Spielbericht des HBW-Pressedienstes
14.03.2010
von Melanie Zahner
Gegen das Krisenkind der Liga wollte der Balinger Perspektivkader die zwei verlorenen Punkte von der 31:24 Hinspielniederlage wieder zurückholen und so verkündetet Nothdurft zu Beginn der Woche das Ziel gegen keine Mannschaft vier Punkte abgeben zu wollen. Der HSC Bad Neustadt hatte als erstes Team die Chance genau dies zu tun und diese nutzten die Franken souverän. Mit einem 29:23 schickten die Gastgeber von der Saale die Balinger wieder mit leeren Händen zurück an die Eyach.
Nachdem der HSC in jüngster Vergangenheit nach vereinsinternen Turbulenzen auf den elften Rang abgerutscht war, stand die Obinger-Truppe gegen die Balinger unter Zugzwang. Dessen war sich auch HBW-Coach Ecki Nothdurft bewusst und warnte vor einer „ saugefährlichen Mannschaft, die beileibe kein Abstiegskandidat ist“( O-Ton Nothdurft). Er ergänzte: „Wer gegen Pirna gewinnt, geht mit viel Selbstvertrauen ins Spiel.“ Auch HSC Trainer Dr. Matthias Obinger der nach der Heimpleite gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen seinem Team Charakterschwäche vorwarf, meinte nach dem überraschenden Auswärtssieg in Pirna: „Das muss Kopfsache sein“. Eben mit diesem Rückenwind gingen die Gastgeber ins Spiel und der HBW hatte Mühe dagegen zuhalten.
Lediglich bis zum 2:2-Unentschieden waren die Balinger Gäste auf Augenhöhe mit den Hausherren. Nachdem die Mannschaft von HSC-Trainer Obinger mit 6:4 in Führung gegangen war, bauten sie diese auf 9:6 noch weiter aus. Die Nothdurft Sieben kämpfte sich aber wieder bis auf zwei Tore zum 11:9 heran, aber der HSC gab die Führung nicht mehr aus der Hand und erhöhte über das 16:10 zum 17:10. Beim Stand von 17:11 ging es schließlich in die Kabinen.
Doch auch nach der Halbzeitunterbrechung stellte sich auf Balinger Seite keine Besserung ein. Immer wieder landeten die Balinger Würfe in den Händen von HSC Keeper Rostislav Badura, der die Bälle magisch anzuziehen schien und dem Wort Paradenbeispiel eine neue Bedeutung verlieh. Bereits vor der Partie hatte der Balinger Coach Ecki Nothdurft schon vor dem 35-Jährigen Tschechen gewarnt, welcher seinen Einschätzungen zu folge bereits letzte Saison zum besten Torhüter der Liga zählte. Dies bekamen die Schwaben deutlich zu spüren. Über das 22:15 zogen die Bad Neustädter in der 46. Spielminute auf 27:17 davon. Jetzt konnten die Balinger nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Die unschöne Zehn-Tore-Differenz verkürzten die Eyachstädter wieder bis auf sechs Treffer Unterschied zum 29:23.
„Die Niederlage war verdient, wir haben heute nichts hingekriegt“, war der HBW-Trainer Nothdurft nach der Auswärtsniederlage sichtlich enttäuscht. Als spielentscheidend machte er vor allem die vielen Fehlwürfe seiner Jungs, sowie die sensationelle Leistung des HSC-Keeper aus. „Badura hat gehalten wie eine Beißzange“, verglich Nothdurft den überragenden Bad Neustädter Rückhalt.
HBW Balingen+Weilstetten: Paul Bar, Edis Camovic, Sven Grathwohl(TW); Matthias Stocker (8/5), Simon Flockerzie (4), Steffen Zank (4), Micha Thiemann (3), Fabian Schlaich (2), Klaus Schuldt (1), Felix König (1), Philipp Keinath, René Wismar, Christoph Foth, Fabian Pick.