Spielbericht des HBW-Pressedienstes
23.11.2009

von Melanie Zahner
Dank eines überragenden Philipp Keinath und einem guten Rückhalt im Tor durch Sven Grathwohl, konnten die Balinger die Partie zu Ihren Gunsten entscheiden und schickten die Gäste vom Main ohne etwas Zählbares wieder auf die Heimreise. Die Balinger Bundesligareserve konnte nach zwei Niederlagen in Folge die zwei Punkte auf ihrem Konto gutschreiben und hat jetzt bereits 16 Zähler auf der Habenseite. Viele Fehlwürfe verhinderten allerdings ein deutlicheres Ergebnis.
Zu Beginn des Spiels taten sich die Hausherren sehr schwer. Micha Thiemann erzielte den ersten Treffer auf Seiten des HBW und Jugend-Nationalspieler Philipp Keinath legte zum 2:1 nach. Die Führung glich Sebastian Kraus allerdings postwendend aus. Immer wieder scheiterten die Eyachstädter am Rimparer Schlussmann Max Brustmann, den der Fanclub nicht umsonst „the Wall“ nennt. Erst in der zwölften Minute konnte Micha Thiemann diese Mauer wieder durchbrechen und das Spielgerät zum 3:3 in den Rimparer Maschen unterbringen. Trotz optischer Überlegenheit gelang es der Nothdurft-Sieben aber nicht, sich entscheidend abzusetzen. So lagen mal die Hausherren und dann wieder die Gäste, die zur Unterstützung ihren Fanclub die „Supporters Rimpar“ mitgebracht hatten, in Führung.
Erst in der 22. Minute konnten die Hausherren durch einen Treffer von Micha Thiemann einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus spielen, den die Gäste nach der Timeout-Ansprache von Spielertrainer Heiko Karrer aber gleich wieder verkürzte. Dank eines Treffers von Fabian Schlaich verabschiedeten sich die Balinger mit einem Tor Vorsprung mit 13:12 in die Halbzeitpause.
Das Rimparer Eigengewächs Felix Heinrich egalisierte den Pausenvorsprung der Balinger Hausherren, doch Matthias Stocker legte zum 14:13 nach. Nach zehn Minuten in der zweiten Hälfte gelang es Philipp Keinath wieder einen zwei Torvorsprung zu erzielen, als er zum 18:16 einnetzte. Diesen konnte Fabian Schlaich und erneut Philipp Keinath nach tollen Anspiel von Steffen Zank auf 20:16 ausbauen. Rimpars Spielertrainer Heiko Karrer versuchte dem Spiel noch eine Wende zu geben und ging selbst auf die Platte, doch Balingens Philipp Keinath war nicht mehr zu stoppen. Gleich drei Mal in Folge versenkte der Jugend-Nationalspiel das Spielgerät in den Maschen der Gäste und erzielte mit dem 23:18 ein Art Vorentscheidung. Der Rimparer Trainer nutze noch seine letzte Möglichkeit, um die Mannschaft wieder einzustellen und zückte die grüne Zeitkarte. Die Ansprache zeigte allerdings wenig Wirkung, denn Fabian Pick und erneut Philipp Keinath trafen zum 26:20. Nach dem 28:22, erneut durch Pick, blieb den Gästen schließlich nichts anderes mehr übrig, als Ergebniskosmetik zu betreiben. Die Mainstädter nutzen diese Möglichkeit konsequent und verkürzten zum 28:26 Endstand.
HBW-Coach Eckard Nothdurft war am Ende froh über die zwei Punkte, zumal er im Laufe der Woche einige Ausfälle zu kompensieren hatte und nicht so recht wusste wie seine A- Jugendlichen mit der Doppelbelastung von zwei Spielen in Folge zurechtkommen würden. Trotz des Sieges haderte er mit der Fehlwurfquote seiner Jungs: „Zwanzig Fehlwürfe sind einfach zu viel, dass muss weniger werden. Wir haben auch einfache Fehler im Rückraum gemacht, als wir die Partei im Griff hatten“, war Nothdurft von der Tatsache, dass seine Jungs in den letzten drei Minuten vier einfach Treffer Gäste zuließen, völlig unzufrieden.
