Vorbericht von Joachim Hausmann

Gelingt gegen Leutershausen der erste Sieg?

Der Start in die Pokalrunde hat für Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II trotz guter Auftritte bisher erst einen einzigen Zähler gebracht. Nach der bitteren Niederlage gegen Pforzheim/Eutingen spielen die Jung-Gallier am Wochenende erneut in der eigenen Halle: Es geht gegen die SG Leutershausen. Doch gegen den letztjährigen Vizemeister der 3. Liga Ost wird einmal mehr ein hartes Stück Arbeit auf die Schützlinge von Trainer André Doster zukommen, der erste Heimsieg schwer erkämpft werden müssen. (Sonntag, 16 Uhr, SparkassenArena, Balingen)

Das Spiel in der regulären Runde endete auswärts unentschieden. Dabei gelang es, einen deutlichen Rückstand zur Pause noch umzubiegen. Entsprechend zufrieden war Trainer André Doster mit dem 25:25 am Ende. „Das war heute ein gefühlter Sieg“, jubelte der Coach damals nach der nervenaufreibenden Begegnung an der Bergstraße. Das zu wiederholen, ist auch das Ziel im Heimspiel. Leicht wird es aber nicht. Den die „Roten Teufel“ haben einen erfahrenen Kader mit torgefährlichen Rückraumspielern wie Kevin Binz von Rhein-Neckar Löwen und gefährlichen Außen, einer davon Niklas Ruß, der schon einmal beim HBW in der HBL aktiv war. Im Tor steht mit Alexander Hübe ebenfalls ein ganz erfahrener Mann. „Leutershausen bringt viel Tradition und Qualität mit, da kommt richtig was auf uns zu, das wird eine ganz schwere Aufgabe“, weiß Doster um die Höhe der nächsten Hürde für seine junge Mannschaft.

Nach den bitteren Erfahrungen der letzten Spiele sollten sich die Jung-Gallier an das Hinspiel erinnern, als sie nach zwischenzeitlich 5 Toren Rückstand das Spiel drehen und noch einen Punkt erkämpfen konnten: „Es war bis zum Schluss ein offener Schlagabtausch. Am Ende haben wir Nerven bewiesen und richtig stark gekämpft. Der Punkt ist sehr hoch einzuschätzen und ganz wichtig für die Moral“, so Doster unmittelbar nach dem Spiel. Jetzt freuen er und sein Team sich auf das anstehende Heimspiel, „auch wenn ohne Zuschauer der Heimvorteil gar keiner mehr ist.“ Gegen Pforzheim/Eutingen war 40 Minuten lang eine weiterer Entwicklungsschritt der Mannschaft zu erkennen, „am Ende hatten wir deutlich zu viele Fehler, eine zu schlechte Abwehr, auch in Verbindung mit dem Torhüterspiel.“ Das wollen die Jungs nun besser machen und über die Abwehr ins Spiel finden - diesmal über 60 Minuten. So fordert auch der erfahrene Trainer: „Diesmal erwarte ich mehr!“ Und hofft, dass endlich etwas Zählbares dabei rausspringt und die Jung-Gallier sich für ihre Leistung auch einmal belohnen können. „Das geht nur, wenn wir konsequenter spielen, im Angriff die einfachen Fehler vermeiden. Wir haben in jedem Spiel gezeigt, dass wir führen können, eine Führung halten können, jetzt wollen das endlich auch mal zu Ende bringen. Aber: Es darf sich nicht jeder einen Fehler zu viel nehmen.“

Am Kader wird sich bei den Jung-Galliern nicht viel verändern: Die Langzeitverletzten fallen weiter aus, der Einsatz von Jan Bitzer wird sich erst ganz kurzfristig entscheiden. Zudem spielt die A-Jugend am Samstag das wichtige Heimspiel um die Deutsche Meisterschaft gegen Frisch Auf Göppingen „Aber“, stellt Doster klar: „Die müssen am Sonntag natürlich trotzdem nochmal ran.“

Zuschauer in der Halle sind aufgrund der Corona-Einschränkungen leider nach wie vor nicht möglich! Wer das Spiel dennoch live verfolgen möchte, kann dies im Internet-Livestream bei www.sportdeutschland.tv.

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