Vorbericht des HBW-Pressedienstes

08.01.2010

Die Lokomotive aus Pirna will im Rückspiel Revanche

Ob die "Jungen Wilden" nach dem Rückspiel genau so jubeln können, wie in Pirna, ist äußerst fraglich.

von Melanie Zahner

Zum ersten Spiel der Rückrunde dampft die Lokomotive aus Pirna in der Balinger  SparkassenArena an. Für den Balinger Perspektivkader wird das Spiel gegen die Sachsen alles andere als eine einfache Aufgabe, denn Pirna hat noch eine offene Rechnung mit den Jungen Wilden aus dem Schwäbischen zu begleichen.
Spielbeginn in der Balinger SparkassenArena ist am Samstagabend (9. Januar 2010), um 20.00 Uhr.

Im September krallte sich der Aufsteiger gleich im ersten Regionalligaspiel mit 25:24 den Sensationssieg in Pirna und verhagelte dem erfahrenen Regionalligist zum Saisonauftakt ordentlich die Stimmung. Der Balinger Coach Ecki Nothdurft freute sich diebisch über diesen Sensationserfolg gab aber gleich zu bedenken, Pirna zum richtigen Zeitpunkt erwischt zu haben. Der selbsternannte Aufstiegsfavorit musste zum Saisonauftakt auf einige Leistungsträger, darunter auch den spektakuläre Neuzugang Petr Hazl, verzichten. Alle damals verletzten Spieler stehen jetzt wieder voll im Saft, haben die Sachsen mit 17:11 Punkten wieder in Schlagdistanz zum Tabellenführer aus Balingen gebracht und sinnen jetzt auf Revanche gegen den Liganeuling. Wenn die Lok aus Pirna nämlich im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg dabei bleiben will, muss das Team um Trainer Norman Rentsch gegen die Schwaben unbedingt punkten. Als Unterstützung für das Unterfangen „Revanche“ wurde eigens einen Fanbus gechartert.

Dieser Tatsache ist sich auch der HBW Trainer Ecki Nothdurft bewusst und warnt vor der  stabilen 6:0-Abwehr hinter der Keeper Ludek Kylisek seinen Kasten zugenagelt. Gerade die von Pirna bevorzugte Abwehrformation hat die Jungen Wilden von der Alb im Laufe der Hinspielrunde schon mehrmals vor Probleme gestellt. Deshalb will der Balinger Coach die Gäste mit der eigenen Abwehr unter Druck setzten und über den schnellen Tempogegenstoß und die zweite Welle zu einfachen Toren kommen. „Pirna hat die besten Einzelspieler der Liga“, verweist Nothdurft zudem auf den, für die Regionalliga überdurchschnittlich besetzten Kader.

Nach den Siegen gegen die SG Leutershausen ( 33:25) und den TSV Neuhausen Filder (35:30) scheint der überstürzte Wechsel von Valdis Gutmanis nach Schwerin und den damit verbundenen vereinsinternen Turbulenzen und Querelen vom Tisch zu sein und die Lokomotive kommt mit viel Selbstvertrauen an die Eyach.

Die Nothdurft-Sieben geht nach dem Schlichter Cup geschwächt in die Partie. Nachdem Tobias Hotz noch an seinem Bänderriss laboriert, hat sich nämlich auch Matthias Stocker in Dettingen einen Bänderriss zugezogen und fällt damit für mindestens vier Wochen aus. Als Torschützenkönig des Balinger Nachwuchskaders und sicherer Siebenmeterschütze fällt sein Ausfall besonders schwer ins Gewicht und treibt Nothdurft die Sorgenfalten auf die Stirn. „Der Ausfall von Matthias wird nur sehr schwer zu kompensieren sein“, bedauert der HBW-Coach das Fehlen seines Spielmachers. Die Verantwortung liegt jetzt ganz auf den Schultern von René Wismar und dem A-Jugendlichen Christian Wahl.

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