dem 7:6 von Denis Milosavljevic sah es in der 11. Minute so aus, als könnte der HBW II dem haushohen Favoriten Paroli bieten. Doch es kam anders: Die Fehlerquote stieg deutlich an, was die routinierten Kornwestheimer dankbar annahmen. Schnell war die Führung auf 15:10 angewachsen, ehe Neo Wehrli doppelt erfolgreich war. Dennoch zogen die Gastgeber bis zur Pause auf 21:15 davon.

Kornwestheim nutzt seine Routine

Nach Wiederanpfiff dauerte es fast zwei Minuten, ehe Lars Bänsch das erste Tor erzielen konnte; sein 21:16 war jedoch nicht der Auftakt eines Comebacks. Vielmehr bauten die Lurchis ihre Führung Stück für Stück aus – auch weil sie in Jan Tinti einen starken Rückhalt im Tor hatten. Beim 28:18 von Lukas Reu war der Vorsprung erstmals zweistellig, und es sah nach einem bösen Abend für die Jung-Gallier aus. Doch die bewiesen Moral und großen Kampfgeist. Mit dem eingewechselten Nik Hajdu im Tor gelang es, in der Schlussphase noch einmal heranzukommen. Trotz einer Disqualifikation gegen Louis Mann robbte sich der HBW II wieder heran; die letzten vier Tore erzielten ausnahmslos die Gäste. Den Schlusspunkt setzte Sem Banzhaf, sein 35:30 bedeutete trotz der Niederlage ein insgesamt versöhnliches Ende.

Micha Thiemann zog ein zwiespältiges Fazit: „Wir hatten heute eine extrem junge Formation, da sind Fehler einfach unvermeidlich. Zu Beginn waren wir nicht wach. Aber wir haben auch viele unnötige Fehler gemacht, waren im Rückzug nicht präsent genug. Daran müssen wir arbeiten. Die zweite Halbzeit stimmt mich versöhnlich, da haben die Jungs nochmal alles reingeworfen.“

Spielfilm: 5:1, 7:6, 15:10, 21:15 – 28:18, 32:22, 35:26, 35:30

HBW Balingen-Weilstetten II: Bierfreund, Hajdu (1); Nyesö (1), Gaugisch (2), Römer, Eisele (2/2), Milosavljevic (1), Bänsch (5), Banzhaf (3), Locher (3/1), Mann (1), Selinka (5), Wehrli (6).

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