Spielbericht aus dem Zollernalbkurier
14.11.2011
Wieder hat es auswärts nicht gereicht. Der HBW Balingen-Weilstetten 2 zog am Samstag gegen den Tabellenzweiten der dritten Liga, den TSB Horkheim, mit 28:31 (13:13) den Kürzeren.
Heilbronn. „Wir haben einen guten Beitrag zu einem guten Spiel geleistet. Nur das Ergebnis schmerzt“, war HBW-Trainer Eckard Nothdurft mit der Leistung seiner Mannschaft absolut zufrieden. Neidlos musste er anerkennen, dass die Horkheimer in der ausverkauften Heilbronner Stauwehrhalle noch einen Tick besser waren als seine Jungs.
Die Partie begann mit einer Schweigeminute für die am Freitag bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommenen Schiedsrichter-Zwillinge Bernd und Reiner Methe, welche die Erstliga-Partie zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und dem SC Magdeburg hätten pfeifen sollen. Nicht nur die Balinger trugen Trauerflor, sondern auch die Mannschaft von Trainer Volker Blumenschein.
Von Beginn an entwickelte sich eine hochklassige Drittliga-Partie, in der sich beide Teams nichts schenkten. Zwar gingen die Gastgeber mit 2:0 in Führung, aber die Eyachstädter kamen dank der Paraden von Torhüter Paul nicht ins Schwimmen und glichen durch Benedikt Brielmeier zum 4:4 aus. In den folgenden Minuten legten die Horkheimer immer einen Treffer vor, den der HBW-Perspektivkader aber postwendend egalisierte. Vor Spannung knisterte die Luft in der Stauwehrhalle.
Beim Stande von 8:8 stellte Nothdurft seine 5:1-Abwehr auf eine 6:0-Formation um, „weil ich den Eindruck hatte, dass die Defensive nicht mehr stabil genug war.“ Diese Maßnahme, die erstmals in dieser Saison Christoph Foth und Sebastian Schlaich im Mittelblock zusammenführte, brachte die gewünschte Wirkung. Die Horkheimer Rückraumschützen Markus Schumacher und Evgeni Prasolov kamen nicht mehr so einfach zum Abschluss, Foth brachte seine Farben beim 13:12 erstmals in Führung. Allerdings glich TSB-Regisseur Felix Knoll vom Siebenmeterstrich zum 13:13-Halbzeitstand aus.
Nach dem Seitenwechsel fielen die Tore wie reife Früchte. Foth und per Konter Philipp Keinath sorgten beim 15:13 für die erste Zwei-Tore-Führung der Gäste. Regisseur Christian Wahl erhöhte sogar auf 17:14. Doch dann sahen sich in rascher Folge Schlaich und Wahl mit Zwei-Minuten-Strafen konfrontiert. Routiniert nutzten die Horkheimer ihre Überzahl zum 18:18-Ausgleich.
Bis zum 21:21 nach einer Dreiviertelstunde gelang es dem HBW die hochklassige Partie offen zu halten. „Dann haben wir fünf Minuten lang in der Abwehr und im Angriff alles falsch gemacht“, räumte Nothdurft ein. Sein Ensemble geriet mit 22:27 ins Hintertreffen „diesem Rückstand sind wir bis zum Ende hinterher gelaufen.“
Zwar kamen seine Jungs noch auf 25:27 und auf 26:28 heran. Doch als sich die Blumenschein-Truppe auf 31:27 abgesetzt hatte, war auch den mitgereisten HBW-Fans klar, dass es an diesem Abend keine Überraschung geben werde. Letztlich konnte ihre Mannschaft mit dem 28:31 hoch erhobenen Hauptes die Rückreise aus Heilbronn antreten, wohin sie ohnehin als krasser Außenseiter gefahren war. „Das, was wir uns vorgenommen haben zu zeigen, haben wir umgesetzt“, war Nothdurft mit dem Auftritt seiner Truppe „absolut zufrieden“.
HBW Balingen-Weilstetten 2: Bar, Beha; Foth (6), Brielmeier (5), Keinath (5/2), Schuldt (4), Wahl (4), Zipf (3), Thomann (1), Euchner, Hausmann, Link, Schlaich.
Spielfilm: 2:0, 4:4, 10:8, 12:13, 13:13 – 13:15, 21:21, 27:22, 28:26, 31:28.
Nächstes Spiel: HBW Balingen-Weilstetten 2 – SG Leutershausen (20. November, 17 Uhr, SparkassenArena Balingen).