Spielbericht des HBW-Pressedienstes
02.11.2009
von Melanie Zahner
Als er sich mit seiner Mannschaft auf den Weg noch Horkheim machte, wusste Balingens Trainer Ecki Nothdurft noch gar nicht, wer in der Stauwehrhalle überhaupt spielen kann. Selbst Torhüter Bar musste noch ein Trikot mitnehmen, um eventuell als Feldspieler eingesetzt werden zu können. Im Vorfeld der Partie wäre Nothdurft mit einem achtbaren Ergebnis mehr als zufrieden gewesen, zumal die Hausherren für die stärkste Abwehr der Liga bekannt sind und mehrere Bundesliga erfahrene Akteure in ihren Reihen haben. Zudem war der TSB in eigener Halle noch ungeschlagen.
Der mitgereiste Fanclub „Hölle Süd“ bekam zunächst bis zum Stand von 9:9 eine ausgeglichene Partie zu sehen. Die Balinger Mannschaft konnte zwar immer ein Tor vorlegen, doch die Hausherren wollten sich die zwei Punkte nicht einfach nehmen lassen und zogen nach. Bis zur Halbzeitpause konnten sich die Jungs von Ecki Nothdurft dann aber doch einen kleinen Vorsprung erarbeiten und gingen mit einer 13:11-Führung in die Kabine.
Der Trainer der Gastgeber, Volker Blumenschein, schien in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Mannschaft kämpfte sich wieder bis zum Ausgleich von 16:16 heran. Die Eyachstädter ließen sich aber von den Bundesliga erfahrenen Hausherren nicht einschüchtern und spielte mit großer Leidenschaft und Kampfgeist weiter. Torhüter Sven Grathwohl hielt ihnen zudem mit insgesamt 23 Paraden den Rücken frei, so dass sich die Balinger beim Stande von 19:16 wieder einen Drei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten. „Ab da war es für die Horkheimer erledigt“, bilanziert HBW-Trainer Nothdurft nach dem Spiel.
Er hatte sich nach dem Aufwärmen doch für einen Einsatz der drei Angeschlagenen Akteure Steffen Zank, Klaus Schuldt und Philipp Keinath entschieden, um nach der Vielzahl von Ausfällen wenigsten ein paar Alternativen auf der Platte zu haben.
„Die 6:0-Abwehr hat uns ziemliche Schwierigkeiten bereitet, aber die Horkheimer hatten größere Probleme gegen unsere 3:2:1-Deckung zu spielen“, sah Nothdurft den Unterschied in der Abwehrleistung.
Beeindruckt zeigte sich der Balinger Nachwuchs-Coach vor allem von der großen Leidenschaft und dem Siegeswillen den seine Jungs an den Tag legten. „Ich bin immer wieder überrascht“, gab der Balinger Trainer zu und vermutet die viel zitierte Aufstiegseuphorie hinter der couragierten Spielweise seiner Jungs
Sven Grathwohl (1.-60. /23 Paraden); Matthias Stocker (5/1), Steffen Zank (4), Simon Flockerzie (2), Klaus Schuldt (3/1), Philipp Keinath (6), Micha Thiemann (4), Fabian Schlaich (1), Christoph Foth, Christian Wahl, Felix Euchner
HBW Balingen-Weilstetten - HSC Bad Neustadt, Sonntag, den 08. November 2009, um 17.00 Uhr, in der Balinger Sparkassen Arena