Weitere Personalentscheidungen bei den Jung-Galliern
Nachwuchstalente rücken auf: HBW II setzt auf die nächste Generation

Auf dem Weg in die 3. Liga: Julian Kromer (links) und Lenn Strobel
Foto: ©HBW
Nachdem die Saison für die Jung-Gallier erfolgreich abgeschlossen wurde und die Spieler des aktuellen Kaders ihre Verträge verlängert haben, können die Verantwortlichen des Handball-Drittligisten HBW Balingen-Weilstetten II zwei weitere vielversprechende Talente im Kader begrüßen: Aus der erfolgreichen B-Jugend der JSG stoßen Lenn Strobel und Julian Kromer zum Team von Trainer Micha Thiemann.
Kontinuität und frischer Wind aus der eigenen Jugend
Klangvolle Namen rücken zur kommenden Spielzeit in die A-Jugend auf und sollen parallel dazu Schritt für Schritt an den Aktivenbereich herangeführt werden: Strobel und Kromer haben in Handballdeutschland eine nicht unbedeutende Vergangenheit – kann die nächste Generation daran anknüpfen?
Coach Micha Thiemann ist fest davon überzeugt. Beide seien sehr junge Spieler, die bis vor wenigen Wochen noch in der B-Jugend gespielt haben. „Ihre Entwicklung ist ein absoluter Beleg für die hervorragende Arbeit in der JSG, allen voran Tobias Thum, ihr Trainer in der B-Jugend, der viel in die beiden Jungs investiert hat.“ Beide haben aber auch schon in der A-Jugend gezeigt, was sie können. „Es ist jetzt der logische Schritt. Wir wollen sie zunächst im Training heranführen, dann gilt es, sie Stück für Stück so aufzubauen, dass sie sich an die Drittligaluft gewöhnen können.“
Der Sportliche Leiter Adrian Fuladdjusch sieht in den Personalien ein tolles Verdienst der Trainer, der Talente selbst und – auch das muss einmal erwähnt werden – der Eltern, die sie immer unterstützt haben. Vier A-Jugendliche im Drittliga-Kader der nächsten Saison zu haben, unterstreiche die großartige Nachwuchsförderung bei der JSG.
Julian Kromer: Intensität und Abwehrpower
„Julian ist für mich so ein Typ Louis Mann, nur in jünger. Er liefert sich mit ihm einige interessante Fights im Training“, beschreibt Thiemann. „Er wirft sich voll rein und hat in der Abwehr eine große Präsenz.“ Ihm traut er schon früh auch beim HBW II eine tragende Rolle in der Abwehr zu: „Er hat viel Power, im Angriff zeichnet ihn seine Durchschlagskraft aus.“ Julian ist für Thiemann ein Spieler, bei dem es nur „an“ oder „aus“ gibt. „Er bereichert schon jetzt unser Training, weil er eine unglaubliche Intensität reinbringt. Er rackert ohne Ende.“ Das ist für jeden Trainer dankbar, solche Spielertypen zu haben. „Julian bringt eine große Grundaggressivität und Grundhärte mit, will immer gewinnen und scheut keinen Zweikampf.“
Lenn Strobel: Individuelle Qualität im Angriff
„Lenn ist ein technisch unfassbar versierter Spieler, ich sehe seine Stärken vor allem im Angriff. Er hat ein großes Repertoire an Handlungsmöglichkeiten, das macht ihn schon jetzt zu einem kompletten Spieler.“ Er verfügt über mehrere Schlagwurfvarianten, verschiedene Täuschungen und ein gutes Raumgefühl sowie ein Eins-gegen-eins mit viel Power. Thiemann attestiert dem jüngsten Strobel-Sprössling einen hohen Talentfaktor: „Er war völlig berechtigt schon regelmäßig beim DHB im Einsatz.“ Für ihn besticht Lenn durch seine individuelle Qualität im Angriff, „jetzt gilt es noch, ihm auch in der Abwehr eine größere Robustheit zu geben.“
Thiemann will aber erst einmal auf das Bremspedal drücken: „Wir sprechen vom ersten Jahr A-Jugend. Der volle Fokus liegt für beide auf der Jugend, damit sie sich dort als klare Führungspersönlichkeiten herauskristallisieren und im Spiel zeigen, dass sie besser sind als die anderen.“












