Spielbericht des HBW-Pressedienstes
13.12.2009

von Pia Snackers
Am vergangenen Samstag trafen die beiden Aufsteiger der letzten Saison in der Regionalliga Süd aufeinander. Holger Löhr, Trainer der SG Leutershausen erwartete vor dem Spiel von seiner Mannschaft, dass sie kämpferisch alles geben und mit Cleverness die Jungs von der Eyach in ihre Schranken weißen. Eckard Nothdurft, Trainer des HBW's, mahnte unterdessen zur Vorsicht, die Mannschaft nicht zu unterschätzen aufgrund der ausgeglichen besetzten und eingespielten Mannschaft.
Bereits vor dem Spiel wies Nothdurft auf die schwierige Trainingslage des HBW's hin. Durch enormen Trainingsaufwand, den die Spieler bewältigen müssen und Einsätzen in der A-Jugend und der Bundesliga-Mannschaft, musste Nothdurft in diesem Spiel auf Sven Biselli, Christian Wahl und Fabian Pick wegen Krankheit verzichten.
Doch trotz dieser Ausfälle aufseiten des HBW's ging die Rechnung der Gastgeber aus Leutershausen nicht auf. Von Anfang an lagen die Gäste aus Balingen in Führung und konnten diese auch das ganze Spiel über verteidigen. Zwar begann Leutershausen mit der von Nothdurft gefürchteten 6:0-Abwehr, der Balinger Perspektivkader zeigte jedoch ein sehr gutes Angriffsspiel mit sehr konzentrierten Phasen und konnte so die Abwehr von der Bergstraße überwinden und den Ball immer wieder ins gegnerische Tor katapultieren.
Bei einem Stand von 2:2 zogen der HBW mit einem 0:6-Lauf auf einen Spielstand von 2:8 davon und konnte diesen Vorsprung clever verteidigen. Doch SGL-Trainer Holger Löhr reagierte und stellte die Abwehr auf 5:1 um. Mit dieser Umstellung taten sich die Eyachstädter am Anfang recht schwer und die Gastgeber konnten auf 11:13 verkürzen. Bei einem Stand von 12:16 ging es in die Kabinen.
In der zweiten Halbzeit ging es genau so weiter wie im ersten Durchgang, über 17:20 und 20:25 verteidigte der HBW immer wieder seine Führung. Nur beim 26:28 wurden die Gastgeber aus Leutershausen noch einmal gefährlich für den HBW. Doch auch in dieser Phase konnte der Balinger Perspektivkader gegen die starken Gastgeber standhalten und im Angriff die Kontrolle behalten. Die Führung verlor der HBW auch gegen Ende des Spieles nicht mehr und fuhr über 29:32 einen Endstand von 31:34 ein.
Nothdurft war am Ende des Spieles mehr als zufrieden: „Es war ein sehr gutes Regionalligaspiel. Leutershausen ist eine sehr starke Mannschaft, die uns sechzig Minuten zu arbeiten gegeben hat.“ Doch nicht nur mit dem Spiel war Nothdurft zufrieden, sondern auch mit der Mannschaft: „Ich bin sehr zufrieden, die Jungs haben die Nerven behalten und sehr gute Arbeit geleistet“
Edis Camovic, Sven Grathwohl, Paul Bar (TW); Matthias Stocker (13/4), Micha Thiemann (6), Simon Flockerzie (5), Philipp Keinath (3), René Wismar (3), Fabian Schlaich (2), Klaus Schuldt (1), Steffen Zank (1), Christoph Foth und Felix Euchner.
Spielbericht von der Leutershausener Homepage
13.12.2009
Wenn nur diese verdammten ersten zehn Spielminuten nicht wären. Das mag sich so mancher Fan bei der 31:34-Niederlage der SGL gegen die HBW Balingen-Weilstetten 2 gedacht haben. Dank des kollektiven Tiefschlafs zu Beginn lag der Regionalliga-Spitzenreiter von der schwäbischen Alb schon zur Halbzeit deutlich in Front. 12:16 aus Sicht der „Roten Teufel von der Bergstraßen“ stand es nach 30 Minuten.
Zum dritten Mal hintereinander verschliefen die Mannen von Trainer Holger Löhr die Anfangsphase eines Spiels. „Das wird langsam zu unserem Problem – ich kann mir das nicht erklären“, meinte ein sichtlich enttäuschter Kapitän Jonas Gunst nach dem Abpfiff. Einfach zu viele Chancen ließ die SGL aus und lief dann in einige Konter. Aber auch in der Defensive stimmte es zu Beginn nicht. Der Regionalliga-Spitzenreiter nutzte die „Heisemer“ Abwehrlücken eiskalt, lag schnell mit sechs Toren in Front. Vor allem Matthias Stocker konnte schalten und walten wie er wollte. Der Balinger Spielmacher erzielte einen Treffer nach dem anderen, allein in der ersten Halbzeit traf der Rechtshänder neunmal ins Leutershausener Gehäuse. Löhr zog die Notbremse und nahm eine Auszeit. „Ich habe die Abwehr von 6:0 auf 5:1 umgestellt“, sagte der Coach nach der Begegnung. Die Maßnahme zeigte Wirkung. Langsam kämpften sich seine Jungs in die Partie zurück. und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf ein Tor. Kurz vor der Pause schlichen sich aber wieder einige Unkonzentriertheiten ins SGL-Spiel. Das hatte zur Folge, dass Balingen-Weilstetten mit vier Toren Vorsprung in die Kabine ging.
In der zweiten Halbzeit zeigten die „Roten Teufel“ aber Moral und machten das, was ihr Trainer erwartete: Sie kämpften sich Treffer um Treffer heran. Mehrmals hatte die SGL die Chance, den Rückstand auf ein Tor zu verkürzen, vergab aber selbst beste Chancen. Zum Teil völlig freistehend scheiterten die Leutershausener am gegnerischen Torhüter Paul Bar oder an ihren eigenen Nerven. Löhr versuchte alles, um die Partie noch zu drehen. Der SGL-Coach ließ Stocker in Manndeckung nehmen. Das zeigte zwar Wirkung, der Balinger Mittelmann traf in der zweiten Hälfte „nur“ noch dreimal. Dafür sprang Micha Thiemann in die Bresche, der insgesamt fünf Bälle in die Leutershausener Maschen hämmerte. Den linken Rückraumspieler bekamen die „Heisemer“ nicht in den Griff – genauso wenig wie Kreisläufer Simon Flockerzie, der sechsmal ins Schwarze traf.
Dennoch: Die Leutershausener Mannschaft gab nicht auf. Löhr wechselte sogar einen siebten Feldspieler ein. Allerdings ohne den durchschlagenden Erfolg. Als René Wismar den Ball im leeren Leutershausener Kasten zum 30:34 versenkte, war die Partie entschieden. Das Tor von Sebastian Brehm mit der Schlusssirene war nur noch Ergebniskosmetik.
Zum Abschluss der Hinrunde muss die SGL am Sonntag, 20. Dezember, beim TSV Friedberg antreten. „Da muss ein Sieg her“, gab Gunst schon mal die Marschrichtung vor. Wenn die SGL nicht wieder die Anfangsphase verschläft, ist beim bayerischen Regionalliga-Vertreter sicher etwas zu holen.
SGL: Ianos, Peribonio; Wetzel 4/2, Kuch 2, Gunst 7/1, Seel, Brehm 4, Häussler 6, Rüffer, Müller 2, Schubert 1, Böhmler 5, Tokur.