Vorbericht des HBW-Pressedienstes

22.04.2010

Im letzten Heimspiel möchten die "Jungen Wilden" noch mal alles zeigen

In Leutershausen konnten nach dem Schlusspfiff die Balinger jubeln

von Melanie Zahner

Zum letzten Regionalliga-Heimspiel empfängt der Balinger Bundesliganachwuchs den Mitaufsteiger aus der Baden-Württemberg Oberliga aus Leutershausen bereits am Samstagabend um 20:00 Uhr in der Sparkassenarena. Nach der erfolgreichen Saison der „Jungen Wilden“ auch für den HBW Coach Ecki Nothdurft ein besondere Spiel, der auf lautstarke Unterstützung von den Rängen hofft: „Ich hoffe, dass die Zuschauer, die nicht mit der Bundesligamannschaft nach Göppingen fahren, die Leistung der Mannschaft über die Saison hinweg honorieren und, dass wir noch einmal zeigen können, warum wir die Qualifikation für die dritte Liga geschafft haben.“

Das Team um Trainer Holger Löhr belegt derzeit mit 35 Punkten den dritten Rang im Tableau und möchte diesen gegen die Balinger auch verteidigen. Mit dem 30:28-Sieg über die Lokomotive aus Pirna haben die „Roten Teufel“ von der Bergstraße die Qualifikation für die dritte Liga ebenfalls perfekt gemacht und die zuvor eingefahrene 23:27-Pleite in Schwetzingen vergessen lassen.

„Dass wir die Drittligaqualifikation schon am drittletzten Spieltag perfekt gemacht haben, ist einfach klasse und verdient. Wir haben bravourös gekämpft“, war SG-Coach Holger Löhr mächtig stolz auf seine teuflische Truppe. Auch Kapitän Jonas Gunst, der mit 134 Feldtoren den 15. Platz in der Regionalligatorschützenliste belegt, lobte den kämpferischen Zusammenhalt seiner Teamkollegen: „Das ist genau das, was wir wollten. Das war eine ganz tolle Leistung der ganzen Mannschaft.“

Auch der HBW-Trainer Ecki Nothdurft ist vom Handballgeschick der SG begeistert. „Leutershausen war für mich die Highlightmannschaft, welche den besten Handball gezeigt hat. Dies schafften sie nur nicht konstant genug. Das war ihr Problem. Sonst wäre für sie mehr möglich gewesen“, zollt der Balinger Trainer dem Ballkönnen der „Roten Teufel“ großen Respekt und warnt vor dem hohen Spieltempo der Gäste.

In einer torreichen Partie auf spielerisch hohem Niveau hatte Leutershausen im Hinspiel mit 31:34 das Nachsehen und sinnen jetzt auf Wiedergutmachung. Um die notwendige Unterstützung und eine teuflische Stimmung zu garantieren, hat der Leutershausener Fanclub extra einen Bus für die roten Schlachtenbummler organisiert.

Unterstützung hat auch der Balinger Perspektivkader nötig, denn die ungünstigen personellen Voraussetzungen treiben Ecki Nothdurft Sorgenfalten auf die Stirn und machen das letzte Heimspiel zu einer ganz schweren Aufgabe. Der Diplomsportlehrer kann gegen „Spitzenmannschaft“ (O-Ton Nothdurft), nur eine Rumpftruppe mit zwei Torhütern und acht Feldspielen aufbieten. Da sich die A-Jugendspieler auf das Süddeutsche Halbfinale vorbereiten, bekommen sie am Samstagabend Schonfrist, um am Sonntag in Leipzig mit vollem Einsatz zum Ball greifen zu können.

Nach wie vor muss Nothdurft auf seine beiden Spielmacher Matthias Stocker und René Wismar verzichten, die verletzungsbedingt erneut passen müssen. Hinzu gesellt sich noch Sven Biselli. Die anstehend Nachuntersuchung seiner Beinoperation verhindert einen Einsatz des Rückraumspielers. „Ich hoffe, dass sich die Mannschaft nochmals richtig rein hängt, weil es das letzte Heimspiel ist“, fordert Nothdurft von seiner Truppe vollen Körpereinsatz für den letzten Vorhang im heimischen Wohnzimmer. 

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