Vorbericht des HBW-Pressedienstes
04.02.2010
von Pia Snackers
Zu ungewohnter Zeit, nämlich bereits am Freitagabend (5. Februar), trifft der Nachwuchskader des HBW Balingen+Weilstetten auf die SG Kronau/Östringen 2, den Nachwuchskader der Rhein-Neckar-Löwen. Spielbeginn in der Kronauer Mehrzweckhalle ist um 20 Uhr.
Im Hinspiel boten sich die beiden Mannschaften ein kurioses und ebenbürtiges Spiel, in dem die Schwaben die Gäste aus Kronau knapp mit 33:32 bezwingen konnten. Die beiden Nachwuchsteams lieferten sich über sechzig Minuten einen offenen Schlagabtausch. In der entscheidenden, überaus turbulenten und hektischen Schlussphase behielten die Jungs von Trainer Ecki Nothdurft die Nerven und Kapitän Simon Flockerzie erzielte Sekunden vor dem Schlusspfiff den 33:32 Siegtreffer.
Die Schlusssekunden waren für die Balinger sowohl am letzten, als auch am vorletzten Spieltag von entscheidender Bedeutung. Wie gegen die Jung-Löwen im Hinspiel, erzielten die HBW-Youngsters in beiden Spielen nahezu mit dem Schlusspfiff jeweils einen Treffer, aber im Gegensatz zum Hinspiel gegen Kronau war es nicht der Siegtreffer, sondern jeweils nur der Ausgleichstreffer. Für den Balinger Bundesliga-Nachwuchs lief es in beiden Spielen nicht sonderlich gut. In keinem der beiden Spiele war es den Nothdurft-Buben gelungen, auch nur ein einziges Mal in Führung zu gehen. Nothdurft analysierte das Geschehen und kam zu dem Schluss: „Wir haben zu berechnend gespielt und wollten zu viel richtig machen. Das ist nicht unser Ding! Wir müssen wieder anfangen, risikoreichen und frechen Handball zu spielen.“ Dementsprechend gestaltete er seine Vorbereitung auf das Spiel gegen die Jung-Löwen. Siebenmeter werfen und der Tempogegenstoß gehörte ebenfalls dazu. In diesen Situationen verloren seine Jungs nämlich viel zu viele Bälle, was mit ein Grund dafür war, dass sie in beiden Spielen für einen Sieg nie Frage kamen.
In der Kronauer Mehrzweckhalle dürften die Balinger Youngsters eine harte Nuss zu knacken bekommen. Es ist nämlich davon auszugehen, dass einige Zweitligaspieler von der TSG Friesenheim, die ein Zweitspielrecht für Kronau-Östringen haben, gegen die Schwaben zum Einsatz kommen. Mit Hilfe dieser Spieler haben die Nordbadener schon einigen Mannschaften in der Regionalliga, unter anderem der H2Ku, das Leben schwer gemacht und sie mit einer deutlichen Klatsche wieder nach Hause geschickt.
Kronaus Trainer Christof Armbruster hat seiner mit Zweitligaspielern verstärkten Mannschaft eine klare Vorgabe gegeben: In der Europameisterschaftspause wird kein Spiel verloren. Diese Vorgabe hat die Mannschaft bisher konsequent umgesetzt und es ist davon auszugehen, dass sie ihre Siegesserie auch am Freitagabend fortsetzen möchten. Das Spiel gegen den Tabellenführer aus dem schwäbischen ist nämlich das letzte, in dem Armbruster auf die Verstärkung aus Friesenheim zählen kann, denn nach diesem Wochenende geht auch die Saison in der zweiten Liga weiter.
Aus diesen Gründen zieht Balingens Trainer Ecki Nothdurft eine Niederlage seiner Jungs durchaus ins Kalkül: „Eine Niederlage ist durchaus im Bereich des Möglichen. Kronau wird durch die Spieler mit Zweitspielrechten zu einem harten Gegner.“ Allerdings, das konnte man in dieser Saison schon des Öfteren beobachten: In der Regionalliga Süd gibt es immer wieder sonderbare Ereignisse.