Vorbericht des HBW Pressedienstes
22.01.2010
von Melanie Zahner
Am Sonntag bestreitet das Balinger Perspektivteam gegen den TSV Friedberg sein zweites Auswärtsspiel in Folge. Anpfiff ist in der TSV Halle bereits um 16.30 Uhr. Die letzte Begegnung konnten die Jungen Wilden mit 36:32 für sich entscheiden. „Ich habe das Hinspiel noch mal angeschaut im Endeffekt war es knapper als das Ergebnis aussagt“ bilanziert der Balinger Coach Ecki Nothdurft nach der Videoanalyse den ersten Heimsieg seiner Truppe.
Während die Friedberger unfreiwillig ein spielfreies Wochenende hatten, da Pirna um eine Spielverlegung aufgrund der WM-Qualifikationsteilnahme des lettischen Nationalspielers Ivars Serafimovics gebeten hatte, musste das Nothdurft Team beim TSV Neuhausen/Filder zum Ball greifen. Nach einem 14:16 Pausenrückstand steigerten sich die Eyachstädter vor allem im Angriff und ließen nach dem 24:28 Sieg die wenig berauschende Leistung aus der ersten Halbzeit vergessen.
Auch das Team um Trainer Hartmut Mayerhoffer, welcher erst seit dieser Saison auf dem Trainerstuhl sitzt, startete mit einem 29:24 Heimsieg über das aktuelle Tabellenschlusslicht HG Oftersheim/Schwetzingen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Johannes Luderschmid. Der 24-Jährige hämmerte das Spielgerät gleich zwölf Mal in die gegnerischen Maschen und war somit bester Werfer der Partie. „ Wenn´s läuft, dann läuft´s halt einfach “, meinte der Rückraumspieler zu seinem sehr guten Lauf in der anschließenden Pressekonferenz. „Luderschmid, in Verbindung mit Segmüller und Manuel Moreno, der uns im Hinspiel am meisten Probleme gemacht hat, sind drei richtige Rückraumkanten“, warnte Balingens Trainer Ecki Nothdurft vor den besten Friedberger Werfer. Im Hinspiel konnte sich der 31-Jährige Rückraumlinke fünfmal in die Torschützenliste eintragen und war damit bester Werfer seines Teams. Mittlerweile hat sich Moreno auch wieder von seinem Verkehrsunfall erholt und im Spiel gegen Oftersheim bereits wieder vier Tore erzielt. Gegen den Tabellenletzten aussetzen musste hingegen Linksaußen Markus Walk. Er musste wegen einem Mittelfußbruch pausieren. Ebenfalls nicht mit von der Partie war Kreisläufer Marcin Szulc. Hinsichtlich eines Einsatzes von Walk und Szulc gegen Balingen halten sich die Friedberger bislang noch bedeckt.
In Friedberg werden die Nothdurft-Buben auf eine untypische 6/0-Abwehr treffen. Im Gegensatz zu anderen Mannschaft steht der TSV in seinem 6/0-Verbund äußerst offensiv und attackiert die Gegenspieler schon deutlich vor dem Kreis. „Das spielt so in dieser Form keine andere Mannschaft und da werden wir uns einfallen lassen müssen“, hat Ecki großen Respekt vor dieser ungewöhnlichen Verteidigungsform. Dass die Herzogstädter dem Balinger Bundesliga-Nachwuchs körperlich auch noch deutlich überlegen sind, macht die Sache auch nicht einfacher.
Erschwerend kommt hinzu, dass die A-Jugendlichen, die bereits zur Stammformation der „Jungen Wilden“ von Ecki Nothdurft zählen, am Samstagabend ein wichtiges Spiel in Pfullingen absolvieren müssen. Deshalb stand sie Trainer Nothdurft in dieser Woche auch nur einmal im Training zur Verfügung. „Hoffentlich kann ich auf den gleichen Kader wie gegen Neuhausen zurückgreifen“ hofft der Balinger Coach auf eine verletzungsfreie Rückkehr seiner A-Jugend-Schützlinge, zumal Keeper Sven Grathwohl mit der Bundesligamannschaft ein Turnier in der Schweiz absolviert und an ein Comeback von Matthias Stocker und Tobias Hotz momentan nicht zu denken ist.