Vorbericht von Joachim Hausmann

Jung-Gallier wollen in München zurück in die Erfolgsspur

Die hängenden Köpfe der Vorwoche sind Vergangenheit, Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II geht mit Zuversicht und klarem Ziel in den Saisonendspurt. Zwei Spiele gegen Aufsteiger warten noch vor Weihnachten und die Schützlinge von Coach Micha Thiemann wollen sich selbst beschenken. Den Auftakt macht das Gastspiel bei der HT München in Unterhaching, wo die ersten beiden von vier möglichen Punkten geholt werden sollen. (Samstag, 19 Uhr, Hachinga-Halle, Unterhaching)

HT München mit Trainer Johannes „Danger“ Borschel ist eine Spielgemeinschaft vor den Toren Münchens, die sich neben dem TuS Fürstenfeldbruck als zweiter Drittligist aus Oberbayern etablieren möchte. 2017/2018 hat sich der Verein aus dem TSV Unterhaching und der SV-DJK Taufkirchen fusioniert. Es wird in gewisser Weise eine Fahrt ins Ungewisse. Nicht nur, weil man gegen den Aufsteiger aus dem Landkreis München noch nie gespielt hat, sondern auch weil der bisherige Saisonverlauf keine eindeutigen Hinweise auf die Spielweise des kommenden Gegners gegeben hat. „Sie hatten viele unterschiedliche Aufstellungen, unterschiedliche Abwehrsysteme. Ich habe das Gefühl, dass sie da noch auf der Suche sind nach ihrer stärksten Formation“, hat Thiemann bei der Analyse erkannt. Er wird seine Mannschaft ähnlich einstimmen wie in den erfolgreichen Spielen zuletzt. Die Jung-Gallier sollen sich auf sich konzentrieren und werden sich mit Thiemann auf eine 6:0 wie eine offensive Abwehrformation vorbereiten. Denn immer wenn es den Jung-Galliern gelungen ist ihr schnelles Spiel aufzuziehen, konnten sie den jeweiligen Gegner dominieren und vor große Probleme stellen. „Wir wollen, dass das Spiel unseren Rhythmus und unser Tempo bekommt. Ich denke, dass wir auch diesmal einen Tempovorteil haben werden, den wir nutzen wollen“, sieht der HBW2-Trainer sein Team. Doch die Aufarbeitung hat auch gezeigt, dass die Jung-Gallier wieder mehr Stabilität in der Abwehr, in Verbindung mit dem Torhüterspiel, bekommen müssen. Wenn das steht, kommen sie automatisch in ihr Tempospiel, das sie auszeichnet und stark macht.

Der bayerische Aufsteiger steht mit lediglich vier Punkten auf dem drittletzten Platz, hat aber bisweilen mit ganz starken Auftritten für Furore gesorgt. Die Siege in Pfullingen sowieso zuhause gegen Neuhausen/Filder ließen aufhorchen und zeigen, dass man die Oberbayern keineswegs auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Hachinger verfügen mit Yannick Engelmann, Korbinian Lex (beide kamen vor der Saison aus Fürstenfeldbruck) und Kapitän Nicolas Gräsl, der schon in Rimpar und Erlangen aktiv war, eine Menge Drittliga-Erfahrung und machen dem Gegner mit einer agilen Abwehr das Leben extrem schwer. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Würzburg und Erlangen werden sie alles dafür geben wieder erfolgreich zu sein. Deshalb stellen sich die Jungs darauf ein, dass München im letzten Heimspiel des Jahres noch einmal alles reinwerfen wird. „Wichtig ist, sich nicht verunsichern zu lassen durch kleinere Negativserien im Spiel.“, so Thiemann. Vielmehr sollen die Jungs ihr Spiel über 60 Minuten durchziehen und wieder doppelt punkten.

Die Mitfahrt im Bus ist wieder möglich, Abfahrt um 13.30 Uhr an der S-Arena. Wer das Spiel von zuhause live im Internet verfolgen möchte, kann dies im Livestream bei unserem Partner www.sportdeutschland.tv unter sportdeutschland.tv/ht-muenchen/3-liga-staffel-sued-ht-muenchen-vs-hbw-balingen-weilstetten-ii.

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