Vorbericht des HBW-Pressedienstes

04.03.2010

Mit dem TSB Horkheim kommt ein Meisterschaftsfavorit nach Balingen

Trainer Ecki Nothdurft will seiner Mannschaft den richtigen Weg weisen

von Melanie Zahner

„Achterbahnfahrt mit glücklichem Ende“ war es nach dem Handballkrimi gegen die Lokomotive aus Pirna auf der Vereinshomepage zu lesen. Und in der Tat war es eine wahre Achterbahnfahrt. In der Halbzeitpause führten die Heilbronner noch mit einem sensationellen Halbzeitstand von 25:16. Doch nach dem Seitenwechsel wiegten sich die Gastgeber wohl zu sehr in Sicherheit und so hielten die Pirnaer Gäste mit einem 36:39 die Partie wieder offen. Nach der steilen Abwärtsfahrt in der zweiten Halbzeit gelang es dem TSB gerade noch so, mit einem Tor Vorsprung zum 39:38, den Sieg in trockene Tücher zu legen. „Besser als in der ersten Halbzeit können wir nicht spielen. Wenn es spannend ist und Horkheim am Ende mit einem Tor führt dann bin ich zufrieden“, meinte der TSB Coach Volker Blumenschein nach dieser aufregenden Partie, die nichts für schwache Nerven wahr. Den unkontrollierten Frust der Pirnaer Gäste entlud sich dann in der Umkleidekabine. Abgetretene Türgriffe, zertrümmerte Waschbecken und eine aus der Angel gehobene Tür waren die traurige Bilanz der Zerstörungswut nach der Auswärtsniederlage der Sachsener.

In den vergangen Spielen konnten die Horkheimer viel Selbstvertrauen tanken. Sowohl gegen die SG H2Ku, als auch gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen brachten die Nord-Baden-Württemberger jeweils beide Punkte in die Heimat mit und so werden sie wohl mit viel Rückenwind nach Balingen reisen.

Für Horkheim ist die Partie am Sonntag das vorentscheidende Spiel, denn nach dem Sieg über Pirna belegt der TSB den dritten Platz und kann sich berechtigte Hoffnung auf den Aufstieg machen. „Horkheim war vor der Saison sowieso mein Favorit, da sie wahrscheinlich die beste Kombination aus allem haben“, gibt der Balinger Coach Ecki Nothdurft seinen Meisterschaftstipp preis. Vor allem aber haben die Gäste aus dem Norden von Baden-Württemberg eine exzellente 6/0 Abwehr, hinter der ein klasse haltender Torwart Wojciech Honisch seinen Kasten zunagelt.

Das Hinspiel konnten die Eyachstädter mit 25:17 für sich entscheiden. Keeper Sven Grathwohl hatte mit seinen 23 Paraden damals maßgeblichen Anteil am Balinger Erfolg. „Wir brauchen gegen Horkheim wieder solch eine hervorragende Torwartleistung. Der bessere Torwart wird das Spiel gewinnen“, benennt Ecki Nothdurft die Spiel entscheidende Position für das Heimspiel am Sonntag. Nachdem sich Paul Bar nach überstandener Grippe wieder in den Dienst der Mannschaft stellen kann, hat der HBW Coach auf dieser Position genügend Auswahlmöglichkeiten. Verzichten muss der Diplomsportlehrer nach wie vor auf seinen Spielmacher Matthias Stocker. Zudem ist Felix König bis Donnerstag mit der Junioren-Nationalmannschaft unterwegs.

„Wir müssen schauen dass wir deutlich besser ins Spiel finden und, dass wir im Angriff besser spielen, da waren wir in Köndringen zu ideenlos“, sieht der Diplomsportlehrer noch Verbesserungspotential im Balinger Angriffsspiel. Zudem hofft Ecki Nothdurft auf ein emotionsgeladenes Spiel: „Ich hoffe dass wir noch mehr Emotionen freisetzten können, auswärts war das bis jetzt immer schwieriger, aber ich hoffe, dass es uns daheim besser gelingt“.

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