HBW Balingen-Weilstetten - HSC Bad Neustadt 24:31

09.11.2009

Bundesliga-Nachwuchs kassiert zu Recht die zweite Heimniederlage

Trainer Ecki Nothdurft hat bei seiner Mannschaft den Respekt vor dem Gegner vermisst

Gegen die clever aufspielende und gut eingestellte Mannschaft des HSC Bad Neustadt musste die Mannschaft von Trainer Ecki Nothdurft die zweite Heimniederlage hinnehmen. Von Beginn an versuchte Neustadt das schnelle Spiel des Balinger Bundesliga Nachwuchses zu unterbinden und streute damit erfolgreich Sand in das Spielgetriebe des Tabellenführers. Der HBW-Nachwuchs musste sich seine Wurfchancen gegen die clevere und erfahrene HSC-Abwehr hart erarbeiten. Zu oft konnte Neustadt die Balinger Würfe blocken und was dann noch Richtung Tor kam, wurde sehr oft eine Beute des gut aufgelegten HSC-Keepers.

Der HBW fand nur schwer ins Spiel

Die Balinger Bundesligareserve fand nur sehr schwer in die Partie. Nachdem Matthias Stocker per Strafwurf den ersten Treffer für das Balinger Perspektivteam erzielt hatte und Micha Thiemann zum 2:0 nachlegte, folgten neun torlose Minuten für die Hausherren. Selbst klarste Chancen wurden in dieser Phase von Flockerzie und Co. ausgelassen. Der Gegner aus Bayern nutzte die Schwächephase der Schwaben, um auf 6:2 davon zu ziehen. Bereits nach zehn Minuten hatte HBW-Coach „Ecki“ Nothdurft genug gesehen und bat seine Jungs zur einminütigen Extrabesprechung. Simon Flockerzie war es schließlich, der in der zwölften Minute das lang ersehnte dritte Balinger Tor erzielte. Fabian Pick, der sein Comeback feierte, hämmerte das Spielgerät zum 6:8 in die gegnerischen Maschen und die Hausherren waren wieder im Spiel. Jetzt war es HSC-Trainer Fritz Zenk, der die grüne Zeitkarte zückte. Die änderte allerdings nicht viel und schließlich war es Linksaußen Klaus Schuldt der nach 24 Spielminuten den Ausgleich zum 10:10 erzielte. Bis zum 12:12 blieb die Partie ausgeglichen, ehe die Gäste mit einem Doppelschlag den Halbzeitstand zum 12:14 herstellten.

Rot für Jiri Piroch nach brutalem Foul

Den zweiten Durchgang begann Balingens Coach Ecki Nothdurft mit Sven Grathwohl, der am Tag zuvor noch mit der ersten Mannschaft in Flensburg am Ball war, zwischen den Pfosten. Trotzdem konnten die Gäste aus Bayern ihren Vorsprung kurzfristig ausbauen. Das Balinger Perspektivteam fightet allerdings zurück und in numerischer Überzahl gelang schließlich der erneute Ausgleich zum 19:19. Jetzt zeigten die Unterfranken Nerven. Jiri Piroch, der kurz zuvor schon mit einem rotwürdigen Foul an Simon Flockerzie für zwei Minuten auf die Bank musste, tat sich dabei erneut hervor. Kaum wieder auf dem Feld holte der Tscheche mit einem noch brutaleren Schlag Christoph Foth von den Beinen und jetzt war es auch den beiden Unparteiischen zuviel und sie schickten Piroch auf direktem Weg zum Duschen. Auch Trainer Zenk hatte sich nicht mir unter Kontrolle und ging verbal auf die beiden Unparteiischen los. Da die Bank bereits eine Zeitstrafe hatte, bekam auch er den roten Karton und musste auf die Tribüne.

HBW kann die Gunst der Stunde nicht nutzen

Die erneute Überzahl und die vorübergehende Kopflosigkeit der Gäste konnte der HBW aber nicht zu seinem Vorteil nutzen – im Gegenteil. Die Gäste legten auf 21:19 vor und beim 20:24, kurze Zeit später, war die Vorentscheidung gefallen. Als dann auch noch Routine Fladt einen Dreierpack nachlegte, war die zweite Heimniederlage der Balinger Regionalligamannschaft besiegelte Sache.
Balingens Coach Ecki Nothdurft blieb nach dem Schlusspfiff nichts anderes übrig, als HSC-Trainer Zenk zum verdienten Sieg zu gratulieren. Seine Mannschaft habe viel zu viele Ballverluste zwischen den zwei Neunmetern gehabt. Der Balinger Coach forderte dazu auf, die richtigen Lehren aus dem Spiel zu ziehen. „Das wir einen Schlag bekommen werden war klar, es stellte sich nur die Frage nach dem Wann“, war der Nothdurft von der Niederlage und wie sie zustande gekommen ist, nicht sonderlich überrascht. „ Für unsere Entwicklung wird uns auch diese Niederlage weiterbringen, gab sich Ecki sogleich wieder kämpferisch.
Der Gäste-Trainer hatte vor dem Spiel großen Respekt vor dem jungen Team aus Balingen. „Die spielen richtig schönen Handball“ zollte Fritz Zenk den Nothdurft Sprösslingen Lob. „Wir mussten mit unsere Erfahrung entgegenwirken und Tempogegenstoßmöglichkeiten vermeiden“, erzählte der Gästetrainer von der Vorbereitungsphase auf das Spiel gegen den HBW.

Aufstellung und Torschützen des HBW:

Paul Bar, Sven Grathwohl(TW); Fabian Pick (1), KLaus Schuldt (2), Simon Flockerzie (1), Philipp Keinath (1), Mathias Stocker ( 4/3), Steffen Zank (1), Christoph Foth ( 6), Tobias Hotz (1), Micha Thiemann (6/1), Christopf Wahl (1), Fabian Schlaich, Felix Euchner

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