Spielbericht von Joachim Hausmann

Kollektives Versagen zum Jahresauftakt

Die Zuschauer in der Balinger SparkassenArena glaubten, ihren Augen nicht trauen zu können beim Heimspiel der Jung-Gallier in der 3. Liga Süd gegen den Tabellendritten TuS 04 Dansenberg. 1:9 hieß es nach zehn Minuten, doch auch eine Auszeit von Trainer André Doster konnte dem Spiel keine wesentliche Wendung geben. Unerklärliche Fehler gepaart mit ungewohnter Lethargie ließen die Gäste aus der Pfalz einen ungefährdeten und auch in der Höhe verdienten 23:35-Auswärtssieg einfahren.

So war das Topspiel der Liga frühzeitig entschieden, es ging in den verbliebenen 50 Minuten im Grunde nur noch darum, Schadensbegrenzung zu betreiben. Doch auch das gelang nur bedingt. Immer wieder scheiterten die jungen Balinger am überragenden Gästekeeper Kevin Klier, und in der Abwehr bekam man so gar keinen Zugriff auf den gegnerischen Rückraum. „Wir waren in allen Belangen unterlegen, und es war kein Aufbäumen meiner Mannschaft erkennbar", musste Doster schon früh anerkennen. Den zweiten Treffer erzielte dann Rechtsaußen Moritz Strosack in Minute elf. Besser wurde es dennoch nicht, symptomatisch war der verworfene Siebenmeter von Julian Thomann. Mit dem 3:13 durch Luca Munzinger führte Dansenberg erstmals mit zehn Toren. Fast schon Mitleid hatte man mit Keeper Mario Ruminsky, der kaum ins Spiel fand und noch vor der Pause durch Julian Malek ersetzt wurde. Das Spiel blieb einseitig, die Gäste konservierten ihre Führung bei rund zehn Toren, zur Pause hieß es dann 6:17.

Nach der Halbzeit konnte der HBW II das Spiel etwas ausgeglichener gestalten, näher ran kamen die Jung-Gallier aber nicht wirklich. Gefahr kam nur von Niklas Diebel, der insgesamt 8 Tore erzielte. Die Gäste rotierten nun das Personal, spielten lange Angriffe und hielten die Gastgeber auf Distanz. Und auch HBW-Trainer Doster gab nun seinen Nachwuchskräften mehr Spielanteile, die sie auch nutzten; Louis Mann traf viermal, und auch Rechtsaußen Elias Fügel war doppelt erfolgreich, konnte sogar einen Siebenmeter verwandeln. Am deutlichen Ausgang der Begegnung änderte das jedoch alles nichts, die Pfälzer waren jederzeit Herr der Lage. Zwar gelang des dem HBW II, den Rückstand etwas zu verringern, der zwischenzeitlich gar auf 15 Tore angewachsen war - doch am Ende stand ein ernüchterndes 23:35 auf der Anzeigetafel.

„Das war sicherlich eines der schlechtesten Spiele des HBW II, das in der SparkassenArena über die Bühne gegangen ist. Dansenberg hat zwar eine top aufgestellte Mannschaft, gegen die kann man verlieren – aber nicht so! Das war heute einfach nichts“, war André Doster hinterher auch restlos bedient. Nun gilt es, am kommenden Samstag beim Aufsteiger TV Plochingen alles besser zu machen. 

Spielfilm: 1:7, 3:11, 4:15, 6:17 – 9:21, 13:26, 20:30, 23:35.

HBW Balingen-Weilstetten II: Ruminsky, Malek; Thomann (1), Mosdzien (2), Fügel (2/1), Mann (4), Fuoß, Soos (1), Bitzer (1), Friedrich, Foth, Heinzelmann (2), Diebel (8/3), Strosack (1), Röller (1).