Spielbericht
09.11.2011
von Reinhard Linder
Einen entspannten Handballabend haben mehr als 600 Zuschauer am Samstag in der SparkassenArena verbracht. Drittligist HBW Balingen-Weilstetten 2 gewann gegen den TuSpo Obernburg mit 33:25 (17:8).
Balingen. „Das war ein immens wichtiges Spiel. Ich freue mich sehr über den Sieg“, jubelte HBW-Trainer Eckard Nothdurft nach dem Abpfiff. Die Grundlage für den Erfolg sei eine hervorragende Abwehrleistung in der ersten Halbzeit gewesen.
Dabei hatte gerade die Defensive dem A-Lizenzinhaber im Vorfeld Sorgen bereitet. Schließlich konnte er erstmals in dieser Saison nicht auf Micha Thiemann zurückgreifen, der sich einer Schulteroperation unterziehen muss. Seine halblinke Position nahm der zwei Köpfe kleinere Fabian Schlaich ein, der seine Sache mehr als ordentlich machte. Ihn hob Nothdurft bei der Pressekonferenz ebenso hervor wie den nach seiner Spielsperre zurückgekehrten Klaus Schuldt, der als Indianer wirkungsvoll das Angriffsspiel der Gäste unterband. Diesen gelangen in der ersten Viertelstunde nur zwei Treffer, was der Perspektivkader nicht zuletzt dem glänzend haltenden Paul Bar zu verdanken hatte.
Bis zum ersten Tor in einer kampfbetonten Partie mussten die mehr als 600 Zuschauer bis zur vierten Minute warten, als Kapitän Schuldt einen Abpraller verwertete. Im nächsten Angriff brachte der HBW mit atemberaubender Geschwindigkeit einen Spielzug zu Ende, völlig frei netzte Regisseur Christian Wahl zum 2:0 ein. Erst in der siebten Minute gelang den Obernburgern durch ihren mit Starallüren ausgestatteten Spielmacher Alexander Lemke der Anschlusstreffer. Mit einem Doppelschlag vergrößerte Benedikt Brielmeier den Vorsprung und als Gregor Thomann in der zwölften Minute deas 7:2 erzielte, sah sich Gästecoach Lars Jung zu einer frühen Auszeit genötigt. Seine Mannschaft fand aber auch weiterhin kein probates Mittel gegen die aggressive und stabile 5:1-Abwehr der Balinger. Brielmeier und Wahl besorgten die nächsten Treffer, nach einer Viertelstunde war beim 9:2 praktisch schon die Vorentscheidung gefallen.
Erst als sich Brielmeier verletzte und für ihn Felix König aus der Bundesligatruppe auf die Platte kam – er traf prompt zum, 11:3 - leisteten sich die Nothdurft-Jungs eine kleine Schwächephase, welche die Obernburger mit einem 3:0-Lauf bestraften. Schlaich, Schuldt und Felix Zipf stellten den alten Abstand wieder her, zwei Pfostentreffer verhinderten den Zehn-Tore-Vorsprung. Kurz vor der Pause war Kreisläufer Felix Euchner dreimal erfolgreich zum 17:8-Halbzeitstand.
Auch die zweite Halbzeit dominierten die Hausherren. Mit einem Doppelschlag erhöhte Christoph Foth auf 19:10, mit einem Tor der Marke „unmöglich“ ließ Schuldt das Publikum staunen. Es grenzte schon fast an ein Wunder, dass er den viel zu langen Ball von Bar noch erlief, Zentimeter von der Außenlinie entfernt hob er ihn über den TuSpo-Keeper Johannes Klimmer ins lange Eck zum 21:11.
Mit vier Toren in Folge konservierte Philipp Keinath den Zehn-Tore-Vorsprung, der nach einer Dreiviertelstunde infolge Konzentrationsschwächen etwas zusammenschmolz. Obernburg kam auf sechs Tore heran, die Aufholjagd beendete aber König mit zwei Toren zum 30:22. In den Schlussminuten taten sich beide Mannschaften nicht mehr weh. Mit einem verwandelten Siebenmeter stellte Keinath den 33:25-Endstand her.
HBW Balingen-Weilstetten 2: Bar, Greiner; Schuldt (6), Keinath (6/2), Brielmeier (5), Euchner (3), Foth (3), König (3), Wahl (2), Zipf (2), Kugel (1), Schlaich (1), Thomann (1), Hausmann.
Spielfilm: 5:1, 9:2, 11:6, 17:8 – 21:11, 27:17, 28:22, 33:25.
Nächstes Spiel: TSB Horkheim – HBW Balingen-Weilstetten 2 (12. November, 20 Uhr, Stauwehrhalle Heilbronn).