Spielbericht des HBW-Pressedienstes
07.04.2010
von Melanie Zahner
Inmitten des Saisonendspurts mussten die Nothdurft-Buben beim derzeitigen Regionalligaspitzenreiter der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen antreten. Kein leichtes Los für die ersatzgeschwächten Balinger. Angesichts des Termins ist es verständlich dass keiner der beiden Trainer über diese Pflichtaufgabe begeistert war. „Es ist ein Spiel das keiner will“, meinte der SG-Trainer Axel Kromer und sah als wichtigstes Ziel das Spiel verletzungsfrei zu Ende zu bringen. Auch für den Balinger Coach Eckard Nothdurft ist das Spiel um die Final Four Qualifikation „kein Wunschkonzert“ (O-Ton Nothdurft), der Diplomsportlehrer nutze aber das Pokalspiel, um den Spielern vermehrte Einsatzzeiten zu geben, die in der Saison bislang bei den Rundenspielen nicht zum Zuge kamen.
So schickte der HWB-Coach Edis Camovic zwischen die HBW Pfosten und Felix Euchner, Sven Bisell und Tobias Hotz erhielten vermehrt Spielanteile. Dennoch hat es am Ende für die Balinger Gäste nicht gereicht ins Final Four am 15. und 16. Mai einzuziehen und verabschieden sich damit früher in die Sommerpause.
Mit 34:32 warfen sich die Herrenberger Hausherren ins Halbfinale um den HVW-Pokal.
Lediglich eine Rumpftruppe von 11 Spielern konnte Ecki Nothdurft aufbieten. Nach seiner tollen Leistung beim Rookie Cup weilte auch Christoph Foth gemeinsam mit Felix König beim DHB Lehrgang. Christian Wahl und Fabian Schlaich gönnte der HBW-Coach nach dem stressigen Osterwochenende in Berlin eine Erholungspause.
Zunächst sahen die Zuschauer der Herrenberger Markweghalle eine ausgeglichene Partie. Erst nach fünf Spielminuten schaffte es die SG sich mit 6:4 in Führung zu werfen. Diese konnten sie im weiteren Verlauf auf 9:6 ausbauen. Nach zwanzig Spielminuten bekam Micha Thiemann einen Finger ins Auge und musste die Partie vorzeitig beenden. Damit stand dem Balinger Coach mit Fabian Pick nur noch ein gelernter Rückraumspieler zur Verfügung und er war gezwungen zu improvisieren. Kapitän Simon Flockerzie und Rechtsaußen Philipp Keinath halfen im Rückraum aus. Doch die „Jungen Wilden“ gaben nicht auf und kämpften sich bis fünf Minuten vor dem Halbzeitgong auf 15:14 heran. In Überzahl gelang den Balinger sogar der Ausgleich zum 15:15. Beim Stand von 19:17 ging es in die Kabinen.
Auch in der zweiten Halbzeit dominierten die Herrenberger Hausherren und die Eyachstädter konnten nicht ganz mithalten. Mit 34:32 mussten sich Balinger Bundesliga-Nachwuchs schließlich geschlagen geben. „Die Mannschaft hat aus ihren Möglichkeiten das Optimale aus sich herausgeholt. Wir lagen das ganze Spiel nie in Führung, deshalb müssen wir von einem verdienten Sieg für Herrenberg sprechen“, war Nothdurft mit der Leistung seiner Jungs zufrieden.
Edis Camovic, Paul Bar (TW); Simon Flockerzie (6), Philipp Keinath (6/4), Felix Euchner( 5), Fabian Pick (4), Klaus Schuldt (5), Steffen Zank (3), Micha Thiemann (2), Tobias Hotz (1), Sven Biselli.