SG H2Ku - HBW 2

22.01.2012

Personalsituation beim Perspektivkader wird immer prekärer

Armin Keinath


von Reinhard Linder

Für den Drittligisten HBW Balingen-Weilstetten 2 ist der Trip ins Gäu ein Fehlschlag gewesen. Der dezimierte Perspektivkader unterlag der ebenfalls geschwächten SG H2Ku Herrenberg mit 28:36 (13:17).

„Ich habe das nicht anders erwartet. Man muss mal sehen, welche Mannschaft wir auf die Platte schicken konnten“, sagte HBW-Trainer Eckard Nothdurft, den weniger die Niederlage frustrierte, als die Tatsache, dass er in Christoph Foth einen weiteren Lazarett-Langzeitinsassen hat. Der Kreisläufer und Abwehrchef hatte sich im Abschlusstraining einen Kahnbeinbruch zugezogen und muss seine Hand für wenigstens acht Wochen in Gips tragen. Zudem fehlte am Samstag außer den Dauer-Leihgaben Paul Bar und Philipp Keinath die Unterstützung aus dem Erstliga-Kader.

Zwar mussten auch die Herrenberger auf ihren angestammten Rückraum verzichten. Immerhin hatte deren Trainer Axel Kromer einige Wochen Zeit, sich auf diese Situation einzustellen. Und er sei auch noch in der glücklichen Situation, die Lücken mit stabilen Spielern stopfen zu können, meinte Nothdurft zur Lage seines Arbeitskollegen. Er selbst musste Foth durch Felix Euchner ersetzen, der wegen einer Zehenverletzung die ganze Woche nicht hatte trainieren können.

In den ersten 20 Minuten hielt der Balinger Perspektivkader erstaunlich gut mit. Benedikt Brielmeier erzielte den ersten Treffer, Keinath verwandelte einen Konter zum 2:1. Felix Zipf baute die Führung sogar auf zwei Tore aus, erst nach dem 7:6 durch Euchner in der 14. Minute gewann die Gäu-Truppe allmählich die Oberhand. Kapitän Klaus Schuldt, der nach der Saison den HBW in Richtung TV Neuhausen/Erms verlässt, verkürzte auf 9:10 und glich in der 23. Minute zum 11:11 aus.

„In dieser Phase haben wir die Herrenberger mit einer Variation aus 5:1-Abwehr und Manndeckung immer wieder vor neue Aufgaben gestellt“, war Nothdurft mit dem Erfolg seines taktischen Konzepts zufrieden. Einziges Manko: Keinath hatte bereits zwei Siebenmeter und der Junioren-Nationalspieler Gregor Thomann einen Strafwurf vergeigt, außerdem waren seine Jungs mehrfach am früheren HBW-Keeper Thomas Barthold gescheitert.

Barthold sollte auch in der restlichen Spielzeit den Unterschied ausmachen. Während er glänzend parierte, bekam Bar auf der Gegenseite keinen Ball zu fassen und Samuel Beha nicht viele. Weil sich der HBW in der Offensive zudem viele Abspielfehler erlaubte, gingen die Gastgeber mit einer deutlichen 17:13-Führung in die Kabine.

Brielmeier verkürzte nach dem Wiederanpfiff mit einem Doppelschlag auf 15:18, näher kamen die Balinger aber nicht mehr heran. Sie leisteten sich weiterhin unnötige Fehler oder fanden in Barthold ihren Meister, „beim 27:20 war die Messe gelesen“, so Nothdurft. In der letzten Viertelstunde hätten sich beide Mannschaften nicht mehr arg weh getan, das 36:28 sei ein dem Spielverlauf angemessenes Ergebnis.

HBW Balingen-Weilstetten 2

Bar, Beha; Schuldt (6), Brielmeier (6), Kugel (3), Zipf (3), Keinath (3/1), Schlaich (3/2), Euchner (2), Wahl (2), Thomann (1), Hausmann, Job.

Spielfilm

3:5, 8:8, 11:11, 17:13 – 18:15, 27:20, 33:23, 36:28.

Nächstes Spiel

HBW Balingen-Weilstetten 2 – TV Kirchzell (29. Januar, 17 Uhr, SparkassenArena Balingen).

Sponsoren 3. Liga Kübler Stumpp Easy Sports McCafé McDonald's Balingen