Spielbericht von Joachim Hausmann

Eine starke Halbzeit reicht in Fürstenfelbruck nicht aus

Auch im dritten Anlauf schaffte Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II den erhofften Befreiungsschlag nicht. Beim TuS Fürstenfeldbruck unterlagen die Jung-Gallier mit 37:29 (18:15). Dabei konnten die Schützlinge von Trainer Micha Thiemann eine Halbzeit auf Augenhöhe mitspielen, ehe dann die Fehlerquote anstieg und die routinierten Gastgeber letztlich verdient die Oberhand behielten.

Wieder einmal gelang der Start in die Begegnung gut. Unter anderem sorgte ein gehaltener Siebenmeter von Nikolas Hajdu für Rückenwind. Die Abwehr stand gut und mit dem gewohnten Tempospiel gelangen Elias Fügel und Jan Bitzer einfache Tore. So hieß es nach sieben Minuten durch Mischa Lochers Treffer 3:5. Doch damit waren die Panther gereizt, und eine Zeitstrafe des HBW II nutzte der erfahrene Gegner, um die Partie zum 6:5 zu drehen. In der Folge war es die erwartete ausgeglichene Begegnung. Es blieb eng. Doch bereits jetzt zeichnete sich ab, dass die junge Balinger Truppe das Kreisläuferspiel nicht in den Griff bekam. Ein ums andere Mal fand Brucks Spielmacher Benedikt Kellner seine Anspielstationen. Am Ende waren es 15 Tore vom Kreis – „einfach zu viel“, fand HBW-Trainer Thiemann. Gegen Ende von Durchgang eins erlaubten sich seine Spieler zu viele unnötige Fehler. Drei Angriffe in Folge wurden so jäh gestoppt und eiskalt bestraft. Konsequenz war ein ärgerliches 18:15 zur Pause.

Nach Wiederbeginn konnten die Panther gleich den nächsten Treffer erzielen – wieder vom Kreis! Eine Zeit lang schafften es die Jung-Gallier noch dranzubleiben, aber die Fehlerquote stieg stetig an. Zwar konnte Louis Mann noch einmal zum 24:21 verkürzen, doch ein Brucker 4:0-Lauf sorgte frühzeitig für die Vorentscheidung. „Da verteidigen wir schlecht, produzieren vorne zu viele Fehler und laufen in die Gegenstöße“, analysiert Thiemann diese „sehr schwache Phase“. In der letzten Viertelstunde wechselten beide Trainer viel durch und verteilten die Spielanteile. Im HBW-Tor konnte sich so der A-Jugendliche Laurenz Künzel auszeichnen und auch Lukas Pawelka bekam nach seinem Kreuzbandriss wichtige Spielminuten. Am Ergebnis änderte sich nicht mehr viel. Mit 37:29 fiel der „Sieg von Fürstenfeldbruck einen Tick zu hoch aus“, befand der HBW-Trainer.

Dessen Fazit fiel einmal mehr gemischt aus: „In der ersten Halbzeit war es ein Spiel auf Augenhöhe, da hatten wir ein paar Dinge von ihnen gut im Griff und haben ordentlich angegriffen. Danach verwerfen wir zu viele „Freie“ und verteidigen schlecht. Unsere Abschlussqualität war nicht hoch genug und wir können das Kreisläuferspiel nicht unterbinden. 15 Fehlwürfe und 15 technische Fehler sind einfach zu viel.“

Spielfilm: 3:5, 8:8, 12:12, 18:15 – 22:20, 28:21, 34:26, 37:29

HBW Balingen-Weilstetten II: Künzel, Hajdu; Fügel (2), Fuoß, Schüler, Bitzer (7), Pawelka, Strobel (1), Wagner (2), Eisele, Dück (3), Bänsch (5, Locher (3), Mann (1), Oesterle, Dyatlov (5).

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