Spielbericht des HBW-Pressedienstes

28.02.2010

Verdiente, aber in der Summe zu hoch ausgefallene Niederlage

Gegen die starke Abwehr der Hausherren tat sich der HBW-Angriff schwer

von Melanie Zahner

Bereits vor der Partie warnte der Balinger Coach Ecki Nothdurft vor dem Köndringer Hexenkessel in dem es nicht leicht ist, einen kühlen Kopf zu bewahren. Er selber kam in seiner bisherigen Karrierebilanz auf nur einen Erfolg in der Ludwig-Jahn-Halle in Teningen. Sein Trainerkollege der SG, Wolfgang Ehrler, forderte von seinem Team gegen den Aufsteiger und derzeitigen Klassenprimus aus Balingen höchste Konzentration und appellierte dabei noch zusätzlich an das ohnehin fanatische Publikum, die Mannschaft noch stärker zu unterstützen als bisher. „Für uns gibt es nur noch Endspiele, unsere Fans müssen in dieser Phase der achte Mann sein! Der Heimvorteil ist ein gewichtiger, auswärts wird es zum Ende der Saison hin immer schwerer was zu holen“, so der Köndringer Kommandogeber.
Diese Erfahrung musste auch der Bundesliga-Nachwuchs aus dem Zollernalbkreis bei den Breisgauern machen. Gegen die SG Köndringen/Teningen hatten die Eyachstädter mit 35:28 das Nachsehen. „In dieser Halle ist es wahnsinnige schwierig zu bestehen, wenn man mal drei, vier Tore hinten ist“, sah Balingens Trainer Ecki Nothdurft seine Befürchtungen vom Wochenanfang nach dem Spiel mehr als bestätigt.

Taktisch kluge Umstellung hält HBW im Spiel

Gegen die sehr starke 3-2-1-Abwehr in Verbindung mit einem brillant parierenden Philipp Grangé im Köndringer Gehäuse, fand die Nothdurft Sieben zu Beginn der Partie nicht die passenden Antworten. „Das hat uns ziemlich unter Druck gesetzt. Wir hatten bei jedem Angriff Stress ein Tor zu machen“, analysiert der Balinger Coach die Anfangsminuten. Zwar sahen die Zuschauer der Ludwig-Jahn-Halle zu Beginn vom Spielstand her gesehen eine ausgeglichene Partie, in der die Gastgeber zwar meist mit ein, zwei Toren führten, aber die Gäste aus dem Schwäbischen immer dran bleiben konnten. Als es den Hausherren dann doch einmal gelang, den Vorsprung auf 13:9 auszubauen, reagierte HBW-Coach Nothdurft sofort. Er stellte seine Abwehr um und ließ ständig zwei Köndringer in direkte Manndeckung nehmen. Diese Maßnahme zeigte Wirkung und die „Jungen Wilden“ aus Balingen konnten bis zur Halbzeitpause auf 14:14 ausgleichen.

Hausherren setzen sich in der zweiten Hälfte durch

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren mit der Balinger Deckungsvariante aber besser zurecht. Zudem bestraften sie jeden noch so kleinen Fehler der Balinger Gäste sofort und nutzen die Gelegenheit, um mit 23:21 in Führung zu gehen. Auch das Glück war auf Seiten der Badener. Nahezu jeder Abpraller landete direkt in den Händen eines Köndringer Spielers und so konnte die SG eine eigentlich versemmelte Chance doch noch in einen Treffer umwandeln. „In dieser Phase macht einen das richtig fertig“, bilanziert der HBW-Coach die daraus resultierenden sechs Gegentore der Gastgeber. So konnten die Köndringer einen Vier-Tore-Vorsprung konstant verteidigen und bis zum Spielende sogar auf 31:24 ausbauen. 
„Aus meiner Sicht ist die Niederlage auch ein bisschen zu hoch ausgefallen. Wir waren über 60 Minuten gesehen sicher keine sieben Tore schlechter. Dennoch war die Niederlage verdient“, haderte Nothdurft beim Blick auf die Anzeigetafel etwas mit der Tordifferenz.

Aufstellung und Torschützen des HBW:

Sven Grathwohl, Samuel Beha (TW); Fabian Pick (2), Klaus Schuldt (1), Simon Flockerzie (1), Micha Thiemann (1), Steffen Zank (3), Philipp Keinath (5), Felix König (3), Christian Wahl (2), Fabian Schlaich (5/3), René Wismar (5), Christoph Foth.

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