HBW Balingen-Weilstetten: Edis Camovic, Sven Grathwohl(TW); Philipp Keinath (11/2), Micha Thiemann (5), Simon Flockerzie (1), Fabian Schlaich (5), Fabian Pick (2), Matthias Stocker (3), Christoph Foth (1), Tobias Hotz, Christian Wahl, Felix Euchner, Steffen Zank, René Wismar
Spielbericht aus Rimpar
Rimpars Regionalliga-Handballer bleiben bis auf weiteres Tabellenletzter. Nach zuletzt zwei Siegen hintereinander verpasste der Aufsteiger bei Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten II die Überraschung und unterlag mit 26:28. „Wir haben die Balinger geärgert“, sagte Co-Trainer Josef Schömig, „aber in der entscheidenden Phase hat uns das Wurfglück gefehlt.“ Zudem hätte das Schiedsrichter-Duo mit zweierlei Maß gemessen. „Wir haben viel schneller Zeitspiel angezeigt bekommen als der Gegner. Auch unsere Würfe wurden ständig zurückgepfiffen.“ Bereits nach zwei Minuten fanden sich die Rimparer darüber hinaus in Unterzahl wieder, nachdem der Isländer Kristinn Björgulfsson zunächst die Gelbe Karte und kurz darauf zwei Minuten bekommen hatte. Aber die DJKler überstanden diese Phase unbeschadet und spielten auch in der Folge ordentlich mit.
„Wir waren über weite Strecken auf Augenhöhe. Wenn wir so gut gespielt hätten wie beim letzten Heimsieg, wäre sogar ein Sieg möglich gewesen“, befand Schömig. Eine famose Leistung zeigte Linksaußen Sebastian Kraus, dem neun Tore gelangen – und das, obwohl er nach einem Foul in der ersten Halbzeit am Knie behandelt worden war. „Mit dieser Verletzung hatte Basti die ganze Zeit zu kämpfen. Entscheidend in Rückstand gerieten wir, als er gegen Ende auf die Bank musste“, sagte Schömig nach der 26:28-Niederlage. Der Bundesliga-Nachwuchs zog binnen Minuten von 18:16 auf 24:18 auf und davon. „Unsere linke Abwehr-Seite war heute anfällig“, gestand Schömig. Dies war mit der Grund, warum der HBW-Außenspieler Philipp Keinath elf Tore erzielen konnte.
Gewohnt stark agierte hingegen DJK-Keeper Max Brustmann, der sich mittlerweile den Ruf als bester Torwart in der Liga verdient hat. Auf der Schwäbischen Alb hielt Brustmann 26 Würfe vom Tor fern, davon zwei Siebenmeter und drei Würfe nach Kontern. „Max hat uns im Spiel gehalten, auch weil das Zusammenspiel mit der Abwehrmitte sehr gut funktioniert hat“, lobte Schömig. Spielertrainer Heiko Karrer und Rückkehrer Stig Skilbred, der sein Comeback nach einer langen Verletzungspause feierte, gaben der Defensive viel Stabilität. Das schnelle Spiel des Spitzenreiters kam so zunächst nicht zur Entfaltung. Am Ende waren Brustmann und Co aber machtlos.
Balingen-Weilstetten: Camovic, Grathwohl – Euchner, Pick 2, Flockerzie 1, Keinath 11/2, Stocker 3, Zank, Foth 1, Hotz, Thiemann 5, Wismar, Schlaich 5.
Rimpar: Brustmann – Wiehl 1, Karrer 2, Kraus 9, Chr. Heinrich 1, Schmitt, Skilbred 1, Rösner, F. Heinrich 4, Björgulfsson 5/1, Oswald 1, Albus, Sauer 2.
Zeitstrafen: 2/4.
7m: HBW: 4 (davon 2 verwandelt), DJK: 1(1).
Spielfilm: 2:3, 6:5, 7:7, 10:8, 12:12, 15:15, 18:16, 20:18, 24:18, 24:20, 27:22.
Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Neuried/Offenburg).
Zuschauer: 250.
Regionalliga Süd Männer
ESV Lok. Pirna – HSG Konstanz 28:25
TSV Friedberg – TSG Söflingen 33:36
SG LVB Leipzig – SG Köndringen/Te. 27:27
TSV Deizisau – HSC Bad Neustadt 37:30
TSV Neuhausen/Filder – SG Leutershausen 32:32
Balingen-Weilstetten II – SG DJK Rimpar 28:26
SG Kronau/Östringen II – TSB Heilbronn/Horkh. abges.
Oftersh./Schwetzing – SG Haslach-He.-Ku. 27:35