Vorbericht des HBW-Pressedienstes
05.11.2009

Nach ihrem Überraschungscoup beim TSB Heilbronn/Horkheim erwartet die Balinger Bundesliga-Nachwuchs am Sonntagnachmittag den Tabellenneunten HSC Bad Neustadt. Die Gäste aus Bayern, welche zu Beginn der Runde noch an der Tabellenspitze zu finden waren, sind nach drei punktlosen Spielen ins Mittelfeld abgerutscht.
Erst am vergangen Sonntag entführte die langsam zu dampfen beginnende Lokomotive aus Pirna den Bayern zwei Punkte aus der heimischen Bürgermeister-Goebels-Halle. Für das Team um HSC Trainer Fritz Zenk war es die erste Heimniederlage in dieser Saison. „Wir sind an unserer eigenen Abschlussschwäche gescheitert. Die müssen wir unbedingt abstellen“, bilanzierte der Gästetrainer in der abschließenden Pressekonferenz.
„Der HSC Bad Neustadt ist eine unheimlich abgezockte Truppe. Sie gehört für mich zu den cleversten der Liga“, verweist HBW Coach Eckard Nothdurft auf die vielen Spieler mit Erster- und Zweiter Bundesligaerfahrung. Ein sehr erfahrener Rückraum ist ein Markenzeichen der Gäste vom Saale Ufer. Der Tscheche Michael Tonar im rechten Rückraum kann auf fast 300 Länderspieleinsätze in der tschechischen Nationalmannschaft zurückblicken und ist der aktuelle Torschützenkönig in der Regionalliga. „Tonar hat für mich den besten Wurfarm der gesamten Liga“, zollt der HBW Trainer dem Tscheche mit der Nummer 19 auf dem Rücken großen Respekt. Im Spiel gegen Lok Pirna nagelte der 40-Jährige den Ball 13 Mal in die generischen Maschen. Auch der Landsmann von Tonar, Jiri Piroch und Neuzugang Frank Eidam, welcher zuvor für die HSG Gensungen/Felsberg seine Tore geworfen hat, können auf eine langjährige Erfahrung zurückgreifen. Auch Neuzugang Margots Valkovskis, der vom HC Alpla Hard an die Saale wechselte hat 99 Länderspiele für Lettland auf dem Buckel. Ein Garant für einen starken Rückhalt im Tor ist Rostislav Badura. Als Torhüter der tschechischen Nationalmannschaft wer er bereits bei Welt- und Europameisterschaften im Einsatz.
Apropos Torhüter: Ob beim Balinger Perspektivkader Sven Grathwohl wieder mit dabei sein wird, entscheidet sich kurzfristig, da er mit der Bundesligamannschaft ein Tag zuvor in Flensburg am Ball ist. Der Einsatz der angeschlagenen Steffen Zank, Klaus Schuldt und Philipp Keinath scheint trotz ihrer Blessuren ziemlich sicher zu sein, entscheidet sich aber definitiv erst bis zum Spieltag, da die Mannschaft nach dem Husarenstück in Horkheim zwei Tage trainingsfrei bekommen hat, um die Verletzungen auszukurieren. Trotz der Erholungspause scheint ein Comeback von Fabian Pick gegen den HSC Bad Neustadt eher unwahrscheinlich. Er hat zwar wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen, doch für einen Einsatz ist es wahrscheinlich noch zu früh.
„Wir müssen schauen dass wir die Unbeschwertheit im Spiel behalten. Das wird von Tag zu Tag schwieriger, da uns zwischenzeitlich die gegnerischen Trainer beobachten und die Überraschungseffekte weniger werden“, hofft Nothdurft wie in den bisherigen Spielen auf eine ebenso kämpferische wie couragierte Spielweise seiner Jungs.