HANDBALL-ZUKUNFT IM BLICK: HBW KOOPERIERT MIT DREI VEREINEN

Der HBW Balingen-Weilstetten gibt den Aufbau eines strukturierten Kooperationsnetzwerks mit mehreren Vereinen der Region bekannt. Mit dem TV Weilstetten, der Spvgg Mössingen und der SG Dunningen/Schramberg stehen drei starke Partner bereit, um gemeinsam eine nachhaltige Talentförderstruktur in der Region zu schaffen, jungen Spielern und Trainern echte Perspektiven zu eröffnen und durch gebündelte Ressourcen Synergieeffekte zu erzielen.

Die Vereinbarung ist ein klares Bekenntnis aller beteiligten Vereine zur Region: Talente sollen nicht abwandern müssen, um ihren Traum zu verwirklichen – sie sollen ihn vor Ort leben können. 

Kooperation, die bereits Wirklichkeit ist

Die Partnerschaft ist kein Neuanfang auf der grünen Wiese – sie konkretisiert und bündelt, was in der Region längst gelebt wird.

Mit dem TV Weilstetten besteht die älteste und engste Verbindung: Gemeinsam betreiben HBW und TVW die JSG Balingen/Weilstetten – die gemeinsame Jugendabteilung, die das Fundament des gesamten Netzwerks bildet. Seit Langem spielen A-Jugendspieler der JSG bei den Männern des TV Weilstetten und sammeln dort wichtige Spielpraxis – ein bewährtes Modell, das nun auf weitere Partnervereine ausgeweitet wird. Benjamin Kipp, der Sportliche Leiter beim TV Weilstetten, betont in diesem Zusammenhang: „Von der engen und langjährigen Verbindung zwischen dem TV Weilstetten und dem HBW profitieren nicht nur die beiden Stammvereine der JSG, sondern vor allem die Jugendspieler selbst. Die große Bandbreite an Spielklassen – von der Bezirksliga bis hin zur 1. Handball-Bundesliga – ermöglicht jedem Spieler einen optimalen Übergang vom Jugend- in den Aktivenbereich.“ Gerade die Durchlässigkeit von der A-Jugend über den TVW 1 bis hin zum HBW 2 zeige sich laut Kipp beispielhaft an Spielern wie Daniel Flad und Sem Banzhaf.“

Mit der Spvgg Mössingen verbindet den HBW eine enge, gewachsene Zusammenarbeit: Aktuell nehmen Torhüter aus Mössingen an einem Fördertraining teil. Ein Spieler der C-Jugend verfügt bereits über ein Zweifachspielrecht zwischen der Spvgg Mössingen und der JSG Balingen/Weilstetten. Zwei Spieler der A-Jugend-Bundesliga spielen für die Mössinger Männer. Darüber hinaus haben in der Vergangenheit bereits mehrere Spieler den Weg von Mössingen zur JSG gefunden – darunter Seidel, Böhringer, Kromer, Gaugisch und Henselek. Sie stehen exemplarisch dafür, dass dieser Talentpfad funktioniert. Seitens der Spvgg Mössingen heißt es dazu, dass es wichtig sei, dass talentierte Spieler in der Region starke Perspektiven bekommen und gleichzeitig die Vereine vor Ort voneinander profitieren. „Genau dafür ist die Kooperation ein richtig guter Schritt“, zeigt sich der Partnerverein überzeugt.

Auch mit der SG Dunningen/Schramberg sind die Grundsteine bereits gelegt: Im vergangenen Sommer fanden dort zwei Testspiele statt – HBW 1 gegen Schaffhausen sowie HBW 2 gegen die erste Mannschaft der SG. In diesem Sommer ist das Trainingslager des HBW 2 bei der SG Dunningen/Schramberg geplant – ein starkes Signal für die wachsende Zusammenarbeit. Die Verantwortlichen der SG Dunningen/Schramberg erklären hierzu: „Die Kooperation zwischen der SG Dunningen/Schramberg und dem Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten ist für unsere Region mit der Nähe zu Südbaden ein starkes Signal.“ Es schaffe neue Perspektiven für junge Talente sowie leistungsorientierte Trainer, verbinde gleichzeitig den Leistungs- mit dem Breitensport und öffne letztlich das Tor zum Schwarzwald für den hochklassigen Handball.

Talente früh erkennen und gezielt fördern

Das Herzstück der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Nachwuchsförderung. Bereits ab der E-Jugend sichten alle Partnervereine gemeinsam vielversprechende Talente und begleiten diese strukturiert auf ihrem Entwicklungsweg. Über flexible Modelle wie das Zweifach- oder Dreifachspielrecht können Talente bei ihrem Heimatverein verwurzelt bleiben und gleichzeitig auf höherem Niveau trainieren.

Wer den Sprung auf die ganz große Bühne nicht schafft, findet in seinem Heimatverein eine starke Basis und kehrt zurück. Diese Kontinuität stärkt den Handball vor Ort nachhaltig.

Trainerausbildung auf neuem Niveau

Neben der Spielerentwicklung legt die Kooperation besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung von Trainern. Hospitationen bei den Teams des HBW und der JSG sowie Workshops und Fortbildungen ermöglichen es, Know-how direkt weiterzugeben und das Niveau im gesamten Netzwerk zu heben. 

Synergien nutzen – gemeinsam stärker werden

Die Vereinbarung sieht darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen vor:

  • Gemeinsame Nutzung von Hallenkapazitäten und Infrastruktur 
  • Zugang zu Athletik-, Reha- und medizinischen Angeboten für talentierte Spieler
  • Austausch von Trainingsmaterialien und Konzepten
  • Gemeinsame Turniere, Camps und Aktionstage – wie das geplante Trainingslager des HBW 2 bei der SG Dunningen/Schramberg
  • Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen wie Einlaufkinder und Partnerverein-Fanblöcke bei HBW-Heimspielen

Adrian Fuladdjusch, Jugendkoordinator Leistungssport der JSG Balingen-Weilstetten und sportlicher Leiter der Jung-Gallier, unterstreicht die Bedeutung dieses Rahmens: „Unsere Region hat großartige Talente, wir wollen dafür sorgen, dass sie ihr Talent hier entfalten können, ohne auf große Chancen verzichten zu müssen. Was wir jetzt offiziell machen, wird in vielen Bereichen bereits gelebt. Diese Partnerships gibt dem, was funktioniert, einen gemeinsamen Rahmen.“

Das Netzwerk wächst

Die Kooperationen mit dem TV Weilstetten, der Spvgg Mössingen und der SG Dunningen/Schramberg sind erst der Anfang: Der HBW Balingen-Weilstetten befindet sich derzeit mit weiteren Vereinen der Region im Austausch. Ziel ist es, das Partnernetzwerk in den kommenden Monaten weiter auszubauen und so noch mehr Talenten sowie Trainern eine starke Heimat in der Region zu bieten.

Zum Abschluss betont HBW-Geschäftsführer Axel Kromer die Philosophie hinter dem Projekt: „Partnerverein sein bedeutet bei uns nicht, eine Plakette an die Trainingshalle nageln zu dürfen. Partner sind füreinander da, teilen Kompetenzen und nutzen Synergien. Darum geht es sowohl unseren Partnern als auch uns.“ Die leistungsstärksten Spieler der Partnervereine sähen in der Regel ohnehin den regionalen Bundesligisten als erste Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. „Unser Know-how soll aber auch helfen, in der Region allgemein stärker zu werden. Wenn unsere Trainer und unser Expertennetzwerk Wissen und Engagement in unsere Partnervereine einbringen, dann helfen wir Freunden und keinen Konkurrenten“, so Kromer.

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